Rosa von Praunheim ist tot. Der Regisseur und Schwulenaktivist ist überraschend im Alter von 83 Jahren gestorben. Was bislang über die Todesursache bekannt ist.

Digital Desk: Florian Huth

Rosa von Praunheim ist tot. Der Regisseur, Autor und Schwulenaktivist ist in Berlin überraschend verstorben.

 

Was war die Todesursache von Rosa von Praunheim?

Praunheims Tod kommt völlig unerwartet. Erst am 12. Dezember 2025 hatte der 83-Jährige seinen langjährigen Lebensgefährten Oliver Sechting geheiratet. Vor wenigen Tagen verkündete Rosa von Praunstein selbst über Instagram, dass er seinem Partner das Jawort gegeben habe. Jetzt ist er tot, wie der „Stern“ zuerst berichtete. Doch zur Todesursache gibt es bislang keine Informationen.

Das war Rosa von Praunheim

Rosa von Praunheim, geboren als Holger Radtke am 25. November 1942 in Riga, zählte zu den prägendsten Figuren der queeren und schwulen Bewegung in Deutschland. Als Filmemacher, Provokateur und Aktivist beeinflusste er über Jahrzehnte hinweg den gesellschaftlichen Diskurs. Der Streifen „Die Bettwurst“ von 1971 gilt als Kultfilm.

Mit mehr als 150 Filmwerken formte er das deutsche Queer Cinema maßgeblich. Seine Dokumentation „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ sorgte 1971 für einen Tabubruch und machte Homosexualität erstmals breit öffentlich zum Thema. Zeit seines Lebens engagierte sich Praunheim für die Rechte von LGBTQ+-Menschen sowie für Aufklärung über HIV und AIDS. Zuletzt setzte er sich in dem Filmessay „Satanische Sau“ eindringlich mit der eigenen Endlichkeit auseinander.

Rosa von Praunheim hinterlässt seinen Ehemann Oliver Sechting, mit dem er seit 2008 liiert war.