Patentanmeldungen Bosch bleibt vor Mercedes Spitzenreiter – Hartung hebt Innovationskraft hervor
Wie in den vergangenen Jahren führt Bosch auch 2025 die Liste mit den Patentanmeldungen an. Auf welchen Plätzen Mercedes-Benz, Porsche und Co. folgen.
Wie in den vergangenen Jahren führt Bosch auch 2025 die Liste mit den Patentanmeldungen an. Auf welchen Plätzen Mercedes-Benz, Porsche und Co. folgen.
Das Stuttgarter Technologie- und Dienstleistungsunternehmen Bosch hat hierzulande auch 2025 die meisten Patente beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) angemeldet und ist damit wie in den Vorjahren vor allen anderen Unternehmen auf Rang eins gelandet. Das teilt die Bundesbehörde mit, die die Automobilindustrie weiterhin als die anmeldestärkste Branche ausmacht.
Rund 30 Prozent aller Schreiben reichten die zehn anmeldefreudigsten Unternehmen ein, unter denen sich – wieder einmal – nur Autohersteller oder Zulieferer befinden. Hinter der Robert Bosch GmbH (4109 Anmeldungen) reihen sich der Stuttgarter Autohersteller Mercedes-Benz (2726), BMW (2553), Audi (1912), VW (1627), Porsche (1437) und Schaeffler (1338) ein, gefolgt von den US-Unternehmen GM Global Technology Operations (1193) und Ford Global Technologies (859). ZF (697) schließt die Top-Ten-Liste ab. Mercedes war 2024 Dritter, der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche Vierter.
Bosch hingegen führt die Tabelle an – erneut. Auf die gesamte Bosch-Gruppe entfielen laut einem Konzernsprecher knapp 6300 Patentanmeldungen. „Innovationen und Spitzentechnologie sind die Säulen unserer 140-jährigen Unternehmensgeschichte. Unsere Innovationskraft zeigt sich auch bei den Patentanmeldungen immer wieder aufs Neue“, kommentiert Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung, die neuen Zahlen.
Auch in Europa zähle der Konzern zu den Top-Anmeldern für Patente. Hierzulande halte er etwa 120.000 aktive Schutzrechte.
Dass die Zahl der Anmeldungen seit Jahren so hoch ist, sei „der breiten Aufstellung von Bosch als weltweit tätigem Technologieunternehmen geschuldet und unterstreicht unsere führende Rolle als globaler Innovationstreiber“, ergänzt Peter Möldner, Leiter Patente des Konzerns und erklärt: „Bei unseren Patentanmeldungen setzen wir in erster Linie auf Qualität, indem wir uns konsequent auf marktrelevante Technologien konzentrieren – insbesondere in strategischen Zukunftsfeldern wie Fahrerassistenz, Elektromobilität, künstlicher Intelligenz und Halbleiter.“
Insgesamt stieg die Zahl der Patentanmeldungen in Deutschland laut dem DPMA 2025 im Vergleich zu 2024 um 4,7 Prozent auf 62.050 – und 42.395 dieser Anmeldungen wiederum stammten von inländischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen oder freien Forschern. „In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es ein gutes Zeichen, dass der Schutz von Innovationen gerade für Unternehmen aus Deutschland weiter hohe Priorität hat“, wird DPMA-Präsidentin Eva Schewior in der Mittelung ihrer Behörde zitiert.
Dieser zufolge entfielen – bedingt durch die Dominanz der Autoindustrie – auf das Technologiefeld „Transport“ (Sektor Maschinenbau) wieder die mit Abstand meisten Anmeldungen. Neben der Entwicklung von Informations- und Unterhaltungssystemen im Auto (Infotainment) bleibt laut dem DPMA etwa auch die Weiterentwicklung von Elektroantrieben und den zugehörigen Komponenten ein wachsender Bereich. Auch Lösungen für einen erhöhten Komfort im Fahrzeug sowie für sicherheitsrelevante elektrische Komponenten nehmen zu.
Im zweitstärksten Technologiefeld – „Elektrische Maschinen und Geräte, elektrische Energie“ – erlebt zudem die Unterklasse mit den Batterien und Brennstoffzellen einen klaren Zuwachs an Anmeldungen.
Die schlüsselt das DPMA auch unterteilt nach Bundesländern auf. Demnach kamen erneut nirgendwo aus Deutschland mehr Patentanmeldungen als aus Baden-Württemberg, auch wenn das wieder zweitplatzierte Bayern deutlich aufschloss. Dritter wurde erneut Nordrhein-Westfalen. Auch bei den Anmeldungen pro 100.000 Einwohner im Bundesland verbleiben Baden-Württemberg und Bayern auf Rang eins und zwei, Niedersachsen rückt dagegen auf das Podest.