Grundlage sind von Jones Lang LaSalle (JLL) erhobene Daten zu Bestandswohnungen, die neu vermietet werden. Als Maßstab dient das mittlere Stuttgarter Einkommen: Laut der Bundesagentur für Arbeit sind das 5330 Euro brutto monatlich – dem Entgeltatlas der Agentur für Arbeit zufolge entspricht das dem Gehaltsniveau von Gymnasiallehrkräften, Pflegedienstleitungen und Arbeits- sowie Sozialpsychologen.
500 Euro Budget: etwa 30 Quadratmeter
Auszubildende, Studierende oder Geringverdiener haben ein kleineres Budget. Für 500 Euro Kaltmiete konnten sie sich zuletzt im Stuttgarter Mittel etwa 33 Quadratmeter leisten – darunter in Plieningen und Möhringen, Wangen, Zuffenhausen, Botnang oder in Hedelfingen.
Wie viel Wohnfläche sie sich in den einzelnen Bezirken leisten können, zeigt diese Karte. Über die Schaltflächen können Sie zwischen den Budgets wechseln:
Weniger Wohnfläche könnten sie sich mit etwa 29 bis 30 Quadratmeter in den zentralen Bezirken West, Mitte, Süd und Nord sowie dem daran angrenzenden Bezirk Degerloch leisten. Am meisten Fläche wäre in Mühlhausen (38 Quadratmeter) oder Münster (39 Quadratmeter) möglich.
1000 Euro Budget: etwa 65 Quadratmeter in Stuttgart
Mit einem monatlichen Budget von 1000 Euro sind in Stuttgart zwischen 65 und 70 Quadratmeter Wohnfläche drin – so viel können Stuttgarterinnen und Stuttgarter mit mittlerem Einkommen für die Miete ausgeben, wenn sie rund ein Drittel ihres Netto-Einkommens dafür ausgeben möchten.
In etwa diesem Rahmen bewegen sich auch Psychologen, Kita- und Pflegedienst-Leitungen sowie Gymnasial-Lehrerinnen, die das mittlere Stuttgarter Bruttoeinkommen verdienen. Angenommen, sie sind etwa 45 Jahre alt, unverheiratet und kinderlos: Nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben bleiben ihnen etwas mehr als 60 Prozent ihres Bruttogehalts – der Gymnasial-Lehrerin bleibt durch ihren Beamtenstatus sogar etwas mehr. Nach der Drittel-Regelung haben sie ein monatliches Mietbudget zwischen 1.100 und 1.400 Euro.
Damit können sich die meisten dieser Berufsgruppen im Durchschnitt 70 Quadratmeter leisten, in den zentralen Bezirken (Mitte, West, Süd oder Nord) nur etwa 60 Quadratmeter. Die Gymnasial-Lehrerin kann sich durchschnittlich sogar über 90 Quadratmeter leisten – müsste sich aber in den zentralen Bezirken ebenfalls einschränken.
1500 Euro Budget: um die 100 Quadratmeter
Leben unsere Beispielpersonen nicht alleine, sondern mit dem Partner oder der Partnerin zusammen, wächst das Budget je nach Einkommen der weiteren Person. Arbeitet nur eine der beiden Vollzeit und die andere Person etwa 50 Prozent, hätten sie demnach rund 1500 Euro zum Wohnen zur Verfügung. Damit könnten sie sich im Schnitt rund 99 Quadratmeter Wohnfläche leisten – beispielsweise in Plieningen, Möhringen oder Zuffenhausen.
In den zentralen Bezirken Mitte, West, Süd oder Nord hingegen wären nur zwischen 86 und 89 Quadratmetern damit zu stemmen. Etwas mehr Fläche leisten könnte sich das Paar dagegen in Untertürkheim (105 qm), einiges mehr in Mühlhausen (115 qm) oder Münster (118 qm).
2000 bis 2500 Euro Budget: 130 bis 160 Quadratmeter
Ein Doppelverdiener-Paar, bei dem beide in etwa so viel wie das mittlere Stuttgarter Bruttoeinkommen verdienen, könnte demnach mehr als 2000 Euro fürs Wohnen ausgeben. Im Schnitt aller Bezirke könnten sie sich dafür mehr als 130 Quadratmeter Wohnfläche leisten.
In den inneren Bezirken sind für 2000 Euro kalt nur zwischen 115 Quadratmeter in Mitte und West und 119 Quadratmeter im Norden zu haben. In den äußeren Stadtbezirken sind dagegen bis zu 140 Quadratmeter in Untertürkheim und bis zu 153 oder 158 Quadratmeter in Mühlhausen oder Münster drin.
Ist das Budget mit 2500 Euro noch größer, sind durchschnittlich mehr als 160 Quadratmeter Wohnfläche bezahlbar. Der Haushalt kann sich auch in den inneren Bezirken einiges an Fläche leisten. In der Innenstadt könnten sie auf 140 bis 150 Quadratmeter wohnen, in den günstigsten Bezirken Untertürkheim, Mühlhausen und Münster auf bis zu 197 Quadratmetern.
Mietpreise
Value Marktdaten
Die Mietpreise wurden von der Investmentberatung Jones Lang Lasalle (JLL) zur Verfügung gestellt.
Die Mietpreise bilden jeweils den Medianwert der Quadratmeter-Nettokaltmiete in Bestandswohnungen in den Stuttgarter Stadtbezirken aus dem Jahr 2025 ab. Der Median wird weniger von besonders niedrigen oder hohen Mieten verzerrt. Neubauten, möblierter oder nur kurzzeitig vermieteter Wohnraum sowie geförderter Wohnraum sind ausgeschlossen. Grundlage sind Daten der Value-Marktdatenbank, also Angebotsmieten, die Inserate auf gängigen Immobilienportalen umfassen und häufig als Grundlage für Marktanalysen und Bewertungen in der Immobilienbranche dienen. Typischerweise liegen diese Inserate über den Mieten älterer Verträge in Bestandswohnungen.
Bruttoeinkommen
Für die Angaben zum Bruttoeinkommen wurde das Median-Bruttoeinkommen der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer in Stuttgart über alle Altersgruppen und Geschlechter hinweg berücksichtigt. Um daraus ein angenähertes Nettoeinkommen zu berechnen, haben wir davon die typischen Sozialversicherungsbeiträge und Steuern nach entsprechender Steuerklasse abgezogen. Für das Budget wurde anschließend davon ausgegangen, dass Personen nicht mehr als ein Drittel des Nettoeinkommens für die Kaltmiete ausgeben. Neben- und Heizkosten wurden nicht berücksichtigt.