Motorsport beim MSC Calw Gerhard-Mitter-Rallye fährt auch durch den Kreis Böblingen – TV-Team ist dabei

Motorsport-Spektakel: Die Zuschauer an den Hopspots werden auch einige heiße Drifts zu sehen bekommen. Foto: Albert Kraushaar

Rennsportfans aufgepasst: Die Gerhard-Mitter-Rallye des MSC Calw ist auch rund um Deckenpfronn, Nufringen, Gärtringen und Aidlingen unterwegs. Das RTL-II-Magazin „Grip“ berichtet im TV.

Unter der Woche schließt die Nennliste für die 41. Gerhard-Mitter-Gedächtnis-Rallye, am Freitag beginnt die Fahrzeugabnahme, und am Samstag geht es ab 12 Uhr auf drei Wertungsprüfungen, die zweimal durchfahren werden. Drei Strecken mit insgesamt 35 Kilometern – davon zwei bekannte in Nufringen und Schönbronn sowie eine neue auf der Gemarkung Aidlingen/Gärtringen – konnten die Verantwortlichen vom MSC Calw um den Vorsitzenden Axel Schönthaler aktivieren.

 

Keine einfache Aufgabe, denn das erfordert viel Geduld und Nerven in Sachen Genehmigung, Umweltschutz, Absperrung und Sicherheitsauflagen. Mit welchen Problemen haben kleine Veranstalter auf dem Land zu kämpfen? Wie läuft ein Rennen ab? Was sagen die Motorsportfans? Diesen Fragen geht dieses Mal sogar ein Fernsehteam vom RTL-II-Magazin „Grip“ auf den Grund. Ein Beitrag, in dem auch die Verantwortlichen zu Wort kommen.

Namensgeber Gerhard Mitter verunglückte 1969 tödlich auf dem Nürburgring

Ihre Rallye ist nicht nur mit einer großen Tradition behaftet, sondern erinnert auch an einen berühmten Rennfahrer, der 1969 bei einem Unfall auf dem Nürburgring tödlich verunglückt ist. Gerhard Mitter wurde 1935 in der Tschechoslowakei geboren, kam nach dem Krieg nach Korntal, wo sein Vater eine Autowerkstatt eröffnete und der Filius 1952 mit Motorradrennen begann. Später wechselte er ins Auto zu Berg-Langstrecken-Tourenwagenrennen, unter anderem als Porsche-Werksfahrer. Heute ist das Unternehmen, das 1990 von seinem Sohn übernommen wurde, in Böblingen aktiv, wo es einen Auto- und Motorrad-Service plus Restaurierung von Oldtimern anbietet.

Im Vergleich zu Formel-Autos sind Rallye-Fahrzeuge um ein vielfaches sicherer, erfordern aber auch mehr fahrerisches Talent, zumal es auf unterschiedlichen Belägen buchstäblich über Stock und Stein geht.

Zwei Könner, die dieses Metier seit Jahren beherrschen, zählen zu den Stammgästen bei der Gerhard-Mitter-Gedächtnis-Rallye. „Fritz Köhler und seine Beifahrerin Petra Hägele haben im vergangenen Jahr einen Pokal für ihre Treue zum MSC Calw erhalten“, berichtet Susanne Schönthaler, die Schriftführerin des Vereins. Das Duo ist nicht nur stets dabei, sondern hat auch diverse Siege auf dem Konto.

Dabei lieferten sich die beiden zuletzt ewig junges Duell mit Rainer Noller und dessen Co-Pilotin Tanja Schlicht. Köhler/Hägele hatten 2011, 2013 und 2016 gewonnen und zuletzt immer auf den Plätzen zwei bis vier rangiert. Noller/Schlicht standen 2018 und 2019 ganz oben auf dem Podium und wurden 2021 Zweite. Bisher letzter Sieger waren 2023 Patrik Dinkel/Monique Voigt, die erstmals Erster der Gehard-Mitter-Gedächtnis-Rallye wurden, bei der Axel Schlenker zur Jahrtausendwende eine herausragende Stellung eingenommen hatte.

Das Publikum bei der nun anstehenden 41. Auflage darf sich auch auf den Schweizer Urs Flum freuen, der 2010 triumphiert hatte. Der ausrichtende MSC Calw wird durch das Duo Michael Morhard/Alexander Morhard in einem PS-starken Mitsubishi Lancer Evo X vertreten sein. Die letztmaligen Zweiten Florian Schwenker/Lara Schwenker (Calw/Neuhausen) gehen mit einem Ford Fiesta an den Start. „Prognosen sind schwierig“, erklärt Susanne Schönthaler. „Man weiß nie, wer wie viel PS unter der Haube hat. Zudem gibt es seit einiger Zeit das Angebot, sich für ein Rennwochenende ein komplett fahrbereites Rallye-Auto zu mieten.“

Publikumslieblinge: Fritz Köhler und seine Beifahrerin Petra Hägele sind Stammgäste bei der Gerhard-Mitter-Rallye. Foto: Albert Kraushaar

Sie empfiehlt den Zuschauern, sich rechtzeitig am Fahrerlager in Deckenpfronn mit einem Infoheft einzudecken, in dem alle Strecken, Hot Spots und sicherheitsrelevanten Regeln aufgelistet sind. Die Broschüren gibt es zudem bei den Wertungsprüfungen in Nufringen und Schönbronn, wo auch ein Verpflegungsstand aufgebaut ist.

Parallel geht übrigens auch zum inzwischen sechsten Mal die Retro-Rallye an den Start. Es ist eine Augenweide für alle Motorsportfans, wenn die unterschiedlichsten, teils geschichtsträchtigen Modelle aus vergangenen Zeiten zu sehen und zu hören sind. Auch hier schickt der MSC Calw mit Markus Proß/Jürgen Walz (Opel Kadett C 1200), Maximilian Frank/Niklas Frank (Seat Ibiza) sowie Erich Redl/Max Redl (VW Polo 86c) drei Autos ins Rennen.

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