Es ist wieder soweit: Die Lyriden ziehen über Stuttgart. Die meisten Sternschnuppen sind am 22. April zu sehen. Wo man sie am besten beobachtet.
Aktuell ist für Astro-Fans eine besondere Zeit: Denn im April ziehen die Lyriden über den Nachthimmel. Seinen Höhepunkt erreicht der Sternschnuppenstrom rund um den 22. April. Dann kann man in Richtung Nordost bis zu fünf oder zehn Meteore pro Stunde am Himmel sehen.
Die Wetterlage ist für das Himmelsspektakel günstig: Laut einer Prognose des Deutschen Wetterdienstes wird es in Baden-Württemberg zum Teil sternenklar. In Stuttgart gibt es einige Aussichtspunkte, an denen man einen guten Blick auf den Nachthimmel hat und die Sternschnuppen beobachten kann.
Aussichtspunkte für Sternschnuppen-Fans
Den Sternen kommt man nicht nur in der Stuttgarter Sternwarte nah, sondern auch auf der Uhlandshöhe, auf der sich die Warte befindet. Dort hat man einen guten Blick auf den Nachthimmel und kann Ausschau halten. In der Nähe befindet sich die Stadtbahnhaltestelle Heidehofstraße, die man mit der Linie U15 erreicht.
Besonders gut, um Sternschnuppen zu beobachten, eignen sich Orte, die höher gelegen sind und sich nicht direkt in der Stadt befinden. Denn Lichtquellen in Städten stören den Blick auf den Nachthimmel. Um die Sternschnuppen in Stuttgart sehen zu können, bietet sich etwa ein nächtlicher Ausflug zum Birkenkopf an. Er ist mit 511 Metern der höchste Punkt im inneren Stadtgebiet von Stuttgart. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden dort 40 Meter Trümmer aus der zerstörten Stadt aufgetürmt – daher auch der Spitzname „Monte Scherbelino“. Erreichbar ist der Aussichtspunkt mit dem Auto, dem Bus oder zu Fuß vom Westbahnhof aus.
Auch das Schloss Solitude ist eine gute Anlaufstelle, um in Stuttgart Sternschnuppen zu betrachten – und das in besonders malerischer Kulisse. Erreichbar ist der Aussichtsspot mit der Buslinie 92.
Die Grabkapelle befindet sich ebenfalls etwas entfernt von den Lichtern der Stadt. Dort bietet sich ein besonderes Panorama des Kessels und des Nachthimmels. Zur Grabkapelle gelangt man mit der Buslinie 61 bis zum Rotenberg.
Romantisches Picknick unter Sternschnuppen
Aber auch näher an den Lichtern der Stadt lässt sich der Himmel beobachten. Ganz romantisch bei einem Picknick Sternschnuppen zählen – das geht gut auf der Karlshöhe im Stuttgarter Süden. Am besten erreicht man den Aussichtspunkt mit der Stadtbahn, die zum Marienplatz fährt, oder ab den S-Bahnhaltestellen Feuersee und Schwabstraße. Nach einem kurzen Anstieg hat man dort einen guten Blick über den Kessel und auf den Nachthimmel.
Ein guter Platz für ein Picknick unter den Sternen ist auch der Weißenburgpark rund um das Teehaus. Hier bietet sich Astronomie-Fans ein malerischer Blick über Stuttgart und auf den Sternenhimmel. In der Nähe befindet sich die Stadtbahnhaltestelle Bopser.
Drei Türme mit Aussicht auf die Sterne
Auch an drei Stuttgarter Türmen hat man gute Aussichten auf den Nachthimmel. Der Killesbergturm ist nachts aus Sicherheitsgründen geschlossen. Im Höhenpark lassen sich allerdings in schöner Umgebung gut Sternschnuppen beobachten. Zum Killesberg kommt man mit den Buslinien 43 und 44 oder mit der Stadtbahnlinie U 5.
Für alle aus dem Stuttgarter Norden ist der Kriegsbergturm eine gute Anlaufstelle, um Sternschnuppen zu zählen. Er liegt 353 Meter über dem Meeresspiegel und ist mit dem Bus der Linie 44 gut zu erreichen.
Und auch am Bismarckturm lässt es sich gut in den Nachthimmel schauen. Auch dieser Turm ist in der Regel verschlossen, aber die Aussichtsplattform am Gähkopf bietet einen schönen Blick auf das Himmelszelt. Die Plattform liegt 409 Meter über dem Meeresspiegel. Den Bismarckturm erreicht man mit der Buslinie 43.
Aussichtspunkte in Stuttgart (Auswahl)
- Birkenkopf („Monte Scherbelino“)
- Killesberg
- Karlshöhe
- Waldebene Ost
- Santiago-de-Chile-Platz in Degerloch
- Teehaus am Weißenburgplatz
- Schloss Solitude
Das ist zu beachten
Die Sternschnuppen lassen sich gut mit dem bloßen Auge erkennen. Am besten zu sehen sind sie in der zweiten Nachthälfte. Bei der Beobachtung gilt: Je dunkler die Umgebung, desto besser. Für einen ungestörten Blick in den Nachthimmel sollte man sich einen möglichst dunklen Ort suchen und Lichtquellen wie Taschenlampen oder Handys ausschalten. So können sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnen.
Optimalerweise schaut man Richtung Ost oder Nordost, um die Lyriden zu sehen, die Sternschnuppen können jedoch in allen Richtungen auf dem Nachthimmel auftauchen. Und wenn man dann eine Sternschnuppe entdeckt: sich etwas wünschen.
Klare Nächte mit Sternschnuppen
In Baden-Württemberg werden klare Nächte erwartet - allerdings auch ein böiger Wind und kalte Temperaturen um den Gefrierpunkt. Man sollte sich gegebenenfalls also warm anziehen.