Leihspieler des VfB Stuttgart
: Jovan Milosevic: „Wir haben viel gestritten“

Erst Pechvogel, dann Matchwinner: Der Stürmer spricht nach dem wichtigen 2:0 gegen den 1. FC Heidenheim über die vergangenen schwierigen Wochen bei Werder Bremen.
Von
David Scheu
Stuttgart
  • Jovan Milosevic traf für Werder Bremen zur Führung gegen Heidenheim. In der Bildergalerie sehen Sie, wie es für die weiteren Leihspieler des VfB am Wochenende lief.

    IMAGO/DeFodi Images
  • Dennis Seimen (SC Paderborn, bis 30.6.26): Der Torhüter bleibt mit dem SCP nach dem 2:1-Sieg beim 1. FC Kaiserslautern mittendrin im Aufstiegsrennen der zweiten Liga: Als Tabellenzweiter beträgt der Rückstand auf Tabellenführer Schalke 04 einen Zähler.

    IMAGO/Team 2
  • Jarzinho Malanga (SV Elversberg, bis 30.6.26): Nach dem 1:1 bei Holstein Kiel liegt die SVE als Vierter einen Platz hinter dem Relegationsrang der zweiten Liga. Malanga kam nach einer Stunde ins Spiel.

    IMAGO/Ole Jacobsen
  • Laurin Ulrich (1. FC Magdeburg, bis 30.6.26): Nach der 1:3-Heimnierlage gegen den Karlsruher ist der FCM in Liga zwei auf einen direkten Abstiegsplatz abgerutscht. Ulrich stand wie immer in den vergangenen Wochen in der Anfangsformation.

    IMAGO/Christian Schroedter
  • Yannik Keitel (FC Augsburg, bis 30.6.26): Der Mittelfeldspieler wurde beim 2:0 gegen den 1. FC Köln in der 50. Minute eingewechselt. Nach fünf Siegen aus den jüngsten sechs Partien ist der FCA auf Platz neun der Bundesliga geklettert.

    IMAGO/Nordphoto
  • Jovan Milosevic (Werder Bremen, bis 30.6.26): Beim wichtigen 2:0 gegen den 1. FC Heidenheim traf der Stürmer zur Führung. Werder kletterte durch den Sieg in der Bundesliga auf Relegationsrang 16.

    IMAGO/Nordphoto
  • Leonidas Stergiou (1. FC Heidenheim, bis 30.6.26): Der Rechtsverteidiger gab sein Comeback nach mehreren Wochen Verletzungspause, als er bei Werder Bremen zur Pause ins Spiel kam. Durch die 0:2-Niederlage beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz bereits acht Punkte.

    IMAGO/Eibner
  • Eliot Bujupi (KVC Westerlo, bis 30.6.26): Für Eliot Bujupi ist es bisher in Belgien ohnehin nicht berauschend gelaufen. Nach seiner im Trainingslager erlittenen Knieverletzung ist die Saison für den Angreifer wohl vorbei.

    IMAGO/Isosport
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Dieser Sieg ist in seiner Bedeutung kaum zu überschätzen: Durch das 2:0 gegen den 1. FC Heidenheim im Kellerduell der Bundesliga springt Werder Bremen auf Relegationsrang 16 – und das auch dank Jovan Milosevic. Der Leihspieler des VfB Stuttgart brachte sein Team mit dem Führungstreffer per Kopf auf die Siegerstraße (57.), ehe ein Eigentor von Hennes Behrens in der Nachspielzeit den Endstand besiegelte.

Riesiger Jubel: Jovan Miloseivc trifft zum 1:0 – sein drittes Saisontor

Foto: IMAGO/Nordphoto

Zuvor aber drohte Milosevic zum tragischen Helden zu werden: In der 36. Minute vergab er eine hundertprozentige Chance, als er den Ball aus kürzester Distanz freistehend am leeren Tor vorbei bugsierte. „Ich habe gespürt, dass ich den Ball nicht richtig getroffen habe“, so der Stürmer im Anschluss. Er habe gebetet, dass der Ball reingehe – vergebens. „Das war ganz schön hart, aber es ist passiert, für mich zum ersten Mal in meinem ganzen Leben.“ In der Halbzeit sprachen ihm dann die Teamkollegen Mut zu, wenig später versetzte das Kopfballtor des 20-Jährigen in die kurze Ecke das Weserstadion in Ekstase.

Durch den Heimsieg feierte Bremen das lange ersehnte Erfolgserlebnis nach zuvor 13 Partien ohne Sieg. Dass die Negativserie zuvor auch die Stimmung gedrückt hatte, berichtete Milosevic im Nachhinein offen: „Es waren wirklich harte Wochen. Jetzt kann ich es ja verraten: Wir haben auch viel in der Mannschaft gestritten. Seitdem ich im Winter gekommen bin, wurde bei Werder kaum einmal gelacht. Deshalb ist der Sieg eine große Befreiung.“

Milosevic muss ausgewechselt werden – gibt aber Entwarnung

Am kommenden Sonntag (17.30 Uhr) ist Werder bei Union Berlin gefordert. Mit Milosevic? Gut möglich. Der Serbe musste zwar mit Rückenbeschwerden ausgewechselt werden, gab im Anschluss aber leichte Entwarnung: „Ich glaube nicht, dass es etwas Ernstes ist. Ich kann stehen und gehen. Es ist zwar schmerzhaft, aber es wird bald wieder okay sein.“