Narrenzunft Donner-Hexen Vereine sollten Vorbild sein in Sachen Respekt, Empathie und Fairness

, aktualisiert am 15.04.2026 - 10:48 Uhr
Die Donner-Hexen beim Nachtumzug. Jüngst gab es Probleme vor allem bei den Gardetanzenden. Foto: Andreas Rosar

Sticheleien und üble Nachreden bei den Donner-Hexen sollten vom Vorstand ernst genommen werden nach den vielen Austritten, meint unsere Autorin Iris Frey.

Lokales: Iris Frey (if)

Die Fasnet ist eine Zeit der Ausgelassenheit, Fröhlichkeit und damit etwas Positives. Doch schaut man hinter die Fassade bei der Narrenzunft der Donner-Hexen, sieht es mitunter anders aus. Da scheint der Spaß schnell aufzuhören. Dort, wo Gardetanzende sich das ganze Jahr darauf vorbereiten, in der Fasnet für Abwechslung zu sorgen, herrscht offenbar nicht immer eitel Sonnenschein. Im Gegenteil. Es herrscht Fassungslosigkeit über persönliche Animositäten, die sich in subtiler übler Nachrede ausdrücken. Sie belasten nicht nur jedes Mitglied persönlich in ihrem Leben, sondern auch das Klima und den Zusammenhalt im Verein.

 

Sicherlich, diese Ungereimtheiten kommen möglicherweise auch in anderen Vereinen vor. Doch wenn Konflikte auftreten, wäre es geboten, sie zügig ehrlich, offen und konsequent auszuräumen. Doch das ist aus Sicht der Ausgetretenen nicht passiert. Der Vorstand hat sich zwar die Probleme angehört, doch die Struktur ist gleich geblieben. Die Austritte einiger Mitglieder bezeichnete der Vorstand als „natürliche saisonale Fluktuation“, ohne genaue Zahlen an Austritten und Eintritten zu nennen. Die Chance auf einen Neuanfang wurde somit eindeutig verpasst.

Teils tief gehende Verletzungen bei ausgetretenen Mitgliedern

Die Konflikte haben bei einzelnen Mitgliedern, die ausgetreten sind, Spuren hinterlassen, teils tief gehende Verletzungen. Das ist bei den jungen Menschen, die mangelnden Respekt erfahren haben, nicht einfach. Vereine und Vorstände sollten sich dessen bewusst sein. Sticheleien und üble Nachreden in jungem Alter sollten ernst genommen und konsequent unterbunden werden.

Konstruktiv ist das nicht, wie sich der Vorstand verhält. Sondern eher uneinsichtig. Von einem offenen und respektvollen Austausch kann keine Rede sein. Denn manche Vorwürfe wiegen so schwer, dass sie keinem Menschen zustehen, sie so zu behaupten. Da bleibt nur der Appell an den Vorstand, die Rückmeldungen der ausgetretenen und gekündigten Mitglieder ernst zu nehmen und zu handeln, damit dies ein einmaliger Vorfall bleibt und sich nicht alles wiederholt und weitere junge Menschen enttäuscht werden.

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