Freizeit Puzzle-Tipps und Tricks für mehr Spaß

Von Katrin Klingschat  

Puzzeln ist ein beliebter Freizeitspaß für Jung und Alt. Wir verraten Tipps und Tricks, mit denen Sie an Ihrem Puzzle noch mehr Freude haben - und schnelle Erfolge sehen.

Puzzle-Tipps und Tricks für mehr Spaß! Foto: VGstockstudio/Shutterstock
Puzzle-Tipps und Tricks für mehr Spaß! Foto: VGstockstudio/Shutterstock

Puzzle sind kein Kinderkram – zumindest nicht nur. Das Legespiel macht auch im Erwachsenenalter noch Spaß und bietet vor allem an verregneten oder kalten Tagen eine tolle Beschäftigung in den eigenen vier Wänden. Für viele Menschen sind Puzzle ideal, um zu entspannen und sich in Geduld zu üben. Aber nicht nur das: Puzzeln regt auch das Gehirn an und hält uns geistig fit. Denn beim Puzzeln werden beide Gehirnhälften gleichermaßen stimuliert: Die linke Gehirnhälfte ist „die analytische“, die versucht, die einzelnen Teile logisch zu sortieren. Die rechte Gehirnhälfte („die kreative“) sieht das große Ganze und arbeitet intuitiv.

Ob Kinderpuzzle mit 10 Teilen oder das größte Puzzle der Welt (über 40.000 Teile): Wenn Sie ein paar Tipps und Tricks beachten, macht das Legespiel noch mehr Spaß.

Unsere 11 Puzzle-Tipps:

1. Das passende Puzzle wählen

Bei der Wahl des richtigen Puzzles kommt es auf verschiedene Faktoren an:

  • Anzahl der Teile: Für erwachsene Einsteiger sind Puzzle mit bis zu 1000 Teilen gut geeignet. Mit mehr Erfahrung können Sie sich langsam steigern. Das reduziert die mögliche Frustration.
  • Ansprechendes Motiv: Entscheiden Sie sich nicht für irgendein Puzzle, sondern eines, das Ihnen gefällt. So haben Sie direkt mehr Motivation, es fertigzustellen.
  • Schwierigkeitsgrad des Motivs: Starke Kontraste und leuchtende Farben machen es normalerweise einfacher, die richtigen Puzzleteile zu finden. Je eintöniger ein Puzzle, desto schwieriger.
  • Größe der Teile: Für die meisten Puzzler ist die Standardgröße gut geeignet. Für Kinder und Senioren empfehlen sich XXL-Puzzleteile. Profi-Puzzler können auch Spaß an Mini-Teilen haben.

2. Angenehmer Platz zum Puzzeln

Mit einem Puzzle sind sie Stunden, Tage oder gar Wochen beschäftigt. Bei Mega-Puzzeln kann sich das Legespiel sogar über Monate ziehen. Deswegen ist es wichtig, dass Sie einen guten Platz zum Puzzeln wählen. Ein Tisch mit ausreichend viel Platz und ein Stuhl, der eine bequeme Haltung ermöglicht, sind ein absolutes Muss. Wenn Sie besonders viel puzzeln, lohnt sich vielleicht ein spezieller, klappbarer Puzzletisch. Sonst lauern Rücken-, Nacken- und Kopfschmerzen.

3. Richtige Beleuchtung

Dieser Puzzle-Tipp ergänzt den vorherigen, darf aber nicht vernachlässigt werden. Die Augen werden beim Puzzeln besonders gefordert. Daher ist es wichtig, auf eine gute Beleuchtung zu achten. Am besten puzzeln Sie tagsüber am Fenster. Ist nicht genug Tageslicht vorhanden, verwenden Sie helle Lampen oder im Idealfall sogar eine Tageslichtlampe.

4. Flexibel bleiben: Puzzle transportieren können

Die wenigsten Menschen haben einen Tisch, den sie ausschließlich zum Puzzeln nutzen können. Meistens wird dafür der Ess- oder Schreibtisch genutzt. Weil man aber nicht immer pünktlich zur nächsten Mahlzeit mit dem Puzzeln fertig ist, empfiehlt es sich, einen stabilen Karton oder eine spezielle Puzzlematte unter das Puzzle zu legen.

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5. Das Motiv kennen

Halten Sie das Motiv, das Sie puzzeln, stets bereit, damit Sie immer wieder nachsehen können, wo welches Teil hingehören könnte.

Puzzle-Tipp für Profis: Wer eine neue Herausforderung sucht, der kann „blind“ puzzeln – also ohne das Motiv zwischendurch anzusehen. Oder Sie lassen sich von Freunden ein Puzzle ohne Verpackung schenken und puzzeln drauf los, ohne zu wissen, was am Ende dabei herauskommen soll. Solche speziellen Rätselpuzzles gibt es mittlerweile auch zu kaufen.

