Viele Bürger und Beobachter hatten mit einer Stichwahl im Remstal gerechnet. Doch der 46-Jährige erreicht mit 51,6 Prozent auf Anhieb die absolute Mehrheit.

Die Hochspannung der Beobachter und die Anspannung der direkt Beteiligten war groß, denn die Erwartungen vor der Bürgermeisterwahl in Remshalden (Rems-Murr-Kreis) ließen ein dichtes Rennen erwarten, ja einen Dreikampf auf Augenhöhe. So hatte es jedenfalls nach den öffentlichen Vorstellungsrunden des Trios ausgesehen.

 

Doch daraus wurde nichts: Amtsinhaber Reinhard Molt ist der klare Verlierer. Und der Gewinner heißt: Kevin Latzel: Der 46-Jährige ist der neue Bürgermeister der Remstal-Gemeinde mit ihren rund 15 000 Einwohnern.

Kevin Latzel hat gleich zu Beginn die Nase vorn

Darauf deutete am frühen Sonntagabend bereits alles kurz vor halb Sieben hin, als die ersten Ergebnisse auf der Leinwand im Rathaus präsentiert wurden: Kevin Latzel hatte mit seinen knapp über 50 Prozent gar die Chance auf die absolute Mehrheit. Auf Platz zwei folgte der 29-jährige Felix Wiesner mit rund 35 Prozent. Abgeschlagen der amtierende Schultes Reinhard Molt, der bis zu diesem Zeitpunkt lediglich etwa 13 Prozent hinter sich bringen konnte.

In den nächsten Minuten verfestigte sich der erste Eindruck noch, Latzel stabilierte sich mit einem Ergebnis, das ihm quasi den Start-Ziel-Sieg bringen sollte. Mal lag er bei 51 Prozent, dann kurz vor Ende der Stimmenauszählung bei 13 von 15 Gebieten gar bei 52,1 Prozent.

Am Ende mit Auszählung aller Bezirke (Wahlbeteiligung: 56,6 Prozent) stand dann dieses Ergebnis fest: Kevin Latzel erreicht mit 51,6 Prozent die absolute Mehrheit und ist somit auf Anhieb der neuer Bürgermeister in Remshalden. Wiesner, als Vorsitzender der CDU-Fraktion im Remshaldener Gemeinderat durchaus mit gewisser Reputation ausgestattet, kommt auf 32,6 Prozent und dürfte sich doch ein wenig mehr ausgerechnet haben.

Amtsinhaber Molt kommt nur auf etwa 15 Prozent

Und Bürgermeister Reinhard Molt, der sich vor acht Jahren noch mit 72 Prozent gegen vier Mitbewerber durchgesetzt hatte, muss sich mit enttäuschenden 15,5 Prozent begnügen; mit regungslosem Gesicht quittierte der 61-Jährige im Ratssaal das Resultat auf der Leinwand.

Somit gibt es auch nicht die von vielen in Remshalden prognostizierte Stichwahl unter den zwei Besten am 10. Mai. Kevin Latzel war am Sonntag einfach unschlagbar.