Smartphone-Kurs für Senioren oder Hilfe für einen autistischen Jungen: 20 Projekte wurden jetzt mit dem Esslinger Schulsozialpreis 2025 ausgezeichnet.

Aufgrund der Coronapandemie musste die traditionelle Verleihung des Esslinger Schulsozialpreises einst eingestellt werden. Danach pausierte die Auszeichnung für mehrere Jahre. 2025 wurde der Preis nun wiederbelebt. Im geschmückten Sitzungssaal des Alten Rathauses wurden insgesamt 94 Schülerinnen und Schüler aus elf Esslinger Schulen für ihr herausragendes soziales Engagement ausgezeichnet. Die 20 prämierten Projekte – darunter sieben Sonderpreise – spiegeln die Vielfalt, Kreativität und das Verantwortungsbewusstsein junger Menschen wider. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie „Spuren hinterlassen“, so lautete zugleich das Motto des diesjährigen Schulsozialpreises. Die jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehen in der dritte Klasse, die ältesten bereiten sich auf das Abitur vor.

 

Schulbürgermeister Yalcin Bayraktar freute sich darüber, dass der Schulsozialpreis nach langer Unterbrechung wieder verliehen wurde. Er würdigte er das Engagement der Schülerinnen und Schüler als starkes Zeichen für den sozialen Zusammenhalt. „Eure Projekte machen Mut, zeigen Haltung und erinnern uns daran, welches Potenzial in unserer Jugend steckt“, lobte Bayraktar.

„Spuren hinterlassen“ – unter diesem Motto stand der Schulsozialpreis 2025 Foto: GEB

Esslinger Schüler engagieren sich in vielen Bereichen

Die Bandbreite der ausgezeichneten Initiativen ist beachtlich: Ob als „Pausenengel“, die sich um Mitschülerinnen und Mitschüler kümmern, oder als Inklusionsbegleiter, die einen autistischen Mitschüler im Schulalltag unterstützen – viele Projekte sind auf eigene Initiative entstanden und entwickeln sich stetig weiter. Auch faire Spielregeln auf dem Pausenhof, kreative Leseecken mit Rückzugscharakter sowie generationsübergreifende Smartphone-Schulungen für Seniorinnen und Senioren zeigen eindrucksvoll, wie intensiv sich junge Menschen mit ihrer Umwelt auseinandersetzen.

Ein weiteres Projekt ermöglichte regelmäßige Begegnungen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern eines benachbarten Pflegeheims. Auf diese Weise konnten die Teilnehmenden eine lebendige Form des sozialen Lernens und der gegenseitigen Wertschätzung erleben. „Ihr habt gezeigt, was es heißt, Teil einer Gemeinschaft zu sein und sie aktiv mitzugestalten. Dafür gebührt euch allen großer Respekt und Anerkennung“, betonte Bayraktar.

Esslinger Schulsozialpreis – Engagement hinterlässt Spuren

„Mit ihren Projekten haben die Schülerinnen und Schüler Spuren hinterlassen. Manche Spuren sieht man nicht auf den ersten Blick, aber sie verändern etwas. Sie verbinden Menschen, schaffen Gemeinschaft und machen Mut“, sagte Catrin Spickermann, die Vorsitzende des Gesamtelternbeirats (GEB). Ihr Stellvertreter Alexander Becker hob ebenfalls hervor, wie sehr das Engagement nachwirkt – in den Klassen, in der Schule und darüber hinaus.

Ausgezeichnet wurden Projekte folgender Schulen: Eichendorffschule, Elisabeth-Selbert-Realschule, Georgii-Gymnasium, Herderschule, Mörike-Gymnasium, Realschule Oberesslingen, Schelztor-Gymnasium, Seewiesenschule, Silcherschule, Theodor-Heuss-Gymnasium und Zollberg-Realschule.

Bei der Preisverleihung musizierten das Herderschulorchester, das Streicherquartett des Georgii-Gymnasiums und der Chor der Zollberg-Realschule.