Einmal Gold, zwei vierte Plätze und einige weitere gute Leistungen lieferten die Leichtathleten des VfL Sindelfingen bei den deutschen U18- und U20 Meisterschaften in Wattenscheid.
U18: Die Sportlerin schlechthin der Titelkämpfe war aus Vereinssicht Mara Dümmler. Angereist mit einer Bestleistung von 3,72 Metern wurde die 17-Jährige im Lohrheidestadion zur Überfliegerin im Stabhochsprung. Dabei hatte sie bereits bei 3,50 einen Fehlversuch und bei 3,65 und ihren neuen Besthöhe von 3,75 sogar je zwei. Doch nervenstark verblieb Mara Dümmler, vor zwei Jahren bereits nationale U16-Titelträgerin, im Wettbewerb und hatte bald die erhoffte Medaille bereits sicher. Danach schraubte sie sich in neue Sphären. Über 3,85 Meter blieb die Latte bei ihr als einziger liegen, und der Jubel kannte keine Grenzen. „Ich habe absolut nicht damit gerechnet“, freute sich die strahlende Siegerin zusammen mit ihren Trainern Leo Lohre und Christoph Ewinger.
Dominik Wiedenmann gelang der Einzug ins 1500-Meter-Finale. Dort wurde er als einer der Jüngsten im Feld mit 4:09,54 Minuten Sechster. Weit hinter seinem Leistungsvermögen von über 14 Metern zurück blieb Dreispringer Dmitrij Krom, der mit 13,44 und Rang 13 vorlieb nehmen musste.
U20: Über 3000 Meter hegte Langstrecklerin Emily Junginger Podestansprüche. Zwar blieb die 19-Jährige mit 9:50,35 Minuten nur gut sieben Sekunden über ihrer eigenen Jahresbestzeit, doch drei diesmal deutlich schnellere Kontrahentinnen schnappten ihr die Medaillen weg. Ähnlich erging es im Hammerwurf Luise Herrmann. 58,66 Meter brachten ihr ebenfalls Platz vier. Der in dieser Saison schon mehrmals erzielte 60-Meter-Wurf blieb diesmal aus.
Der 4 x 100-Meter-Staffel der Jungs gelang ein Achtungserfolg. Florian Reichl, Nils Haumann, Dmitrij Krom und Luke Schmidt brauchten 41,82 Sekunden und wurden Sechste. Persönliche Bestleistung mit dem Diskus warf mit 43,93 Metern Laura Berger. Sie wurde damit Achte von zehn Teilnehmerinnen. Pech hatte 110-Meter-Hürdenläufer Nils Haumann, der nach gutem Vorlauf im Halbfinale das Ziel nicht erreichte.
Den 400-Meter-Hürden-Vorlauf bestritt Anne Krauß von der SpVgg Holzgerlingen. Sie verpasste als Neunte mit Bestzeit von 62,04 Sekunden nur um einen Platz das Finale.
Weitere Erfolge beim Sportfest in Tübingen
Beim Sportfest in Tübingen waren derweil einige weitere Sportlerinnen des VfL Sindelfingen mit Erfolg vertreten. Allen voran Kim Bödi, die ihre Bestzeit über 5000 Meter um über eine halbe Minute auf 16:04,11 drückte und damit im gut besetzten Feld Dritte wurde. Außerdem stellte die 3000-Meter-Hindernisspezialistin damit einen neuen Vereinsrekord auf. Ebenfalls über 5000 Meter trat Tobias Prater an. Seine 14:21,12 Minuten sind nur vier Hundertstel über seiner Bestzeit.
Maja Frirdich lief die Stadionrunde über 400 Meter in ordentlichen 60,13 Sekunden. Marc Bachner die doppelte Strecke über 800 Meter in 2:00,10 Minuten. Mit 11,99 Sekunden im Vorlauf über 100 Meter erreichte Davide Roperti den Endlauf, wo er sich auf 11,88 steigerte. In zwei Disziplinen am Start war Ben Eppler. Über 100 Meter kam er auf 12,72 Sekunden und im Kugelstoßen auf 8,54 Meter.
Über 400 Meter verbesserte sich Melanie Böhm auf 54,56 Sekunden und lag damit bei den Frauen ebenso klar vorne wie Nathalie Schmidt in der U18. Die 14-Jährige lief in ihrem erst zweiten Rennen über diese Distanz 60,50 und steigerte sich um fast vier Sekunden.
Weitere Siege gelangen in der W15 Lara Huber mit Bestzeit von 13,29 Sekunden über 100 Meter und Enya Holsten mit 1,56 Metern im Hochsprung.
Nachwuchs überzeugt bei württembergischer Blockwettkampf-Meisterschaft
Bei den württembergischen Meisterschaften in den Blockwettkämpfen erprobten unterdessen vier junge Leichtathleten des VfL Sindelfingen ihre Vielseitigkeit. Trainerin Anna Wiesner freute sich über eine enorme Ausbeute.
Claudel Thibaud siegte im U12-Blockwettkampf Sprint/Sprung mit ausgezeichneten Leistungen. Die 75 Meter lief er in 10,83 Sekunden, den 60-Meter-Hürdenlauf absolvierte er in 10,34 Sekunden, im Weitsprung landete er bei 4,38 Metern, überquerte zudem die Hochsprung-Latte bei 1,40 Metern und warf den 200-Gramm-Ball 44 Meter weit. Mit 2153 Punkten war er nicht zu schlagen. Im gleichen Wettbewerb kam Adrian Nowak mit 1871 Zählern auf den achten Platz.
Im M12-Block Lauf wurde Constantin Herberth mit 1875 Punkten Dritter. Antonia Misch kam im W12-Block Sprint/Sprung auf 1883 Zähler und landete auf Platz 19.