S-Bahn Stuttgart Pragtunnel wird saniert – S-Bahnen im Norden fahren nur eingeschränkt

Der Pragtunnel muss instandgesetzt werden – mit Folgen für den S-Bahnverkehr. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Die Deutsche Bahn saniert den Pragtunnel zwischen Nordbahnhof und Feuerbach. Für Fahrgäste der Linien 4, 5 und 6 im nördlichen Teil des S-Bahnnetzes hat das erhebliche Folgen.

Stadtentwicklung/Infrastruktur : Christian Milankovic (mil)

Der Pragtunnel zwischen den Stationen Feuerbach und Nordbahnhof muss instand gesetzt werden. Betroffen hiervon ist die zweigleisige Röhre, durch die S-Bahnverkehr läuft. Die muss in diesem Jahr für die anstehenden Arbeiten insgesamt drei Wochen lang gesperrt werden. Für die Fahrgäste der S-Bahn hat das erhebliche Auswirkungen, aber auch der Fern- und Regionalverkehr, der in der parallel dazu verlaufenden Röhre unterwegs ist, kommt nicht ungeschoren davon.

 

Die Sperrungen finden in zwei Phasen statt. Die erste dauert vom 11. bis 23. Mai, die zweite findet zwischen 15. und 22. August statt – und fällt mit der Stammstreckensperrung der S-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Stuttgart-Vaihingen zusammen. Für beide Zeiträume plant die Deutsche Bahn mit einer Einschränkung des S-Bahnangebots im Nordteil des Netzes.

„In der ersten Phase vom 11. Mai bis zum 23. Mai enden und wenden die Züge der Linie S 6/S 60 im Bahnhof Feuerbach an Gleis 1a“, sagt ein Bahnsprecher. Betroffen davon sind die Züge, die aus Weil der Stadt und Böblingen nach Stuttgart fahren. Die Möglichkeit zur Wende in Feuerbach gibt es erst, seit dem ein dort lange brachliegendes Gleis instand gesetzt worden und seit Herbst 2025 wieder in Betrieb ist.

Gesperrter Pragtunnel: Umstieg in Feuerbach auf die Stadtbahn

Während der Mai-Sperrung sollen Fahrgäste der S 6 und S 60 in Feuerbach auf die Stadtbahnen der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) umsteigen, deren Haltestelle auf dem Bahnhofsvorplatz liegt und von den Linien U6, U13 und U16 bedient wird. Ein naheliegender Umstieg in die S-Bahnen 4 und 5 kann nicht stattfinden. Denn die beiden Linien müssen während der Sperrung auf die Ferngleise umgeleitet werden und halten deswegen nicht in Feuerbach. Zudem fahren sie nur alle 30 Minuten statt im gewohnten Viertelstundentakt. Die S 62 zwischen Weil der Stadt und Feuerbach, die in den Hauptverkehrszeiten als Express-S-Bahn unterwegs sein sollte und dabei einige Zwischenstationen auslässt, entfällt gänzlich.

In der zweiten Sperrphase vom 15. August bis zum 22. August „gelten die gleichen infrastrukturellen Voraussetzungen“, sagt der Bahnsprecher. Sprich: für die S-Bahnen gelten die selben Einschränkungen wie während der Mai-Sperrung. Allerdings ist im August parallel zu den Arbeiten im Pragtunnel auch noch die S-Bahnstammstrecke wieder gesperrt. Die S-Bahnen sind dann ohnehin nur im 30-Minuten-Takt unterwegs – und steuern den Kopfbahnhof an.

Stammstrecke parallel zur Pragtunnelsanierung gesperrt

Weil dessen Kapazitäten für die zusätzlichen S-Bahnfahrten nicht ausgelegt ist, muss der übrige Verkehr wie schon während der vorhergehenden Sperrungen des zentralen S-Bahntunnels Federn lassen. Es komme „in dieser Phase auch zu den bisher üblichen Einschränkungen beim Fern- und Regionalverkehr. Die Abweichungen im Fern- und Regionalverkehr in der ersten Phase fallen geringer aus“, sagt der Bahnsprecher.

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