Siegerentwurf steht fest So soll das neue Haus für Film und Medien in Stuttgart aussehen

So stellen sich die Sieger das Film- und Medienhaus vor. Foto: /Delugan Meissl Associated Architects, Wien

Die Entscheidung ist gefallen: Die Planer des Porsche-Museums entscheiden den Wettbewerb um das Film- und Medienhaus für sich. Eröffnung soll zur IBA 2027 sein.

Stuttgart - Das geplante Film- und Medienhaus an der Hauptstätter Straße soll nach den Entwürfen des renommierten österreichischen Architekturbüros Delugan Meissl gebaut werden. Das Preisgericht des von der Stadt ausgelobten Architektenwettbewerbs entschied sich nach knapp zwölfstündigen Beratungen einstimmig für den Vorschlag der Wiener Architekten, nach deren Plänen unter anderem auch das Porsche-Museum in Zuffenhausen entstanden ist. Jurymitglieder loben den Siegerentwurf als „High-Class-Architektur“.

 

Film- und Medienhaus markiert Auftakt zum Rückbau der B 14

Seit zehn Jahren hatten Stadt und der Verein Haus für Film und Medien (vormals kommunales Kino e. V.), in dem rund 25 nicht kommerzielle Institutionen vertreten sind, an einem Konzept gebastelt und nach einem geeigneten Standort für das Projekt gesucht. Das neue Haus soll auf einer Geschossfläche von rund 8300 Quadratmetern zwei große Kinosäle, einem Multifunktionsraum sowie Räume für Medienpädagogik und Gastronomie beherbergen. Gebaut wird es auf dem südlichen Teil der Fläche des heutigen Breuninger-Parkhauses – in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem von Breuninger selbst geplanten Mobility Hub, einem modernen Parkhaus für unterschiedliche Mobilitätsträger inklusive Geschäften und Dienstleistungsangeboten.

Insgesamt 20 Büros waren zu dem Wettbewerb eingeladen worden, 16 davon hatten ihre Entwürfe eingereicht. Bei der online übertragenen Vorstellung des Wettbewerbsergebnisses am Donnerstag sprach Kulturbürgermeister Fabian Mayer (CDU) von einem „großartigen Ergebnis“, auch wenn „der Weg vom Traum zum Raum mitunter lang und steinig ist“. Hochbauamtsleiter Peter Holzer sagte, der Bau des Film- und Medienhauses bilde den Auftakt zum geplanten Rückbau der Stadtautobahn B 14. Angepeilter Baustart ist das Jahr 2024, die Eröffnung soll Anfang 2027 stattfinden. Holzer räumte ein, dass die im Haushalt eingestellten 47 Millionen Euro für das Projekt aufgrund gestiegener Baupreise nicht ausreichen werden. Auch müsse der Entwurf nochmals überarbeitet und optimiert werden.

Freitreppe in Richtung Leonhardskirche geplant

Der Vorsitzende des Preisgerichts, Jörg Aldinger, lobte die Transparenz und Offenheit der Architektur, die sich insbesondere in einer Freitreppe Richtung Leonhardskirche manifestiere. Elke Delugan-Meissl, Mitbegründerin des gleichnamigen Büros, betonte die ökologische Komponente: die geplanten Baumaterialien Stahl und Holz trügen den Klimaschutzzielen Rechnung.

Zwei gleichberechtigte dritte Plätze beim Wettbewerb gab’s für zwei heimische Architektengemeinschaften, das Büro Bez+Kock sowie 2Ba-Architekten. Auch das beim Wettbewerb um den Mobility Hub siegreiche Büro Haas Cook Zemmrich aus Stuttgart erhielt eine Anerkennung für seinen Entwurf.

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