Die Wege zur Schwabschule wurden im Projekt „Achtung, Schulweg!“ häufig moniert. Wo Eltern die größten Gefahren sehen.

Digital Desk: Jan Georg Plavec (jgp)

Wer zur Schwabschule will, muss oft über große Straßen gehen – oder durch zugeparkte. Kein Wunder bei einer Schule, die mitten in Stuttgart-West liegt, an den Stadtbahngleisen, an Schwab- und Bebelstraße. Bei unserer Aktion „Achtung, Schulweg!“ sind mehr als 40 Hinweise auf Gefahren am Weg zur Schwabschule eingegangen – das sind die viertmeisten von allen Stuttgarter Grundschulen.

 

Die Probleme sind ähnliche wie bei der benachbarten Vogelsangschule, die konkret benannten Orte sind aber andere. Eine hohe Dichte an Hinweisen auf Gefahrenstellen gibt es an diesen Stellen:

  • Gleisübergang am Olgaareal: Zwar ist er als Z-Übergang gestaltet. Doch Eltern bemängeln, dass das Warnlicht zu spät auf nahende Fahrzeuge hinweist oder defekt ist. Weiterer Hinweis: „Obwohl die Fußgängerampel grün ist, muss man vor der Schlossstraße trotzdem auf die Stadtbahn achten, da sie mit hoher Geschwindigkeit kreuzt.“
  • Spielstraße zwischen Elisabethenanlage und Bismarckplatz: „Eine unübersichtliche Stelle mit vielen Elterntaxis und schlechten Übergangsmöglichkeiten für Fußgänger“, schreibt ein Elternteil. Ein anderes: „Eltern parken auf gesperrten Flächen und gefährden Kinder, wenn sie rückwärts ausparken.“ Es gibt weitere Klagen, dass dieser Abschnitt oft zugeparkt ist.
zugeparkter Bereich zwischen Elisabethenanlage und Bismarckplatz Foto: via Correctiv /privat
  • zugeparkte Straßenecken: mehrere Meldungen gibt es von den Kreuzungen Forst-/Seyfferstraße, Forst-/Gutbrodstraße, Lindenspür-/Johannesstraße und Ludwig-/Hasenbergstraße.

Alle zur Schwabschule eingereichten Meldungen sind in dieser Karte eingetragen:

Schon lange wird mit verschiedenen Aktionen dafür geworben, zu Fuß zur Schule zu kommen. Aus den Meldungen spricht der Wille der Eltern, dass ihre Kinder das so tun.

Eltern formulieren Lösungsvorschläge

Auch Lösungsvorschläge haben sie formuliert: beim Bahnübergang eine deutlichere Warnung vor herannahenden Stadtbahnen oder eine gedrosselte Geschwindigkeit – und Parkkontrollen. „Wenn die Stadt Geld verdienen will, dann ist die Senefelder-/Leuschnerstraße eine Goldgrube“, schreibt ein Elternteil. Weitere Ideen: mehr Poller an Straßenecken, ein absolutes Halteverbot statt nur ein Parkverbot oder die letzten 30 Meter der Elisabethenstraße Richtung Schwabstraße zu sperren.

Alle gemeldeten Gefahrenstellen samt der detaillierten Beschreibung und Lösungsvorschlägen haben wir auf unserer Projektseite veröffentlicht.

Mit besonderem Blick auf Falschparker hatte die Fahrradinitiative Kidical Mass bereits vergangenes Jahr die Wege rund um die Schwabschule als gefährlich kritisiert. Schule und Elternbeirat hatten sich damals zu den Ergebnissen nicht geäußert.