Nadelöhr A 81 bei Leonberg Endspurt im Engelbergtunnel: Drei Dinge fehlen noch bei der Reparatur

Die Weströhre des Engelbergtunnels kurz nach dem verheerenden Feuer: verbrannte Leitungen, abgeplatzter Beton Foto: Simon Granville

Neue Leitungen wurden verlegt, und es passiert noch mehr: Im Autobahntunnel, der beim Lkw-Brand vom 3. März schwer beschädigt wurde, laufen die Arbeiten weiter.

Leonberg: Marius Venturini (mv)

Kommt die Entlastung im Engelbergtunnel nun doch schneller als gedacht? Beim Lkw-Brand vom 3. März war die Weströhre stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Inzwischen haben Spezialisten neue Leitungen für die Brandmeldeanlage verlegt. Das teilte Wolfgang Grandjean, Leiter Unternehmenskommunikation bei der Autobahn GmbH Niederlassung Südwest, am Mittwochmittag mit. Damit könne die Anlage nun wieder eine Verbindung zur Verkehrsleitzentrale herstellen.

 

Aktuell ist in der Weströhre eine Spur der A 81 aus Richtung Heilbronn zum Autobahndreieck Leonberg freigegeben. Vor dem Feuer waren es zwei Spuren Richtung Dreieck sowie eine in Richtung Heilbronn. Während der bereits viele Jahre andauernden Sanierung der beiden Röhren – unabhängig vom Brand – fließt der Verkehr in der Oströhre zudem zweispurig in Richtung Heilbronn.

Engelbergtunnel: Leitungen für Brandmeldeanlage liegen – doch es fehlt noch einiges

Brandmeldeleitungen sind also verlegt – und was kommt dann? „Es fehlen nach wie vor Sichtweitesensoren, Abluftventilatoren und die Videokameras“, zählt Grandjean auf. Wann genau die Ersatzteile geliefert werden können, darauf will und kann er sich nicht festlegen. Klar ist nur: „Unser Ziel ist, so schnell wie möglich eine zweite Fahrspur zu öffnen.“

Ein weiteres Thema ist die Beleuchtung im Tunnel. Auch sie ist beim Brand zerstört worden, derzeit erhellt ein Provisorium die Weströhre. „Das bleibt auch erst mal so“, sagt Grandjean. Wenn die Beleuchtung erneuert werde, könne dies laut dem Unternehmenssprecher innerhalb von einer oder zwei Nächten geschehen.

Bei dem Brand eines mit Kühlschränken beladenen Sattelzug-Aufliegers am Nachmittag des 3. März waren zwei Menschen verletzt worden. Zudem wurde die Weströhre des Engelbergtunnels massiv beschädigt: Leitungen und Schilder schmolzen, Beton platzte von der Tunnel-Innenwand ab. Bis zum 19. März war die Weströhre komplett gesperrt, Leonberg sowie die Städte und Gemeinden im Umland ächzten unter dem horrenden Ausweich- und Umleitungsverkehr.

Situation auf den Umleitungsstrecken hat sich gebessert

Mittlerweile hat sich die Situation im Umland wieder etwas gebessert, da ein großer Teil der Schwerlastverkehrs wieder über die Autobahn fährt – und dort teils viele Kilometer lange Staus in Kauf nimmt, die je nach Tageszeit bis hinter die Autobahnabfahrt Zuffenhausen reichen.

„Auf den Umleitungsstrecken hat sich nach den teilweise chaotischen Zuständen Anfang März die Lage zwischenzeitlich deutlich entspannt“, bestätigt auch Steffen Grabenstein, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Ludwigsburg. Das liege exakt daran, dass der Fernverkehr nun überwiegend auf der Autobahn bleibe. „Natürlich herrscht auch über Land insbesondere zu den bekannten Stoßzeiten immer noch viel mehr Verkehrs als sonst.“ Dieser fließe aber insgesamt erheblich besser ab. „Das bestätigen uns auch die primär betroffenen Kommunen Ditzingen, Gerlingen und Leonberg.“

Weitere Themen