6. Teile sortieren

Bevor Sie richtig mit dem Puzzeln starten, wartet Fleißarbeit: Sortieren Sie die Teile. Die Randstücke lassen sich einfach herausfinden. Dazu sortieren Sie die Teile nach Farben oder markanten Motiven. Bilden Sie kleine Häufchen oder nutzen Sie verschiedene Behälter.

7. Mit dem Rand beginnen

Diesen Puzzle-Trick kennt wahrscheinlich jedes Kind: Fangen Sie mit dem Rand an. Diese Teile sind markant und lassen sich meist recht schnell legen.

8. Von einfach nach schwer puzzeln

Legen Sie zuerst Objekte, die farblich herausstechen oder einen hohen Wiedererkennungswert haben: Häuser, Gesichter, Tiere und ähnliches. Meistens ist es am einfachsten, diese Fragmente zuerst zu legen.

Dabei ist es nicht schlimm, wenn Sie die einzelnen Teilstücke noch nicht direkt miteinander oder mit dem Rand verbinden können. Dennoch sollten Sie das große Ganze im Blick behalten und regelmäßig prüfen, ob sich Verbindungen herstellen lassen.

Einfarbige Flächen wie Himmel, Wasser oder Wiesen sind meistens schwieriger. Diese können Sie dann um die einfachen Fragmente herum legen.

9. Übung und Pausen führen zum Erfolg

Viele Menschen erreichen beim Puzzeln schnell ihre Frustrationsgrenze. Das können Sie vermeiden, indem Sie folgendes beachten:

  • Steigern Sie die Schwierigkeit beim Puzzeln langsam. Fangen Sie mit kontrastreichen Puzzeln bis 1000 Teile an und steigern Sie dann die Teileanzahl und die Schwierigkeit der Motive.
  • Legen Sie Pausen ein. Irgendwann sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Machen Sie Pausen, beschäftigen Sie sich ein paar Stunden oder Tage mit etwas Anderem und gehen Sie dann mit neuer Motivation zurück ans Puzzle. Oft läuft es dann wieder viel besser.

10. Nicht auf einzelne Teile konzentrieren

Jeder, der gerne puzzelt, kennt mindestens einen dieser Gedanken, die während des Legens auftauchen:

  • Ein Teil fehlt, es ist partout nicht aufzutreiben.
  • Ein Teil ist zu viel, es passt nirgends rein.

Ein wichtiger Puzzle-Tipp: Versteifen Sie sich nie auf einzelne Teile. Legen Sie das fragliche Teil zur Seite oder legen Sie an einer anderen Stelle weiter. Nur in den seltensten Fällen trifft tatsächlich eines der beiden Szenarien zu. Meistens fügt sich am Ende doch alles gut zusammen.

11. Vier Augen sehen mehr als zwei

Wenn Sie auch nach einer Pause nicht weiterkommen, holen Sie sich Hilfe. Jemand, der das Puzzle zum ersten Mal sieht, erkennt passende Teile vielleicht besser oder sieht schneller, wo Fragmente zusammengefügt werden können. Und gemeinsam puzzeln kann viel Spaß machen.

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Extra-Tipp für einfarbige Flächen

Sitzen Sie an einer besonders kniffligen Stelle, an der jedes Teil scheinbar gleich aussieht? Wer Himmel, Wasser oder Wiesen puzzeln muss, steht häufig vor dem Problem, das sich die Teile farblich nicht sortieren lassen, weil sie alle die gleiche Farbe haben. Abhilfe schafft dieser Puzzle-Trick: Sortieren Sie die Teile nach Formen. Am besten wie folgt:

  1. Kein Zahn
  2. Ein Zahn
  3. Zwei Zähne gegenüber
  4. Zwei Zähne nebeneinander
  5. Drei Zähne
  6. Vier Zähne

So können Sie im Zweifelsfall die einzelnen Teile schnell in der jeweiligen Lücke ausprobieren. Ein geübtes Auge erkennt auch bald die Unterschiede in der Größe und dem Schwung der einzelnen Puzzleteile.

Was tun mit einem fertigen Puzzle?

Glückwunsch, Sie haben Ihr Puzzle beendet. Doch was nun? Wohin mit dem vollendeten Werk? Im Prinzip haben Sie drei Möglichkeiten:

  1. Sie konservieren das Puzzle und hängen es als Bild auf.
  2. Sie lösen die Teile und puzzeln es in einer Weile noch einmal.
  3. Sie verkaufen oder verschenken das Puzzle, sodass noch jemand anderes Freude daran hat.