Neues auf dem Ex-W&W-Areal Minigolf statt Punschwald am Feuersee

Valentin Hillengass und Philipp Hettler gehen die Ideen nicht aus: Diesen Sommer haben sie auf dem ehemaligen W&W Areal am Feuersee eine Minigolf-Anlage eröffnet. Foto: Petra Xayaphoum

Die Feuersee Open haben eröffnet: Statt über 900 Tannen im Winter stehen auf dem ehemaligen W&W Areal in Stuttgart-West nun 15 schicke Minigolf-Bahnen.

Stadtkind: Petra Xayaphoum (px)

Die über 900 Tannen, die diesen Winter für den Punschwald auf dem ehemalige W&W Areal aufgestellt wurden, sind verschwunden. Die Holzhackschnitzel, die den Boden bedecken und das ganze Areal ein bisschen waldiger, ein bisschen gemütlicher machen, sind zwar immer noch da. Doch sie umsäumen statt Tannenbäumen nun 15 Minigolfbahnen, dazu Sonnenschirme, Sonnenliegen, Sitzgruppen. Das ehemalige W&W Areal hat sich in einen Minigolf-Platz verwandelt: Die Feuersee Open sind ab diesem Donnerstag eröffnet.

 

Minigolf und Afterwork am Feuersee

Hinter der Aktion stecken Valentin Hillengass und Philipp Hettler, die auch schon für das Winter-Wonderland am Feuersee „Punschwald“ verantwortlich waren und die das W&W Areal seit nunmehr zwei Jahren mit diversen Initiativen bespielen. „Die Idee zu den Feuersee Open hatten wir spontan eines Abends“, erinnert sich Valentin zurück. Sie wollten dieses Jahr im Sommer etwas Besonderes aufs Areal bringen, Biergärten gäbe es ja genug. Beim Stöbern auf Kleinanzeigen.de fanden sie dann die Minigolf-Bahnen, die ein Paar im Norden Deutschlands nach der Schließung ihrer Minigolf-Anlage eingestellt hatte. „Da haben wir sofort zugeschlagen.“

Da die Bahnen aus den 80ern schon einige Jahrzehnte und nordische Witterungsbedingungen auf dem Buckel hatten, musste das Team sie erst mal instandsetzen. „Zu fünft haben wir jetzt zwei Wochen lang geschliffen, gestrichen und geputzt“, berichtet der Stuttgarter. Nun sind die grün-schwarzen Bahnen – und eine rosafarbene „Kessler-Bahn“ mit Looping und Kessler-rosé-Flaschen als Deko – ein echter Hingucker. Allem voran sind Hindernisse dabei, die man nicht in jeder Minigolf-Anlage sieht. Zum Beispiel eine Bahn mit Brunnen, eine, die sich über verschiedene Plateaus erstreckt und mehr.

15 Bahnen mit außergewöhnlichen Hindernissen. Foto: Petra Xayaphoum

Für fünf Euro pro Person (Erwachsene) kann man sich ohne Zeitlimit auf den 15 Bahnen austoben. Maximal 40 Leute sollen gleichzeitig spielen können, theoretisch stehen aber bis zu 70 Schläger zur Verfügung. „Wenn zwei bis drei Leute auf eine Bahn kommen, dann muss man nicht zu lange warten und es macht allen Spaß“, sagt Valentin.

Eintritt kosten die Feuersee Open keinen, man kann auch einfach aufs Areal kommen, um ein Bierchen zu zischen und die Kids in der Spiel-Area toben zu lassen, ohne Minigolf zu spielen. Neben Minigolf stehen auch eine Tischtennisplatte sowie ein Tischkicker zur Bespaßung zur Verfügung.

Ein Kiosk versorgt das Publikum mit kühlen Softdrinks, Bier, Sekt und Spritz sowie Roter Wurst (4,50 Euro), Hotdogs (4,50 Euro), Maultaschen mit Kartoffelsalat (7,50 Euro) und Pizza (10 Euro) – alles ist auch vegan erhältlich). Events wie Minigolf-Turniere und Minigolf-Afterworks hat das Team bereits Planung.

Feuersee Open bis Oktober geplant

Wenn die Feuersee Open gut ankommen, sollen sie bis Oktober auf dem ehemaligen W&W Areal bleiben, danach werden sie vom Punschwald wieder abgelöst werden. Nach aktuellem Stand dürfen Valentin Hillengass und Philipp Hettler noch bis mindestens Februar nächsten Jahres weitermachen und das leerstehende Areal am Feuersee in Zwischennutzung bespielen. Wann die Bagger tatsächlich anrücken, ist aktuell noch nicht klar.

Feuersee Open Ehemaliges W&W-Areal, Gutenbergstr., Stuttgart-West, Do+Fr 16-22 Uhr, Sa+So 12-22 Uhr

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