Stadtbahn-Sperrung in Feuerbach SSB-Baustelle bremst Schienenersatzverkehr aus

Staugefahr in Feuerbach: Einspurig geht es an der Gleisbaustelle in Feuerbach vorbei. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Durch Bauarbeiten der Stuttgarter Straßenbahnen AG kommt es auf der Tunnelstraße in Feuerbach zu Staus, in die sich auch die Busse des Verkehrsunternehmens einreihen müssen.

Wegen umfangreichen Gleisbauarbeiten ist die Stadtbahnstrecke zwischen den Haltestellen Pragsattel und Weilimdorf Löwen-Markt seit Montag, 2. März, gesperrt. Noch voraussichtlich bis Sonntag, 12. April, fahren die Linien U6, U13 und U16 nicht. Fahrgästen wird ein Schienenersatzverkehr in beide Richtungen angeboten. Stadteinwärts wird er jedoch in der Tunnelstraße in Feuerbach durch die Baumaßnahme ausgebremst: Am Leitzbuckel unterhalb des Pragsattels ist eine der beiden Fahrspuren in Richtung Innenstadt gesperrt, sie wird als Baustellenzufahrt genutzt. Vor allem im Berufsverkehr kommen die Busse (U6E und U13E) teilweise nur im Schritttempo voran.

 
Die SSB AG setzt beim Schienenersatzverkehr auch Fremdunternehmen ein. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Das Nadelöhr war nach Angaben der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) unvermeidbar. „Die Fahrspur wird leider zwingend für die Arbeiten benötigt“, sagt Birgit Kiefer, Sprecherin des Verkehrsunternehmens. „5000 Tonnen Schotter müssen aus dem Tunnel abtransportiert und wieder eingebracht werden. Dafür müssen Lastwagen vom fließenden Verkehr in die Baustelleneinrichtungsfläche in der Tunnelstraße einfahren können. Zudem werden mittels Tieflader die vormontierten Gleisjoche angeliefert“, so Kiefer. Die Materialien über eine angrenzende Grünfläche zur Baustelle zu bringen, sei keine Option. Der Bereich sei nicht tragfähig genug für die schweren Fahrzeuge.

Zeitzuschlag wurde bei der Planung berücksichtigt

Auch Alternativrouten für die Busse habe man geprüft. „Den Schienenersatzverkehr über die Borsig- und die Heilbronner Straße zum Pragsattel fahren zu lassen, ist keine Lösung, da so die Haltestelle Maybachstraße nicht bedient werden könnte“, sagt die SSB-Sprecherin. Außerdem würden Busse auf dieser Route, die zu den meistbefahrenen Verkehrsachsen Stuttgarts zählt, noch länger im Stau stehen. „Ein Zeitzuschlag für den Rückstau durch die Baustelle wurde in der jetzigen Planung berücksichtigt. Die Sperrung der Spur ist mit dem Amt für öffentliche Ordnung abgestimmt“, so Kiefer. Sie hofft, dass sich die Situation in einigen Tagen bessert. Erfahrungsgemäß sei dies der Fall, sobald sich die Verkehrsteilnehmer auf die neue Situation eingestellt hätten.

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