Die Staatsgalerie Stuttgart gilt – mit dem Höhe- und Mittelpunkt des „Jahrhundertbildes“ „Auferstehung“ – als Schwergewicht, wenn es um den früh international gefeierten Maler Max Beckmann (1884–1950) geht.
Frau Ministerin Olschowski, wie bewerten Sie den Ankauf der abschließenden Studie für das Monumentalbild „Auferstehung“ für die Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart?
Max Beckmanns „Auferstehung“ ist zweifelsohne eines seiner bedeutendsten und bewegendsten Werke. Dass es jetzt möglich geworden ist, die dem Gemälde vorausgegangene Vorstudie zu erwerben, ist ein außergewöhnlicher Glücksfall. Mein besonderer Dank gilt der Ernst von Siemens Kunststiftung für ihre großzügige Unterstützung. Ich freue mich aber auch sehr, dass es uns dank der Museumsstiftung Baden-Württemberg gelungen ist, diesen Ankauf von Seiten des Landes mitzufinanzieren.
Petra Olschowski: „Auferstehung“ zeigt existentielle Dimension
Was macht Max Beckmann als Künstler für Sie so besonders?
Beckmann ist ein kraftvoller Maler, der den Umgang mit Farbe und Raum auf der Leinwand meisterlich versteht. Dabei hat er eine Bilder- und Symbolwelt sowie eine stilistische Handschrift ausgeprägt, die einmalig ist. Gerade die „Auferstehung“ zeigt überdies, die existentielle Dimension, die seine Bilder eröffnen. Man kann nicht unberührt bleiben vor diesen Arbeiten.
Und welches ist im Beckmann-Block der Staatsgalerie Stuttgart Ihr Lieblingsbild?
Zu meinen Lieblings-Beckmanns in der Staatsgalerie gehört das 1994 angekaufte Bild „Reise auf dem Fisch“ von 1934.
Die Ausstellung
Beckmann-Saal
Seit 28. April ist die neu erworbene Vorzeichnung von Max Beckmann im Beckmann-Saal der Staatsgalerie Stuttgart (Stirlingbau) erstmals in direkter Gegenüberstellung zum Gemälde „Auferstehung“ zu sehen.