Motorsport, Langstrecken-WM Finn Gehrsitz aus Steinenbronn zeigt im Regen einige starke Überholmanöver

Howdy aus Texas: Der Circuit of the Americas war für Finn Gehrsitz eine der schönsten Strecken, auf denen er je gestartet ist. Foto: DPPI

Für Rennfahrer Finn Gehrsitz aus Steinenbronn lief das jüngste Rennen der Langstrecken-WM persönlich richtig gut. Seinem Team kam aber im US-Bundesstaat Texas etwas in die Quere.

Rennfahrer Finn Gehrsitz erlebte beim sechsten Lauf der Langstrecken-Weltmeisterschaft in Austin im US-Bundesstaat Texas ein intensives Wochenende. Schon im Vorfeld hatte sich der junge Steinenbronner professionell im Simulator auf den Circuit of the Americas eingestimmt. „Dank dieser Vorbereitung habe ich mich sofort zurechtgefunden“, nickte er. „Die Strecke ist unglaublich, eine der schönsten, auf denen ich je gefahren bin.“

 

Vor Ort verlangten Temperaturen von über 40 Grad Celsius dem Piloten und seinen Kollegen sowie ihrem französischen Team Akkodis ASP alles ab. „Gerade für unseren Lexus RC F LMGT3 war das eine echte Herausforderung“, erklärt der 20-Jährige. Nach guten Ergebnissen in den Trainingssitzungen gelang im Qualifying der Sprung in die Hyperpole, wo Finn Gehrsitz bei schwierigen Mischbedingungen Platz sieben erreichte. Nach einer Strafe gegen einen Konkurrenten ging es sogar auf Startplatz sechs vor. „Die Hyperpole war eine der schwierigsten dieser Saison, weil die Strecke halb trocken und halb nass war. Da muss ich auf Slicks im Feuchten extrem aufpassen“, schildert der Motorsportler.

Der Renntag stand ganz im Zeichen extremer Wetterkapriolen. Dauerniederschlag führte zu einem Start hinter dem Safety-Car und einer längeren Unterbrechung. Beim anschließenden Einsatz zeigte Finn Gehrsitz eine seiner bisher stärksten Leistungen in dieser Serie. „Es war das erste Mal für mich im Lexus im Regen – und das gleich auf einem so anspruchsvollen Kurs“, sagte er. Von der ersten Runde an hatte er dennoch ein gutes Gefühl und konnte sofort Positionen gutmachen.

Über weite Strecken gehörte Finn Gehrsitz zu den Schnellsten Feld und zeigte zahlreiche starke Überholmanöver. Eine Stop-and-Go-Strafe nach einem Vergehen in der Boxengasse warf das Team jedoch weit zurück. „Das war natürlich bitter, weil wir damit jede Chance auf ein Top-Ergebnis verloren haben.“ Trotz aller Bemühungen reichte es am Ende nur zu Platz 14 in der hart umkämpften LMGT3-Klasse. „Trotzdem war es für mich persönlich ein starkes Wochenende ohne Fehler und mit einer sehr guten Pace, besonders im Regen.“

Der nächste Lauf findet nun am 28. September im japanischen Fuji statt „Wir haben gezeigt, dass wir auch unter schwierigsten Bedingungen konkurrenzfähig sind“, nickt Finn Gehrsitz und verspricht. „Jetzt wollen wir wieder angreifen.“

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