Voraussichtlich bis 2029 werden Passanten die Breuninger-Unterführung nicht nutzen können. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Der Zugang zur Breuninger-Unterführung muss wegen der Baustelle für das Haus für Film und Medien gesperrt werden. Von Donnerstag an müssen Passanten für lange Zeit ausweichen.
Passanten in der Stuttgarter Innenstadt müssen sich von Donnerstag, 15. Mai, an auf Umwege einstellen. Dann wird am Leonhardsplatz der Zugang zur Breuninger-Unterführung unter der B14 baustellenbedingt über Jahre gesperrt.
Er war bislang über die sogenannte Rotunde neben der Leonhardskirche möglich. Durch die Sperrung kann die Unterführung zwischen der Rathauspassage und dem Bohnenviertel ab Donnerstag nicht mehr genutzt werden. Über den neuen Termin des Hochbauamts informierte Jochen Merkle, Sprecher der von Breuninger und der Stadt Stuttgart beauftragten PresseCompany.
Zugang wird für mehrere Jahre gesperrt
Die Sperrung, deren Beginn Ende April geplant war, dauert nach Angaben der Stadt voraussichtlich bis 2029. Dann soll zwischen der Esslinger und der Hauptstätter Straße (B14), wo zuvor das Breuninger-Parkhaus stand, das Haus für Film und Medien fertiggestellt sein. Wegen der Baustelle für dieses Projekt wird der Zugang laut der Stadt gesperrt.
Außerdem entsteht auf dem Gelände ein sogenanntes Mobility Hub, das laut Breuninger „moderne und komfortable Parkmöglichkeiten, nachhaltige Mobilität und Sharing-Konzepte vereint“.
Die B-14-Rampe zum Charlottenplatz ist wegen der Baustelle gesperrt, seit dem Baubeginn im Vorjahr wird der Verkehr durch die Esslinger Straße umgeleitet. Einzelhändler und Gewerbetreibende aus dem Bohnenviertel sorgten sich bereits im vergangenem Jahr wegen Umsatzeinbußen um ihre Existenz. Nun kommt noch die Sperrung der Unterführung dazu, wodurch Passanten ausweichen müssen.
Zwei Fußgängerampeln in der Nähe
Wer die B14 in diesem Bereich künftig queren möchte, muss die Fußgängerampeln am Leonhards- und am Charlottenplatz nutzen. Deren Schaltung sei dafür angepasst worden, teilt die Stadt mit. „Beide Möglichkeiten zur Überquerung sind barrierefrei“.
Die Fußgängerampel am Charlottenplatz ist rund 300 Meter von der Rotunde entfernt. Die am Leonhardsplatz liegt vor der Leonhardskirche, also etwa 60 Meter neben dem Zugang zur Unterführung.
Auf der Seite der Rathaus-Haltestelle bleibt der Zugang zur Passage weiterhin möglich, die gegenüberliegende Straßenseite ist aber nicht mehr zu erreichen. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Sprecher Jochen Merkle informierte die Anlieger und Gewerbetreibenden über den Termin. „Wir wissen, dass die Schließung der Passage mit Einschränkungen und Umgewöhnungen für Nutzerinnen und Nutzer verbunden ist“, schreibt er, sie sei jedoch aus „technischen und aus Sicherheitsgründen“ unumgänglich.
Seit Projektbeginn sei öffentlich gemacht worden, dass es zu dieser mehrjährigen Schließung während der Bauzeit kommen wird, sagte Merkle.