Damit in den Sommerferien keine Langeweile bei den Kids aufkommt, haben wir sieben Vorschläge – von Miniaturgolf über Reiten bis hin zu coolen Parks.

Rems-Murr: Simone Käser (sk)

Gefühlt gehen die Sommerferien schon ewig. Mittlerweile dürfte sich der eine oder andere langweilen und schon wieder auf die Schule freuen. Damit vielleicht doch noch mal etwas Schwung in die Ferienplanung kommt, gibt es hier sieben Tipps aus dem Rems-Murr-Kreis, die Kinderaugen zum Leuchten bringen könnten.

 

1. Miniaturgolf oder Pit-Pat am Turniertisch im Freien

Nicht Minigolf, sondern Miniaturgolf – dazu lädt die Minaturgolf- und Pit-Pat-Anlage in Schwaikheim ein. Die Bahnen beim Miniaturgolf sind 6,25 Meter lang und 90 Zentimeter breit. Weil die immer top in Schuss gehalten und jährlich neu gestrichen werden, macht das Spielen gleich doppelt so viel Spaß. Und wer genug davon hat, den Ball beispielsweise über eine Schanze in einem Weinfässle einzulochen, der kann ja mal Pit-Pat ausprobieren. Das Spiel, das auch Hindernis-Billard genannt wird, ist ein Mix aus Billard und Minigolf. An den 18 Turniertischen unter freiem Himmel kommt bestimmt keine Langeweile auf.

  • Anfahrt: Die Anlage liegt mitten im Grünen, in der Kleingartenanlage Großmolte am Rande von Schwaikheim. Sie ist nur rund 15 Gehminuten vom Bahnhof entfernt und auch gut mit dem Fahrrad oder dem Auto zu erreichen.
  • Parken: Es stehen 30 Parkplätze zur Verfügung
  • Kosten: Für eine Runde Miniaturgolf oder Pit-Pat zahlen Erwachsene 5,50 Euro; Kinder von sechs bis 18 Jahren 5 Euro
  • Essen: Wer sich nach oder vor dem Spiel noch stärken möchte – im Biergarten gleich nebenan werden unter anderem Pommes, Burger und Salate angeboten
  • Kontakt: Alexandra Nägele, Telefonnummer 0176/24225440
  • Homepage: https://www.minigolf-schwaikheim.de/
Den Schläger schwingen, das ist in Schwaikheim für die ganze Familie möglich. Foto: Stoppel

2. Ein besonderer Tag im Eins + Alles

Das Erfahrungsfeld der Sinne Eins+Alles ist ein anthroposophisch orientierter Freizeit- und Erlebnispark im Welzheimer Wald. Dort kann an zahlreichen Stationen experimentell die eigene Sinneswahrnehmung entdeckt und geschult werden. An vielen Stationen sind die Parkbesucher unter Stichwörtern wie Lichtungspoesie, Stroh-Oase, Näher-Rücker oder Sichtwechsel eingeladen, auszuprobieren und zu verweilen. Auf verschiedene Weise kann man auch künstlerisch aktiv werden, nämlich an mehreren Mitmach-Stationen.

  • Anfahrt: Da der Park von der verheerenden Flut im Juni 2024 stark betroffen war, gelten besondere Anreisehinweise: Noch bis Ende des Jahres wird die Straße L 1080 zwischen Rudersberg und dem Bahnhof Laufenmühle gesperrt sein. Die Anreise von Welzheim Richtung Laufenmühle ist weiter uneingeschränkt möglich. Tipps fürs Navi: Als Zwischenziel Welzheim, Parkplatz Bockseiche eingeben. Öffentliche Verkehrsmittel fahren leider nur eingeschränkt und müssen individuell am jeweiligen Tag recherchiert werden. Bis zum Eins + Alles (Laufenmühle) ist die Zufahrt frei, auch wenn die Schilder oder Navis anderes behaupten.
  • Parken: Vor Ort gibt es Parkplätze
  • Kosten: Kinder bis vier Jahre haben freien Eintritt; Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 17 Jahren zahlen 12 Euro und Erwachsene 15 Euro. Zudem gibt es Familienkarten
  • Essen: Unter anderem verspricht der Foodtrailer „Mollibox“ kreative Speisen
  • Kontakt: Bei allen Fragen rund um den Besuch oder die Anfahrt hilft unter 07182/800777 eine Kundenberaterin weiter
  • Homepage: https://www.eins-und-alles.de/
  • Besonderheiten: Bei Kleinkindern empfehlen die Parkbetreiber Bauch- oder Rückentragen. Diese können, solange der Vorrat reicht, an der Erfahrungsfeldkasse kostenlos ausgeliehen werden, da nicht alle Wege kinderwagentauglich sind
In dem Park warten Stationen, die die Sinne und die Kreativität der Gäste ansprechen. Foto: Gottfried Stoppel

