Aus dem Gedankenspiel wird Wirklichkeit: Das Mega-Downhill-Event von Red Bull kommt im September tatsächlich nach Stuttgart. Die Stadt erwartet ein Spektakel.
Red Bull hat jetzt offiziell bestätigt, dass das riesige Downhill-Event Cerro Abajo nach Stuttgart kommt. Am 5. und 6. September rasen 35 Profi-Mountainbiker vom Teehaus zum Wilhelmsplatz um den Titel – auf einer speziell für Stuttgart konstruierten Strecke, die auf- und anschließend wieder abgebaut wird. Es ist die Deutschlandpremiere des Wettbewerbs, der durch die ganze Welt tourt. Bereits seit Monaten war darüber spekuliert worden, dass das Event nach Stuttgart kommen könnte.
Im Bezirksbeirat Süd war Anfang des Jahres bereits ein möglicher Streckenverlauf diskutiert worden – zumindest an Start- und Zielpunkt scheint sich nichts geändert zu haben. Der Gemeinderat hatte signalisiert, dass er die Veranstaltung in Stuttgart sehr begrüßen würde.
Mit dem Cerro Abajo bekommt Stuttgart weltweit Aufmerksamkeit
Jetzt hat auch die Stadtverwaltung Grünes Licht signalisiert – und zumindest keine grundlegenden Zweifel an der Machbarkeit geäußert.„Red Bull Cerro Abajo setzt den Kessel, unsere Parkanlagen und Quartiere sowie die für Stuttgart charakteristischen Stäffele sportlich in Szene“, sagt Clemens Maier, Stuttgarts Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport. „Mit seiner besonderen Topografie sei Stuttgart „die ideale Bühne für die Deutschlandpremiere dieses aufsehenerregenden und international bekannten Sportevents.“
Um das außergewöhnliche Rennen mitten in der Landeshauptstadt an den Start zu bringen, müssen viele Rädchen ineinandergreifen. „Dazu bedarf es bereits vorab einer sorgfältigen Prüfung und Organisation, gerade was die Sicherheits- und die Verkehrskonzepte angeht“, so Maier, „unser Amt für öffentliche Ordnung als Genehmigungs- und Sicherheitsbehörde ist bei den speziellen Anforderungen einer solchen Sportgroßveranstaltung in besonderem Maße gefragt.“ Gemeinsam mit allen Partnern werde das Amt „wesentlich mit dazu beitragen, dieses aktionsreiche MTB-Rennen in unserer Sportstadt Stuttgart zu ermöglichen.“
Zehntausende Zuschauer an der Strecke
Das urbane Mountainbike-Rennen stellt gleichzeitig den Abschluss der aktuellen Saison dar, Stuttgart wird die letzte von mehreren internationalen Stationen, wozu auch Genua in Italien und Chile zählten. Als deutsche Hoffnung geht der dreifache Deutsche MTB-Meister Johannes Fischbach an den Start. Als Favorit in der Szene gilt vielen aber der Tscheche Tomáš Slavík. „Stuttgart wird ein cooler Austragungsort. Ich freue mich auf einen technischen, spannenden Kurs – kompakter als Valparaíso oder Genua, aber definitiv nicht weniger spektakulär“, sagt er.
Auch Fischer freut sich auf das Event: „Das Besondere an Stuttgart ist nicht nur die Topografie, sondern dass die ganze Region total bike-verrückt ist“ Hier gebe es eine riesige Community – „bestimmt werden super viele Leute an der Strecke stehen und für eine bombastische Atmosphäre sorgen.“ Fischer werde für „die Local Crowd in jedem Fall alles geben und abliefern.“ Bei vorherigen Stationen säumten zehntausende Zuschauer die Strecke und machten das Sportereignis zum Spektakel für die ganze Stadt – in Stuttgart wird es, davon gehen alle aus, nicht anders sein.
Um zuzuschauen, benötigt man übrigens keine Tickets – wer ein Plätzchen am Streckenrand findet, darf live vor Ort mitfiebern. Red Bull beschreibt die zu erwartende Atmosphäre so: „Über Asphalt und Beton, durch enge Kurven und über steile Treppen führt der Trail vorbei an lokalen Hot Spots.“
Zwischendurch müssten die Fahrer immer wieder sowohl künstlich konstruierte Hindernisse als auch solche, die nur ein städtisches Umfeld bietet, überwinden – „von Drops über Road Gaps bis hin zu Doubles.“ Die Profis würden dabei spektakuläre Geschwindigkeiten von bis zu rund 60 Kilometer pro Stunde erreichen.