Neustart in Stuttgart Spitzenkoch Armin Karrer ist zurück – und eine gute Adresse schließt
Armin Karrer wird nach vier Jahren hinter den Kulissen wieder am Herd stehen. Sein Restaurant Armand wird Mitte Mai in Stuttgart eröffnen.
Armin Karrer wird nach vier Jahren hinter den Kulissen wieder am Herd stehen. Sein Restaurant Armand wird Mitte Mai in Stuttgart eröffnen.
2021 war es, als Spitzenkoch Armin Karrer seinen Rückzug aus Fellbach verkündete. Jetzt ist er zurück – Mitte Mai wird er sein Restaurant Armand im Stuttgarter Osten eröffnen. „Ich war nie wirklich weg“, sagt der 57-Jährige gegenüber unserer Redaktion. Das Gastspiel in der Residenz Heinz Winkler in Aschau im Chiemgau im Jahr 2022 war nur von kurzer Dauer. Winkler hatte ihn noch eingestellt, da sie sich aus der gemeinsamen Zeit aus dem Münchner Tantris kannten. Doch nach dem Tod des 73-Jährigen gab es Differenzen.
Karrer blickt nicht zurück, nur nach vorn und auf sein eigenes Projekt. In den vergangenen vier Jahren hat er viele Restaurants gastronomisch beraten, jetzt möchte er wieder selbst am Herd stehen. Sein Ruf eilt ihm hier voraus: 18 Jahren führte er den Fellbacher Zum Hirschen, wo Armin Karrer viele Jahre lang für sein Gourmetrestaurant Avui mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet war.
Seine Wurzeln sind französisch, seine DNA ist in Österreich zu verorten. Der in Kufstein geborene Koch hatte nach Stationen in der Schweiz und in München – darunter bei Heinz Winkler im Tantris und unter Eckart Witzigmann in der legendären Aubergine – 1996 in der Region Fuß gefasst, in der Ulrichshöhe in Nürtingen. Dann war er Küchenchef im Gourmetrestaurant oben im Fernsehturm (1999 bis 2003), ein ambitioniertes Projekt des Michael-Schumacher-Managers Willi Weber. Anschließend hat er als Pächter den Zum Hirschen in Fellbach übernommen.
Nun ist er also zurück am Herd: Mitte Mai möchte er in den Räumlichkeiten des Restaurants Nannina in der Gaishämmerstraße 14 im Stuttgarter Osten sein Lokal Armand eröffnen. Die Gastgeberin Giovanna Di Tommaso hört altersbedingt auf.
„Ich habe lange nach einer guten Lokalität gesucht“, sagt Armin Karrer. Eine Terrasse war ihm wichtig, er möchte mittags und abends geöffnet haben. „Ich möchte hier meine gastronomische Leidenschaft ausleben“, so Karrer, der die mediterrane Küche liebt. So wird es selbstgemachte Pasta, Linsen mit Spätzle, aber auch einen Steinbutt in seinem Restaurant geben. „Am Ende ist das Feedback der Gäste wichtig“, sagt der Koch. Ob er auch wieder einen Michelin-Stern erkochen möchte? „Das ist eine Auszeichnung für kontinuierlich gute Qualität“, so Karrer. Klar sei das eine Bestätigung der Arbeit, doch das werde die Zeit zeigen. Jetzt gehe es ihm erst einmal darum, ein gutes Team aufzubauen.