Neues in der Esslinger Altstadt Modehaus Kögel wird zur Rollschuhbahn
Anfang 2024 schloss das Modehaus Kögel in Esslinger seine Pforten. Dennoch ist in den Räumlichkeiten vieles am Laufen – sogar auf Rollschuhen.
Anfang 2024 schloss das Modehaus Kögel in Esslinger seine Pforten. Dennoch ist in den Räumlichkeiten vieles am Laufen – sogar auf Rollschuhen.
Das Modehaus Kögel in Esslingen kleidet zwar nicht mehr ein, aber es begleitet Kulturfans bei verschiedenen Anliegen. Noch bis einschließlich Sonntag, 29. Juni, gibt es den Pop-up-Kulturladen der städtischen Kultureinrichtungen in den Räumlichkeiten des ehemaligen Bekleidungsgeschäftes in der Zehentgasse 1 hinter dem Alten Rathaus in der Innenstadt. In dem Kulturladen ist seit Anfang Mai vieles am Laufen – selbst Rollschuhlaufen gehört zum Angebot.
Begleiten statt einkleiden – das Konzept funktioniert laut Kulturamtsleiterin Alexa Heyder sehr gut: „Unsere Zwischenbilanz fällt sehr positiv aus“, sagt sie. Viele Menschen kämen spontan und neugierig ins Haus, um sich über die Kulturangebote zu informieren, und auch die Veranstaltungen im Mai seien durchweg gut besucht gewesen.
Denn in den großen Schaufenstern in der Fischbrunnenstraße und der Zehentgasse des ehemaligen Modegeschäfts präsentieren sich die städtischen Kultureinrichtungen, zeigen ihre Angebote, geben Einblicke in ihre Arbeit, bieten Kostproben des Esslinger Kulturangebots. In den Räumlichkeiten können zudem bei unterschiedlichen Formaten der Austausch und die Begegnung mit anderen Interessierten, mit der Kulturverwaltung oder Kulturakteuren gepflegt werden, teilt das Kulturamt mit. Ende Januar vergangenen Jahres hatte das Modehaus nach 122 Jahren Familientradition seine Pforten geschlossen. Seither wird es übergangsweise für verschiedene Zwecke genutzt – im Mai und Juni von den städtischen Kultureinrichtungen. Geöffnet ist der Pop-up-Kulturladen immer, wenn dort etwas stattfindet: Veranstaltungen, Treffen, Workshops, Kunst oder Mitmach-Angebote.
Besucht werden kann der Kulturladen aber auch donnerstags, außer an Feiertagen. Von 17.30 bis 19 Uhr wird dann der „KulturKontakt“ gepflegt, ein regelmäßiges Gesprächsangebot des Kulturamtes. Zu sehen gibt es auch etwas. Die Ausstellung „We are Part of Culture“ in den Kögel-Räumlichkeiten etwa stellt queere Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft von der Antike bis zum Ende des 20. Jahrhunderts vor. Am Freitag, 20. Juni, ist Finissage mit dem städtischen Regenbogenempfang um 18.30 Uhr. Zuvor findet um 15 Uhr ein Drag-Workshop von QueerES statt. Die Teilnehmenden probieren erste Schritte eines Drag-Make-ups und einer Drag-Performance aus. Der Workshop kostet 25 Euro. Anmeldungen sind unter drag@queeres.eu möglich. Im Pop-up-Kulturladen wird vieles bewegt. Ende Juni verwandelt sich das Erdgeschoss des ehemaligen Modehauses sogar in eine Rollschuhbahn. Das offene Training mit Dijana Hammans ist für Anfänger und Fortgeschrittene gedacht, die gemeinsam tanzen, Tricks lernen und Spaß haben sollen, teilt das Kulturamt mit.
Die Teilnahme ist kostenfrei, aber nur nach einer vorherigen Anmeldung möglich. Leih-Rollschuhe stehen in begrenzter Anzahl zur Verfügung. Termine sind am Mittwoch, 25. Juni, von 18.30 bis 20 Uhr, und am Sonntag, 29. Juni, von 11 bis 12.30 Uhr. Anmeldungen werden unter https://sohub.io/ypxg entgegen genommen.
Kultur pur ohne Rollschuhlaufen gibt es an anderen Tagen. Am Freitag, 13. Juni, etwa wird eine Art Remake der Ausstellung „...in the days of the bullies“ von Julika Rudelius geboten, die 2023 in der Villa Merkel zu sehen gewesen war. Eine gleichnamige Publikation ist nun erschienen. Der Ausstellungskatalog wird am Freitag, 13. Juni, um 16 Uhr veröffentlicht, ab 17 Uhr werden Johannes Kaufmann, Kurator der Ausstellung, und Verlegerin Carmen Strzelecki gemeinsam mit Julika Rudelius über ihre Arbeiten und die Entstehung der Publikation sprechen.
Weitere Veranstaltungen und alle Informationen zur Pop-up-Kultur im ehemaligen Modehaus Kögel gibt es unter www.esslingen.de/kultur-im-koegel .