Pfingstferien Porsche-Produktionsflaute mit Schließtagen in Zuffenhausen
Der Sportwagenhersteller muss bei der Fertigung auf die Bremse treten. von diesem Freitag an gibt es im Stammwerk Schließtage, die sich über die gesamte Folgewoche hinziehen.
Der Sportwagenhersteller muss bei der Fertigung auf die Bremse treten. von diesem Freitag an gibt es im Stammwerk Schließtage, die sich über die gesamte Folgewoche hinziehen.
Der Absatz beim Stuttgarter Autohersteller Porsche schwächelt deutlich. Das wirkt sich auch in der Produktion aus; der Autobauer will nicht auf Halde produzieren und kürzt deshalb die Fertigung mit Hilfe von Schließtagen.
Das Unternehmen leidet vor allem unter dem massiven Rückgang des Absatzes im riesigen chinesischen Markt und unter der Marktschwäche im Bereich der E-Mobilität außerhalb Chinas. Weil Porsche nur in Europa fertigt, trifft die Schwäche in China die heimischen Standorte besonders stark.
An diesem Freitag, dem 22. Mai, sowie in der Woche nach Pfingsten sollen Teile der Produktion ruhen, Am Freitag, 8. Mai, war dies bereits der Fall. „Wir bestätigen die Schließtage in einzelnen Gewerken der Produktion in Zuffenhausen“, erklärte ein Unternehmenssprecher bereits vor einigen Tagen zu entsprechenden Informationen unserer Zeitung.
„Wir richten unsere Fertigung nach der Auftragslage aus, dadurch kommt es naturgemäß zu Schwankungen“, heißt es weiter. Darüber hinaus seien Schließtage notwendig, um in der Produktion erforderliche Instandhaltungs- und Umbaumaßnahmen vorzunehmen.
Seit dem Rekordjahr 2023 sinken die Absatzzahlen des Unternehmens deutlich. Im vergangenen Jahr gingen sie gegenüber 2023 um 12,7 Prozent zurück und lagen damit auch leicht unter dem Niveau des letzten Vor-Corona-Jahres 2019. Im ersten Quartal des laufenden Jahres sank der Absatz erneut um 15 Prozent.
Vor allem der in Zuffenhausen gebaute Elektro-Sportwagen Porsche Taycan verkauft sich nach starkem Start seit Längerem schwach. Gründe sind die allgemeine Nachfrageschwäche im E-Auto-Markt sowie der harte Wettbewerb in China. Der Porsche 911 dagegen erreichte im vergangenen Jahr als Verbrenner und T-Hybrid eine neue Bestmarke. Das reichte jedoch nicht aus, um den Rückgang insgesamt auszugleichen. Der neue Porsche-Chef Michael Leiters, der Anfang des Jahres Oliver Blume ablöste, will Porsche stärker auf Effizienz ausrichten. Dazu gehört auch, die Personalstärke in administrativen Bereichen an ein sinkendes Geschäftsvolumen anzupassen.