Bereits seit Montag wird die Lufthansa bestreikt. Wie geht es am Mittwoch weiter? Drohen weitere Ausfälle?
Ja, der Streik bei der Lufthansa geht am Mittwoch, 15. April 2026, weiter. Nachdem die Piloten bereits seit Montag die Arbeit niedergelegt haben, soll ab Mittwoch das Kabinenpersonal streiken. Für Reisende bedeutet das auch morgen wieder deutliche Einschränkungen im Flugplan.
Die Lufthansa selbst weist auf Streikaufrufe der Gewerkschaften Vereinigung Cockpit und UFO von Montag, 13. April, bis einschließlich Donnerstag, 16. April 2026 hin. Damit ist klar: Auch am Mittwoch müssen Passagiere mit Flugausfällen, Umbuchungen und Verspätungen rechnen.
Piloten-Streik endet, Flugbegleiter-Streik beginnt
Der Streik der Pilotinnen und Piloten läuft noch bis kurz vor Mitternacht am heutigen Dienstag. Betroffen sind neben Lufthansa auch Lufthansa Cityline und Lufthansa Cargo. Ab Mittwoch, 15. April, 00.01 Uhr, übernimmt dann das Kabinenpersonal. Die Gewerkschaft UFO hat die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von Lufthansa und Cityline für Mittwoch und Donnerstag, 15. und 16. April, erneut zum Ausstand aufgerufen. Der Streik soll bis Donnerstag kurz vor Mitternacht andauern.
Auch morgen sind viele Flugausfälle zu erwarten
Schon an den ersten Streiktagen kam es zu massiven Einschnitten im Flugverkehr. In Frankfurt wurden für Montag und Dienstag zusammen mehr als 1.100 Starts und Landungen gestrichen, in München waren es 710 Flugbewegungen. Auf der Langstrecke wollte Lufthansa rund die Hälfte der Flüge aufrechterhalten, auf der Kurz- und Mittelstrecke etwa jeden dritten Flug. Für Mittwoch rechnet die Airline erneut mit erheblichen Einschränkungen. Die Situation dürfte nach Einschätzung der Beteiligten ähnlich angespannt bleiben wie zuvor. Hunderte Flüge könnten erneut ausfallen.
Was Lufthansa betroffenen Reisenden rät
Lufthansa bittet Reisende, den Status ihres Fluges vor der Fahrt zum Flughafen unbedingt online zu prüfen. Die aktuellsten Informationen finden sich auf lufthansa.com oder in den Buchungsdetails. Wichtig ist außerdem, dass die Kontaktdaten in der Buchung aktuell sind, damit die Airline über Änderungen schnell informieren kann. Wer über ein Reisebüro gebucht hat, soll sich direkt dorthin wenden. Laut Lufthansa sollen betroffene Passagiere spätestens bis Dienstagvormittag, 14. April 2026, per E-Mail aktiv über die aktuelle Situation informiert werden, wenn ihr Flug gestrichen oder umgebucht wird. Bei Annullierungen erfolgt eine Umbuchung in der Regel kostenlos und meist automatisch. Wer keine Nachricht erhalten hat, sollte den aktuellen Stand der Buchung selbst prüfen.
Welche Rechte Reisende haben
Fällt ein Flug wegen eines Streiks aus oder verspätet sich deutlich, müssen betroffene Passagiere informiert werden. Außerdem bestehen grundsätzlich Ansprüche auf Unterstützungsleistungen, etwa Verpflegung oder gegebenenfalls Unterbringung. Ob zusätzlich eine Entschädigung fällig wird, ist nicht pauschal zu beantworten. Zwar berufen sich Airlines bei Streiks oft auf außergewöhnliche Umstände. Bei Arbeitskämpfen des eigenen Personals können Entschädigungsansprüche aber durchaus in Betracht kommen. Das hängt vom Einzelfall ab.