3. Steil hinab auf der Wildwasserbahn im Schwabenpark

Wie wäre es denn in den Sommerferien mit einem Ausflug in einen richtigen Freizeitpark – der Schwabenpark macht das mit mehr als 70 Attraktionen, Shows und kinderfreundlichen Fahrgeschäften möglich. Und das inmitten der Natur und mit der Möglichkeit, sogar über Nacht zu bleiben, im Feriendorf direkt am Park oder im nahegelegenen Schwaben Hotel Ebnisee. Heißt: Wer nach der rasanten Abfahrt mit der Wildwasserbahn gar zu nass gespritzt wurde, müsste sich nicht in diesem Zustand ins Auto setzen, sondern könnte gemütlich verweilen, sich was Trockenes anziehen und am nächsten Tag vielleicht gleich nochmal alle Fahrgeschäfte ausprobieren.

  • Anfahrt: Der Freizeitpark, circa 45 Kilometer von Stuttgart im Welzheimer Wald gelegen, ist mit dem Auto sowie mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar
  • Parken: Parkplätze sind vor Ort ausreichend vorhanden
  • Kosten: Kinder bis 3 Jahre sind frei; Kinder zwischen 3 und 11 Jahren zahlen 27,50 Euro, Kinder ab 11 sowie Erwachsene zahlen 30,50 Euro
  • Essen: Das SB-Restaurant ist während der Saison täglich geöffnet. Zusätzlich gibt es zahlreiche Imbiss- und Snackmöglichkeiten, die je nach Besucheraufkommen geöffnet haben
  • Kontakt: Es gibt auf der Homepage ein Kontaktformular sowie die Durchwahl 07182/936 100
  • Homepage: https://www.schwabenpark.de/
Im Schwabenpark fehlt das Kribbeln im Bauch an keiner Station. Foto: Edgar Layher

4. Matschen und Klettern – und das auch noch inklusiv

Toben geht immer: Mit der Schlosspark-Neugestaltung in der Ortsmitte Stettens im Rahmen der Remstal-Gartenschau 2019 wurde in Kernen ein besonderer Raum für die Gartenschau und darüber hinaus geschaffen. Das Herzstück: ein großer inklusiver Spielplatz mit fantasievollen Spiellandschaften aus Rundhölzern, die viel Raum zum Klettern, Verstecken und Entdecken bieten: „Kletterwurzeln“, „Versteckwurzeln“ oder auch „Klangwurzeln“ heißen diese Bauwerke. Einen Matsch-Tisch, eine Rollstuhlschaukel, ein Rollstuhltrampolin sowie Nest- und Doppelschaukeln gibt es auch.

  • Anfahrt: Der Schlosspark der Diakonie ist sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar
  • Parken: Am Schlosspark gibt es Parkmöglichkeiten
  • Kosten: keine
  • Essen: Direkt am Spielplatz keine, aber im Kernener Ortsteil Stetten findet sich einiges an Gastronomie
  • Kontakt: Gemeinde Kernen, Telefon 07151/4014-0
  • Homepage: https://www.kernen.de/de/in-kernen-zu-gast/Sehenswert und auf der Homepage dann zum Buchstaben I wie Inklusionsspielplatz scrollen
  • Besonderheiten: Mit Rollstuhlschaukel und Rollstuhltrampolin bietet der Inklusionsspielplatz auch für Kinder mit Handicap Spiel- und Spaßmöglichkeiten
Einen Spielplatz unsicher machen – im Rems-Murr-Kreis gibt es jede Menge zur Auswahl. Foto: Marius Becker/dpa

5. In der Natur die Kugeln rollen lassen

Kugelbahnen machen Spaß. Wie wäre es deshalb mit der in Urbach? Dort verläuft der Walderlebnispfad mit Murmelbahn durch naturnahes Gelände mit Ostheimer-Tierfiguren und Klangbahnen. Die Kugelbahn selbst besteht aus mehreren Stationen entlang des über zwei Kilometer langen Pfads. Kugeln sind für 50 Cent am Startpunkt und bei den Klangbahnen erhältlich. Und schon kann der Spaß beginnen. Wenn Pausen nötig sind, können Kinder und Erwachsene am Waldspielplatz mit Grillstelle rasten.

