Ostfildern: Zwei Mal Kunstrasen für die Sportler

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Stuttgarter ZeitungUm den neuen Kunstrasenplatz in Scharnhausen haben Vereine und Kommunalpolitiker lange gestritten. Weil die Stadtkassen knapp sind, hatte die Stadt Ostfildern zunächst nur die Mittel, ein Spielfeld zu sanieren. Auch der TV Kemnat und die Pfingstweideschule hatten dringend einen Kunstrasen gefordert, gingen aber zunächst leer aus. Fördermittel aus der Sportmilliarde machen aber nun doch beide Projekte möglich. Jetzt wurde der neue Platz in Scharnhausen offiziell eröffnet.
„Ein Projekt gelingt nur, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen“, sagte Oberbürgermeister Christof Bolay in seinem Grußwort mit Blick auf die schwierige Standortfrage eines neuen Kunstrasenplatzes in der Stadt. Letztlich hatten bauliche Gründe den Ausschlag gegeben, dass die 1,2 Millionen Euro teure Anlage in Scharnhausen und nicht in Kemnat platziert wurde. Denn bei der Anlage im Körschtal erwiesen sich die starke Durchfeuchtung des Bodens, die das Versickern und Abfließen von Wasser erschwerte, und die unzureichende Drainage als sehr problematisch. Bei starken Regenfällen war der alte Platz oft nicht bespielbar. Nun kann auf dem Platz das ganze Jahr gekickt werden.

Der neue Kunstrasenplatz in Scharnhausen ist eingezäunt.
Foto: privatNun hat auch der TV Kemnat konkrete Perspektiven. Die Sanierung ihres Platzes, der auch im Ganztagskonzept der Pfingstweideschule hohen Stellenwert hat, stand schon länger fest. Anfang des Jahres kam dann die positive Nachricht aus Berlin, dass Ostfildern dank des bundesweit stark nachgefragten Förderprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ 540 000 Euro erhält.
Deshalb kommt dort nun auch ein Kunstrasenplatz. Starten werden die Bauarbeiten in Kemnat nach Bolays Worten aus organisatorischen Gründen aber erst nach der Generalsanierung und Erweiterung der Pfingstweideschule, die zum Beginn des Schuljahrs 2027/28 abgeschlossen sein soll.
Beim Jugendfußball ziehen Ruit und Scharnhausen an einem Strang
Beim Jugendfußball ziehen der TSV Scharnhausen und der TB Ruit künftig an einem Strang und kicken gemeinsam. In einem Freundschaftsspiel empfing die D-Jugend der nun offiziell gegründeten FSG Ostfildern den Nachwuchs des VfB Stuttgart. Da musste die FSGO mit 1:6 eine Schlappe einstecken. Durch die Fusion sollen Ressourcen gebündelt und der Spielbetrieb für die rund 400 Nachwuchskicker der beiden Klubs gesichert werden.