In einem Beschlussvorschlag bezieht die Stadtverwaltung endlich Stellung. Die Botschaft: Eine Bummelbahn von Markgröningen bis Ludwigsburg reicht, den Rest erledigt ein neues Busnetz.

Ludwigsburg : Emanuel Hege (ehe)

Der Druck auf die Stadtverwaltung unter Oberbürgermeister Matthias Knecht ist in den vergangenen Wochen immer größer geworden. Zum einen hatte Knecht mehrfach erklärt, im Herbst für Klarheit in Sachen Stadtbahnplanung zu sorgen. Dennoch äußerte sich die Stadtverwaltung selbst bislang nicht zur Zukunft des Megaprojekts im Kreis Ludwigsburg.

 

Nun liegt den Stadträten ein Beschlussvorschlag der Verwaltung vor, der in den kommenden Wochen diskutiert werden soll. Im Kern schlägt die Stadtspitze darin vor, die Reaktivierung der Gleise zwischen Markgröningen und Ludwigsburg voranzutreiben. Zudem wolle sich die Stadt dafür einsetzen, dass die SSB die Straßenbahnstrecke zwischen Aldingen und Pattonville ausbaut.

Anstelle einer Straßenbahn, die durch Ludwigsburger Straßen führen würde, soll ein Bus-Shuttle zwischen dem Bahnhof Ludwigsburg, der Innenstadt und dem Blühenden Barock als Vorzeigeprojekt eingerichtet werden – mit dem Ziel, den ÖPNV zu verbessern.

Entscheidend ist ein Satz im Vorschlag: Alle anderen Maßnahmen sollen ruhen oder eingestellt werden.

Was bedeutet das? Falls der städtische Beschlussvorschlag angenommen und umgesetzt würde, wären die bisher geplanten Trassen durch das Ludwigsburger Stadtgebiet Geschichte – darunter die Strecken durch die Innenstadt, nach Oßweil und nach Pattonville. Übrig bliebe ein neues Bahnangebot, ähnlich einer S- oder Regiobahn, zwischen Markgröningen und Ludwigsburg.