  • Anfahrt: Auf der B 29 in Urbach abfahren und entweder Richtung „Bärenbachtal“ oder „Freibad/Hagsteige“ fahren. Vom Bahnhof Urbach fährt der Bus 249 zur Haltestelle Banrain. Von dort sind es zum Waldparkplatz Hagsteige circa 15 bis 20 Minuten zu Fuß
  • Parken: Geparkt werden kann am Wanderparkplatz Hagsteige oder beim Freibad Urbach (dort befindet sich auch ein Kugelautomat). Vom Freibad muss man an Wochenenden wegen einer Schranke allerdings knapp einen Kilometer bergauf gehen
  • Kosten: Es muss nur für die Kugeln aus dem Automaten bezahlt werden, außer man hat die schon dabei
  • Essen: Es gibt Grillstellen im Wald, eine Pizzeria und das Gasthaus im Ortskern
  • Kontakt: Gemeinde Urbach, Telefon 07181/8007-0
  • Homepage: https://www.urbach.de/freizeit--kultur/tourismus/lehrpfade/der-wald-erlebnis-pfad-in-urbach
  • Besonderheiten: Der Weg ist weitgehend kinderwagentauglich, ein Abschnitt muss jedoch umfahren werden
Lasset die Kugeln rollen – in Urbach ist das ein Spaß für Kinder und Erwachsene. Foto: Gottfried Stoppel

6. In herrlicher Natur einen kleinen Ausritt genießen

Pferde streicheln, füttern und vielleicht sogar eine kleine Runde drehen – wenn das alles auch noch in malerischer Landschaft möglich ist, könnte es ein perfekter Plan für einen entspannten Ferientag sein. Bei Katja Fetzer vom gleichnamigen Fetzerhof ist das möglich, und sie freut sich auf Besucher.

  • Anfahrt: Der Fetzerhof von Katja Fetzer mit Reitschule Hippolini liegt in Rottmannsberg (Auenwald), im Gebiet Sechselberg, inmitten von unberührter Natur, die auch mit der Pferdekutsche entdeckt werden kann
  • Parken: vor Ort beim Fetzerhof möglich
  • Kosten: Je nach Wunsch wird der Preis individuell festgelegt, aber als Hausnummer gilt: Pro Kind und Reitstunde werden um die 15 Euro fällig
  • Essen: Der Hof befindet sich inmitten malerischer Natur – heißt: Es gibt keine nahegelegene Gastronomie. Also einfach ein leckeres Vesper mitnehmen
  • Kontakt: Katja Fetzer ist per Whatsapp oder Anruf unter der Nummer 0173/9051532 erreichbar
  • Homepage: Es gibt keine Homepage, also einfach vorbeifahren und selbst schauen
  • Besonderheiten: Wenn irgend möglich wünscht sich Katja Fetzer eine kurze Nachricht per Whatsapp oder einen Anruf, damit sie den Besuch auf ihrem Hof besser einplanen kann
Nicht dieser, aber andere Vierbeiner warten auf dem Fetzerhof auf kleine Pferdenarren. Foto: dpa

7. Verirren macht einfach Spaß

Seit mehr als 20 Jahren bereitet der Alfdorfer Landwirt Günther Kolb neben seinem Hof im Bonholz jedes Jahr ein Maislabyrinth für Familien vor. Längst wird er dabei von seinem Sohn Mathias unterstützt, doch die Regeln sind über die Jahre immer gleich geblieben. Es gilt, die versteckten Stempelstellen zu finden und knifflige Fragen zu lösen. Wer also Lust hat auf Herumirren und Spaß haben, der sollte nichts wie los.

  • Anfahrt: Das Maislabyrinth ist am besten mit dem Auto zu erreichen. Es befindet sich in Alfdorf-Adelstetten an der L 1155 zwischen Welzheim und Schwäbisch Gmünd. Die genaue Adresse lautet Bonholz 5
  • Parken: Vor Ort kann geparkt werden
  • Kosten: Die Besucher bezahlen auf Vertrauensbasis selbst, ein entsprechendes Kässchen steht am Eingang bereit. Dort nehmen Besucher auch die Stempelkarten mit. Der Eintritt kostet für Erwachsene drei, für Kinder zwei Euro
  • Essen: Wer auf den 12 000 Quadratmetern mal eine Pause braucht, kann einen Pavillon neben dem Labyrinth nutzen und dort auf Vertrauensbasis Getränke und Eis kaufen
  • Kontakt: Weitere Informationen gibt die Familie Kolb unter der Telefonnummer 0 71 72 / 35 04
  • Homepage: keine vorhanden, also bei Fragen einfach die Familie Kolb direkt kontaktieren
  • Besonderheiten: Angesichts der unbeständigen Witterung tut man wohl gut daran, im Irrgarten feste Schuhe anzuziehen. Wirklich barrierefrei ist das Maislabyrinth nicht, auch wenn dort schon Besucher mit Kinderwagen gesichtet wurden. Wer sich unsicher ist, ob sich ein Besuch wettertechnisch lohnt – nach einem Regenguss kann der Boden durchaus schlammig sein –, kann sich vorher telefonisch bei Familie Kolb informieren
Jedes Jahr wird das Maislabyrinth liebevoll für die Besucher hergerichtet. Foto: Gottfried Stoppel