Am vergangenen Samstag besuchte Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper das letzte Saisonspiel der Stuttgarter Kickers in der Fußball-Regionalliga. Er sah einen 2:0-Heimsieg der Blauen gegen die SG Sonnenhof Großaspach vor 3970 Besuchern im Gazi-Stadion.
An diesem Samstag (15.30 Uhr) stehen sich beide Regionalligisten an gleicher Ort und Stelle erneut gegenüber – im Finale um den WFV-Pokal. Nopper wird beim Kampf um den Titel und dem damit verbundenen lukrativen Ticket für den DFB-Pokal dann aber nicht live auf der Waldau mit dabei sein. Zwei Tage vor seinem 65. Geburtstag wird das Stadtoberhaupt in Berlin dem VfB Stuttgart im DFB-Pokal-Finale die Daumen drücken – wenn es ab 20 Uhr vor knapp 75 000 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion gegen den deutschen Meister FC Bayern München geht.
Dass die Nummer eins und zwei des Stuttgarter Fußballs an einem Tag in einem Finale stehen, ist ein Novum. Nopper freut sich darüber sehr und geht – wie nicht anders zu erwarten – optimistisch in diesen Feiertag für Blau und Rot: „Ich hoffe und setze am Pfingstsamstag auf einen Stuttgarter Doppel-Pokalsieg, auf den DFB-Pokalsieg des VfB und auf den WFV-Pokalsieg der Kickers.“
Wie Nopper auf Nachfrage mitteilt, will der VfB – trotz der Einladung der Stadt – weder im Falle eines Sieges noch im Falle einer Niederlage im Rathaus empfangen werden. Die Pläne des Vereins sehen anders aus.
Sollte die Überraschung gegen den FC Bayern gelingen, würden der Oberbürgermeister und die Stadträte den Cupsieg mitfeiern, gegebenenfalls gibt es einen Eintrag ins Goldene Buch.
Und die kleinen Kickers? „Sie sind im Falle eines Sieges in aller Form und in allen Ehren ganz herzlich ins Rathaus eingeladen“, sagt Nopper.