Partnerstadt von Stuttgart Stuttgart hat nun einen Straßburger Platz

Ob Frank Nopper, Straßburgs Oberbürgermeisterin Jeanne Barseghian, Landtagspräsidentin Muhterem Aras und Marc-Oliver Hendriks, Geschäftsführender Intendant der Staatstheater (v.l.), sowie zahlreiche weitere Helfer enthüllen das Straßenschild am Straßburger Platz. Foto: Lichtgut/Julian/ Rettig

Die Fläche zwischen Landtag und Operngebäude ist nach der Stuttgarter Partnerstadt Straßburg benannt. Ursprünglich war dafür eine andere Fläche vorgesehen.

Stadtentwicklung/Infrastruktur : Christian Milankovic (mil)

Seit 62 Jahren pflegt Stuttgart einer Städtepartnerschaft mit Straßburg – und seit Mittwoch gibt es nun auch einen Platz in der Landeshauptstadt, der den Namen der Elsass-Metropole trägt. Stuttgarts OB Frank Nopper und seine Straßburger Amtskollegin Jeanne Barseghian nutzten die Benennung der Fläche zwischen Landtag und Operngebäude, um die Bedeutung der internationalen Städtepartnerschaft in Zeiten wachsenden Nationalismus’ in Europa zu unterstreichen.

 

Schwierige Standortsuche

„Unsere Partnerschaft ist ungebrochen und entwickelt sich weiter“, sagte Barseghian. Der neu benannte Platz unterstreiche die Bedeutung der starken Verbindungen zwischen Stuttgart und Straßburg. OB Nopper betonte, dass der gewählte Platz an „illustrer und zentraler Stelle“ in Stuttgart liege. Bei der Suche nach einem geeigneten Platz war Kritik am Vorschlag des Rathauses aufgekommen, weil der neue Straßburger Platz zum Teil schlicht als Parkplatz genutzt wird und Teile von einer wenig pittoresken Tiefgarageneinfahrt geprägt sind.

Der neue Straßburger Platz zwischen Oper und Landtag Foto: Lange

Nopper hingegen verwies darauf, dass der Straßburger Platz vielmehr eingerahmt sei vom Landtag einerseits, „der Herzkammer der Demokratie im Lande Baden-Württemberg“, und andererseits von der Oper, wo das „kulturelle Herz des Landes“ schlage. Im weiteren Umfeld befänden sich überdies das Stadtpalais, die Landesbibliothek, das Haus der Geschichte und die Staatsgalerie. Diese Aufzählung verband Nopper mit der Hoffnung, dass sich dort ebenfalls befindliche B 14 eines Tages „zu einem Kulturboulevard“ entwickle.

Geänderte Pläne

An Straßburg erinnerte auf dem Stuttgarter Stadtplan schon vor der Platzbenennung die Straßburger Straße in Zuffenhausen und der Straßburger Weg im Wartbergpark. Und zunächst war ein anderer Platz auserkoren, den Namen der Stuttgarter Partnerstadt zu tragen. Das Dach des neuen Durchgangsbahnhofs, das sich auf der Nordostseite des Bonatzbaus befindet, hätte so benannt werden sollen – bis 2017 die Entscheidung fiel, an der Stelle den legendären Oberbürgermeister Manfred Rommel zu ehren.

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