Der Fahrer hatte das Unfallauto und seine verletzte Beifahrerin zurückgelassen. Wie die Polizei bei ihren Ermittlungen vorgeht.

Böblingen: Anke Kumbier (ank)

Nach einem schweren Unfall am Freitagabend zwischen Herrenberg und Sulz am Eck war der Fahrer des Unfallautos geflüchtet und hatte seine leicht verletzte Beifahrerin zurück gelassen. Polizei und Feuerwehr starteten daraufhin eine große Suchaktion, die am Freitagabend jedoch ohne Ergebnis blieb.

 

Auch am Montag fahndet die Polizei weiter. Der Fahrer sei weiterhin flüchtig, teilt ein Polizeisprecher auf Nachfrage mit. Bislang gebe es keine Hinweise auf seinen Aufenthaltsort. Die Gründe für den Unfall sind ebenfalls noch unklar. Die Ermittlungen laufen, so der Sprecher.

Wie die Polizei bei den Ermittlungen vorgeht

Grundsätzlich bestünden polizeiliche Ermittlungen aus dem Sichern und Auswerten von Spuren sowie aus Vernehmungen von Beteiligten und Zeugen. In diesem speziellen Fall führt die Polizei laut Sprecher beispielsweise auch Ermittlungen bei Krankenhäusern, Rettungsdiensten und Taxiunternehmen durch, um Anhaltspunkte zu einem möglichen Fluchtweg des Autofahrers zu erhalten. Außerdem sind Fahrzeug und Kennzeichen bekannt, auch mit diesen Informationen forscht die Polizei weiter.

Der Fahrer war mit seinem BWM am Freitag gegen 19 Uhr alleinbeteiligt von der Straße abgekommen, das Auto überschlug sich mehrfach und landete in einem Acker. Die 31 Jahre alte Beifahrerin wurde dabei leicht verletzte. Zeugenaussagen zufolge war auch der Fahrer verletzt. Bei der Suche nach ihm waren am Freitagabend mehrere Polizeistreifen, die Feuerwehr, ein Hubschrauber und die DLRG mit einer Drohne im Einsatz.