Möglicher Breuninger-Verkauf CEO Blecker meldet sich bei den Mitarbeitern zu Wort

Im September 2017 wurde Holger Blecker (links) zum neuen Breuninger-Chef. Er löste Willy Oergel (rechts) ab, der in den Beirat des Unternehmens wechselte. Foto: Breuninger

In einem internen Mitarbeiter-Chat, der unserer Zeitung vorliegt, versucht Breuninger-CEO Holger Blecker die rund 6500 Angestellten zu beruhigen:

Die rund 6500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Breuninger traf die Nachricht wie ein Blitz: Die Eigentümerfamilien wollen anscheinend die Warenhauskette verkaufen. Schon im Juni sei der Prozess in Gang gesetzt worden, schrieb die Wirtschaftswoche am Mittwoch. Eine offizielle Stellungnahme von Breuninger gibt es auch drei Tage später noch nicht.

 

Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tappen im Dunkeln und waren geschockt. Die Reaktionen im Stammhaus in Stuttgart waren deutlich: „Selbstverständlich macht man sich Gedanken und hat Angst, seinen Arbeitsplatz zu verlieren“, sagte eine langjährige Angestellte gegenüber unserer Zeitung. „Wir wussten von nichts. Ich hoffe, dass an den Gerüchten nichts dran ist.“

Breuninger-Chef: Keine Sorge um den Arbeitsplatz

Nun hat sich am Freitagnachmittag Breuninger-Chef Holger Blecker in einem Unternehmens-internen Chat zu Wort gemeldet, der unserer Zeitung vorliegt: Eine Frage habe ihn immer wieder erreicht, die er nun direkt aufgreifen möchte: Muss ich Angst um meinen Job haben? „Hierzu möchte ich ganz deutlich sagen: Dafür gibt es keinen Grund! Niemand muss sich Sorgen machen!“

Breuninger sei eine starke Marke mit immenser Strahlkraft, die auf einem profitablen und damit gesunden Fundament stehe. Man sei hervorragend am Markt positioniert. „Diese Position haben wir uns als Team Breuninger gemeinsam erarbeitet“, schreibt Blecker. „Die Zukunft gestalten wir selbst. Wir sitzen hier im Fahrersitz!“

Mitarbeiter sollen sich nicht verunsichern lassen

Er wolle betonen, dass Erfolg auch öffentliches Interesse mit sich bringe. „Die aktuelle Berichterstattung dieser Art über Breuninger ist deshalb nicht die erste und sie wird mit absoluter Sicherheit auch nicht die letzte gewesen sein“, betont der CEO. „Lassen Sie sich dadurch nicht verunsichern.“

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