Naherholungsgebiet in Stuttgart Stadt spart: Kein Sicherheitsdienst mehr am Max-Eyth-See
Das Naherholungsgebiet am Max-Eyth-See sorgt immer wieder für Konflikte. Jetzt wirkt sich der Sparhaushalt der Stadt auch hier auf besondere Weise aus.
Das Naherholungsgebiet am Max-Eyth-See sorgt immer wieder für Konflikte. Jetzt wirkt sich der Sparhaushalt der Stadt auch hier auf besondere Weise aus.
Die Probleme rund um den Max-Eyth-See sind bekannt: Falschparker, Müll, Brände durch illegales Grillen, Lärm und Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern. Die Stadt reagierte in den letzten Jahren mit verschiedenen Maßnahmen und richtete gleichfalls einen Sicherheitsdienst ein, der die Besucher des Sees auf die Fehler aufmerksam macht. Jetzt gab es erstaunte Gesichter im Bezirksbeirat Mühlhausen, als Bezirksvorsteher Ralf Bohlmann über die wichtigsten Ergebnisse und Neuigkeiten des Runden Tisches mit Anrainern und der Stadt informierte.
„Es gibt keinen Sicherheitsdienst mehr, die Stadt hat keine Mittel“, erklärte Bohlmann. Weiterhin solle es aber Poller an der Wagrainstraße geben gegen Falschparker. An der Schranke bei der Zufahrt zum See an der Haltestelle Wagrainstraße sollen neue Schlösser eingewechselt werden, damit auch hier verhindert wird, dass unerlaubt Besucher an den See mit dem Auto fahren.
In diesem Jahr sei, so Bohlmann, auch wieder eine viermalige Mahd (naturverträgliches Mähen) des Hornblatts im See geplant, damit die Segler und Bootsfahrer weiterhin das Gewässer nutzen können.
Die erste Mahd starte am 1. Juli. Am See werden zudem zwei neue automatische Toilettenanlagen aufgestellt, eine im Bereich Wagrainstraße, die andere am Klassenzimmer am See. Im Sommer würden noch mobile Toiletten hinzukommen.
Das Radwegekonzept solle Mitte des Jahres am See umgesetzt werden, welches den Neckardammweg von Radlern freihalten soll. Hierzu gab es immer wieder Kritik von betroffenen Bürgern, Anrainern und Vereinen über die unzureichende Beschilderung und Aufklärung der Stadt etwa auf der Homepage zum Radfahrverbot an Wochenenden und Feiertagen. Auch wurde die Unübersichtlichkeit der großen Infotafeln der Stadt am See moniert. Zuletzt hinterfragte CDU-Bezirksbeirätin Monika Kurfeß, inwieweit der Radwegeplan Max-Eyth-See denn zum Verkehrsstrukturplan der Stadtbezirke Mühlhausen und Hofen passe, der ja ebenfalls noch nicht verwirklicht sei.
Zur Umsetzung des Nilgansmanagements für die ganze Stadt kündigte Bohlmann weitere Informationen in einer der nächsten Sitzungen an, während der landwirtschaftliche Obmann Jochen Brust einmal mehr den Einsatz des Jagdpächters forderte, um gegen die Nilgänse auf den Feldern vorzugehen und die Population zu minimieren.