Auch bei den Olympisschen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo ist der Glanz der Medaillen trügerisch. Hinter dem edlen Schein steckt weit weniger Gold, als viele vermuten. So viel Geld sind Gold, Silber und Bronze bei den Winterspielen tatsächlich wert.

Digital Desk: Florian Huth

Gold, Silber oder Bronze – eine olympische Medaille ist der greifbare Lohn jahrelanger Arbeit und sportlicher Höchstleistung. Doch bei den Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo haben die Auszeichnungen nicht nur einen enormen ideellen Wert: Auch Material, Gewicht und Herstellung machen sie zu etwas Besonderem. Wie viel die Medaillen tatsächlich „wert“ sind, zeigt ein genauerer Blick auf ihre Zusammensetzung.

 

 

    
So viel sind Bronze, Silber und Gold bei den Olympischen Winterspielen wert

Je nach Farbe unterscheiden sich Gewicht und Materialwert der Gold-, Silber- und Bronzemedaille bei den Olympsischen Winterspielen deutlich.

 
  • Goldmedaille: Sie besteht aus 500 Gramm Feinsilber und sechs Gramm Feingold und hat einen Materialwert von rund 1800 Euro.
  • Silbermedaille: Sie wird aus 500 Gramm Feinsilber gefertigt und liegt bei etwa 1000 Euro.
  • Bronzemedaille: Sie besteht aus 420 Gramm Kupfer und bringt es auf einen Materialwert von gerade einmal vier Euro.

Hergestellt wurden die Olympia-Plaketten vom Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato, der staatlichen Münzprägeanstalt Italiens. Zum Einsatz kamen recycelte Metalle aus eigenen Produktionsabfällen. Alle Medaillen haben einen Durchmesser von 80 Millimetern und sind rund zehn Millimeter dick.

Olympia-Medaillen 2026 mit Sollbruchstelle?

Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo sorgen ausgerechnet die Medaillen für unerwünschte Schlagzeilen. Die Auszeichnungen scheinen eine Sollbruchstelle zu haben: An den ersten beiden Wettkampftagen brach bei mehreren geehrten Athletinnen und Athleten der schmale Steg, an dem das Band an der Plakette befestigt ist.

Betroffen waren unter anderem der deutsche Biathlet Justus Strelow, der mit der Mixed-Staffel Bronze gewann, Abfahrts-Olympiasiegerin Breezy Johnson aus den USA sowie die schwedische Langläuferin Ebba Andersson nach ihrem Silber-Erfolg. Johnson nahm das Missgeschick mit Humor und gab Emma Aicher, der Olympia-Zweiten in der Abfahrt, einen gut gemeinten Rat mit auf den Weg: „Du solltest damit nicht hüpfen.“ Aicher beherzigte den Hinweis und brachte ihre Silbermedaille bei der Party am Sonntagabend frühzeitig in Sicherheit – mit Erfolg. „Meine ist ganz, ich kann mich nicht beschweren“, sagte sie am Montagmorgen.

Bei Johnson und Andersson gab der filigrane Steg kurz nach der Siegerehrung im Überschwang der Gefühle nach. Strelow wiederum verlor den Halt seiner Medaille bei den ausgelassenen Feierlichkeiten im Deutschen Haus. Teamkollege Philipp Nawrath konnte am nächsten Morgen jedoch Entwarnung geben: „Ich hoffe und glaube, dass das relativ schnell wieder zusammenzusetzen war. Einen kleinen Schwund gab es, aber das ließ sich alles beheben.“