Neu in Stuttgart-West: Mana Zu Gast bei Freunden – der libanesischen Küche

Das Mana Café in Stuttgart-West bietet neben Kaffee und Kuchen libanesische Leckereien an. Foto: Tanja Simoncev

Wo einst die Bar Vicino ihre Gäste mit Kaffee und Co. versorgte, warten bei Mana nun neben dem koffeinhaltigen Start in den Tag auch libanesische Leckereien auf Stuttgarts Food-Fans.

Stadtkind: Tanja Simoncev (tan)

Wer von dem neuen Gastro-Spot in Stuttgart-West erfährt, hat nicht nur einen Ohrwurm: „Manamana - Badiiibidibi...“ – sondern direkt auch gute Laune. Diese bleibt auch beim Betreten der neuen Café-Bar bestehen.

 
Patrik Renz und Hassan Hammoud vor ihrem Café Mana. Foto: Mana

Entspanntes Soft-Opening bei Mana

Name und Slogan „Slow down, sip up“, die sie den Kreativköpfen von Studio Brot in und aus Stuttgart-Süd zu verdanken haben, sind hier Programm und werden gelebt – entspannt, gastfreundlich und voll motiviert. Die Chefs sind Freunde, aktuell begrüßen sie viele ihrer Freund:innen, aber auch alle anderen Gäste fühlen sich direkt willkommen.

Und auch die Nachbarschaft rund um den Hölderlinplatz freut sich. „Endlich passiert mal wieder was in der alten Bar Vicino“, lässt uns Zoe Amor vom Concept-Store „Milkwood“ weiter oben in der Traubenstraße wissen.

Man befinde sich gerade noch in der Soft-Opening-Phase, das Team spiele sich ein und schule sich in Sachen Kaffee, lässt uns Patrik Renz, einer der Chefs, wissen. Zusammen mit seinem guten Freund Hassan Hammoud – die beiden kennen sich bereits seit 17 Jahren – ist er das Projekt „eigene Gastro“ angegangen.

Der Traum vom eigenen Gastro-Betrieb

Im Gegensatz zu dem 34-Jährigen, der als Werbefilmregisseur unterwegs ist und immer wieder Gastro-Luft schnupperte, betreibt Hassan bereits seit sieben Jahren seine eigene Gastronomie. „Mein Traum war es schon immer etwas Eigenes zu starten.“ Und nicht nur das, der ebenfalls 34-jährige Stuttgarter lässt bei Mana außerdem seine libanesischen Wurzeln miteinfließen – und zwar in der Küche.

Libanesische Leckereien im neuen Mana Café. Foto: Tanja Simoncev

Mana soll nämlich auch als Ableitung von Manakish verstanden werden, einem libanesischen Frühstücksgericht, „vergleichbar mit einem Pizzabrot, das klassischerweise mit Käse, Hackfleisch und Zatar belegt wird. Und Zatar ist wiederum eine Gewürzmischung aus Sesam, Thymian und Oregano, die mit Olivenöl angerührt wird“, erklärt Hassan. Es sei vergleichbar mit Pide, nur nicht so deftig.

„Eigentlich war der Plan, tatsächlich ‚nur’ ein Café zu eröffnen, aber weil wir hier so eine tolle Küche mit drin haben, wollten wir unseren Gästen neben Kaffee und Kuchen auch etwas zum Frühstücken anbieten.“ Etwas Vergleichbares würde es in Stuttgart noch nicht geben.

Das Mana soll mehr sein als nur ein Ort für Kaffee und Kuchen. Foto: Mana

Das bekam Hassan auch von Freund:innen bestätigt, die die libanesischen Gerichte seiner Mutter probiert hatten. Er selbst sei leidenschaftlicher Koch. „Während alle anderen Trash-TV schauen, ziehe ich mir sämtliche Kochsendungen rein.“

Libanesischer Brunch im Meze-Style

Bei Mana versteht man sich sowohl als Café als auch als Frühstückslocation. Jeden Tag gibt es frisch gebackene Kuchen von Hassans Frau Merve. Am Wochenende soll neben den Manakish, die es auch jeden Tag gibt, außerdem ein libanesischer Brunch angeboten werden. Ohne Karte, dafür aber mit diversen, libanesischen Leckereien. „Es wird dann im Meze-Style aufgetischt.“

Seit etwa einer Woche arbeitet das Team rund um Patrik und Hassan an einer Routine, erledigt letzte Einkäufe und packt Pakete aus. „Ein bisschen Deko fehlt noch“ – und dann soll richtig durchgestartet werden, sagt Hassan. Auch mit Hassans Mutter in der Küche. „Von Mamas Hand schmeckt’s einfach anders.“ Klar, dass Mana (auf Griechisch) auch Mama bedeutet.

Mana, Traubenstr. 45, Stuttgart-West, tägl. 8-16 Uhr

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