Die Bauarbeiten für die neue Mega-Kreuzung an der A 81 sollen am 16. März beginnen. Was bedeutet das für Pendler und die lokale Infrastruktur in den nächsten Monaten?
Auf der Wolfgang-Brumme-Allee in Böblingen entsteht eine neue Mega-Kreuzung. Die Bauarbeiten dafür beginnen aller Voraussicht nach am Montag, 16. März. Die Kreuzung soll künftig bei der Umfahrung der Böblinger Innenstadt eine entscheidende Rolle spielen – also den Verkehr vom Zentrum fernhalten.
Neue Mega-Kreuzung an der A 81 entsteht auf Höhe des Bauhofs
Es geht um den sogenannten Knotenpunkt Wolfgang-Brumme-Allee, der auf Höhe des gemeinsamen Bauhofs von Böblingen und Sindelfingen entsteht. Noch ist davon wenig zu sehen, doch an dieser Stelle sollen künftig die Querspange Ost – die neue Böblinger Ortsumfahrung – und die Flugfeld-Allee aufeinandertreffen.
Der Bauhof ist noch da, muss aber auf lange Sicht umziehen. Die alte Autobahnauffahrt an dieser Stelle wurde bereits verlegt. Sie befindet sich inzwischen einige Hundert Meter westlich und führt über das Flugfeld auf die A 81. Damit die Flugfeld-Allee das Mehr an Verkehr fassen kann wurde sie zwischen neuer Auffahrt und Böblinger Festplatz bereits vierspurig ausgebaut.
Zusammen mit dem Bau der neuen Kreuzung soll nun – zeitlich leicht versetzt – auch ein kleiner Lückenschluss erfolgen. Dafür werden 80 Meter Flugfeld-Allee neu gebaut. Die Straße führt künftig vierspurig weiter hinter dem Tower 66 entlang bis zum neuen Knotenpunkt. Von dort geht es dann nach links weiter über die Autobahnbrücke nach Sindelfingen oder nach rechts in die Böblinger Innenstadt. Bis es geradeaus weiter auf die Umgehungsstraße geht, dauert es noch. Für den Bau der Querspange Ost zwischen Wolfgang-Brumme-Allee und Leibnizstraße gibt es noch kein konkretes Datum.
Knotenpunkt und Lückenschluss an der A 81 in Böblingen
Während der Ausbau des Knotenpunkts in den Aufgabenbereich der Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH), die die Erweiterung der A 81 koordiniert, fällt, sind die Stadt Böblingen und der Zweckverband Flugfeld für den Lückenschluss zuständig. Allerdings kam die Deges im vergangenen Jahr offenbar zu dem Schluss, dass es einfacher wäre, beim Bau des Knotenpunkts das neue Stück Flugfeld-Allee gleich mitzubauen.
Autofahrern drohen Sperrungen – „Das wird die nächsten Monate so sein“
Gesagt und wohl auch bald getan. Die Kosten für den kleinen Lückenschluss von rund einer Million muss aber weiter die Stadt tragen. Bis August will die Deges mit dem Ausbau des Knotenpunkts so weit fertig sein, dass dann mit dem Lückenschluss begonnen werden kann. „Der Lückenschluss kommt ab dem Zeitpunkt, wenn wir mit dem Verkehr auf dem Straßenteil sind, das wir jetzt noch bauen müssen“, erklärt der Deges-Projektleiter Johannes Kuhn den zeitlichen Ablauf. „Der Verkehr muss ganz auf der Bauhofseite laufen, dann haben wir das Baufeld frei.“
Für die Autofahrer, die zwischen Böblingen und Sindelfingen pendeln, bedeutet das vor allem eins: „Ab jetzt gibt es mehrere Bauphasen, wo die Strecke immer einspurig in jede Richtung verlaufen wird“, sagt Kuhn. „Das wird die nächsten Monate so sein. Das Baufeld benötigen wir.“
Deges will im ersten Abschnitt Großteil des Querschnitts an der A 81 bauen
Sobald die vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen sind, wolle man versuchen, den Verkehr so weit wie möglich auf die westliche Seite der Wolfgang-Brumme-Allee zu drücken – also auf die Motorworld-Seite. So habe man ein möglichst großes Baufeld, um den Knoten und den Anschluss an die neue Brücke über die A81 zu bauen. Derzeit läuft der Verkehr noch über eine Behelfsbrücke. Voraussichtlich am zweiten Maiwochenende muss die Autobahn dann für den Einhub der neuen Brückenträger gesperrt werden – und im Sommer noch einmal für den Rückbau der Behelfsbrücke.
Um die baustellenbedingten Einschränkungen, die durch den Bau des Knotenpunkts entstehen, so gut wie möglich zu nutzen, so Kuhn, planten auch andere Bauträger, in den kommenden Monaten aktiv zu werden. So wolle das Staatliche Hochbauamt in der Zeit, in der die Straßenseite an der Polizei ohnehin gesperrt ist, die Zufahrt zur Wildermuth-Kaserne ertüchtigen. Auch der Bauhof soll eine neue Zufahrt bekommen.