Stimmt schon. Es gibt ja da diesen Bären, dessen Fell man nicht verteilen soll, bevor man ihn erlegt hat. Und noch hat der VfB Stuttgart den Bären aus Südbaden nicht erlegt. Doch muss man natürlich darüber nachdenken, was geschieht, wenn man das Halbfinale am 21.April oder 22. April in der MHP-Arena gegen den SC Freiburg gewinnt.
Was findet auf dem Schlossplatz statt?
Im Vorjahr schauten ja Samstagabend zehntausende Fans auf dem Schlossplatz das Finale, am Sonntag wurde dann dort gefeiert. Das wird dieses Jahr nicht gehen. Am Samstag 23. Mai heißen die lokalen Helden auf dem Schlossplatz nicht Undav, Stiller oder Leweling sondern Massive Töne, Afrob und Max Herre. Im Rahmen des SWR-Sommerfestivals feiert die hiesige Hip-Hop-Familie den 30. Geburtstag der Marke 0711.
Der Abend ist schon ausverkauft. Da ohnehin von Freitag bis Sonntag gefeiert wird mit „Tatort“-Premiere, „Pop & Poesie“ und einem Benefizkonzert des Bundespräsidenten, ist der Schlossplatz also das komplette Final-Wochenende belegt. Im Rathaus ist das Thema angekommen, für einen möglichen Empfang am Sonntag ist man gerüstet: „Vorbereiten muss man sich in jedem Fall.“
Welche Möglichkeiten gibt es?
Das gilt auch für den VfB Stuttgart. „Wir prüfen verschiedene Optionen“, sagt ein Club-Sprecher, „unsere Aufgabe ist es, uns professionell vorzubereiten.“ Denn Zigtausende Leute unterzubringen, zu versorgen, Sicherheit zu garantieren, Leinwände zu organisieren, erfordert einen gewissen Vorlauf.
Es bestätigt keiner, aber es liegt nahe, dass es zwei realistische Möglichkeiten für ein Public Viewing gibt. Das Stadion oder den Wasen. Veranstalter würde sicherlich wieder wie im Vorjahr der VfB sein. Doch ob die Stadt erneut ein so großzügiges Scherflein dazu gibt wie im Jahre 2025? Damals steuerte die Stadt 250.000 Euro bei. Doch das war vor dem dramatischen Einbruch der Gewerbesteuer.
Zunächst einmal muss man aber den Bären erlegen.