Nach dem 2:0 der Stuttgarter Kickers in der Regionalliga gegen die SG Sonnenhof Großaspach haben sich die Beteiligten zur Partie geäußert. Wir fassen die Stimmen zum Spiel zusammen.
Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers hat am Samstag im letzten Punktspiel der Saison vor 3970 Zuschauern im Gazi-Stadion gegen die SG Sonnenhof Großaspach mit 2:0 gewonnen. Wie ordnen die Spieler und Verantwortlichen das Geschehen ein? Die Stimmen zum Spiel im Überblick.
Kerem Arslan (Kickers-Trainer): „Wir haben uns viel vorgenommen. Nicht wegen des Spiels nächste Woche, sondern weil es das letzte Ligaspiel war, das wir unbedingt gewinnen wollten. Wir hatten die Möglichkeit, mit einem Sieg in der Heimtabelle ganz nach oben zu klettern. Das haben wir als Motivation genutzt. Wir haben viel reingeworfen, viel Energie auf den Platz gebracht und sind froh, die Saison mit einem 2:0-Heimsieg zu beenden. Das Spiel nächste Woche hat einen komplett anderen Charakter. Das ist ein Endspiel, da wird es um andere Dinge gehen. Da wird es auch von den Emotionen her nochmal ein bisschen anders sein. Das heute war ein Ligaspiel. Alle Interpretationen bringen nichts.“
Pascal Reinhardt (Großaspachs Trainer): „Alles in allem haben wir einiges ausprobiert. Die Kickers waren immer gefährlich – mit Felix Dornebusch hinten drin als Quarterback, der die Bälle 70, 80 Meter nach vorne schlägt. Das ist der Plan der Kickers. Eines verspreche ich, dass das nächste Woche ein ganz anderes Spiel wird, weil – und da sage ich auch Danke – der eine oder andere Spieler und auch die Zuschauer einen Teil dazu beigetragen haben, meine Jungs richtig zu motivieren. Deswegen wird das nächste Woche etwas ganz anderes sein, vielen Dank dafür. Dann holen wir uns hoffentlich den dritten Titel, zwei haben wir schon mit der Meisterschaft und Fabian Eisele als besten Torjäger der Liga. Wir haben eine unfassbare Saison gespielt, da ändern auch die beiden jüngsten Niederlagen nichts. Wir hatten in den letzten zwei Wochen relativ wenig trainiert, viel gefeiert. Das gehört auch dazu. Im Finale dürfen sich die Zuschauer auf ein Spektakel freuen.“
Per Lockl (Kickers-Spieler): „Für uns war es schon wichtig, im Flow zu bleiben und das Selbstvertrauen ins Finale mitzunehmen. Die SG hat mit Blick auf das Endspiel schon klarere Prioriäten gesetzt als wir und mehr ausprobiert. Von daher war das Spiel heute nebensächlich. Am 23. Mai geht es absolut bei Null los.“
Milan Petrovic (Kickers-Spieler): „Ich war fokussiert auf das Spiel und weniger auf meinen Abschied, weil ich wusste, dass ich spiele und wollte alles geben. Wir sind das stärkste Heimteam, da weiß man, woran man arbeiten muss. Die eine oder andere Träne auf der Bank konnte ich nach der Auswechslung nicht unterdrücken. Ich bin stolz, dass wir das Spiel gezogen haben, jetzt wollen wir das nächste Woche wiederholen.“
Lutz Siebrecht (Sport-Geschäftsführer der Kickers): „Das Finale wird ein ganz anderes Spiel. Das ist ein anderer Wettbewerb, vor einer ganz anderen Kulisse und alles geht wieder bei Null los. Das wird ein fifty-fifty-Spiel.“
Küsschen von Lutz Siebrecht für David Braig. Foto: Baumann/Alexander Keppler
Mert Tasdelen (SG-Spieler): „Für beide Seiten war das nicht das bedeutsamste Spiel. Nächste Woche gilt es, da wollen wir unbedingt den Pokal holen und ich möchte mich mit dem Double verabschieden. Das wäre das Größte.“
Volkan Celiktas (SG-Kapitän): „Wir haben die letzten beiden Spiele verloren und seit drei Spielen kein Tor mehr erzielt. Das ist nicht gut fürs Selbstvertrauen. Wir werden jetzt im Training hart arbeiten. Was mir Mut macht fürs Finale: Wenn wir da sein mussten in dieser Saison, dann waren wir immer da. Wir hatten schon einige neue Spieler drin, die hatten sich ihre Einsätze im Training verdient. Dass die Abläuft dann nicht so optimal passen, ist klar. An der Konzentration und am Willen hat es nicht gelegen, aber es kann schon sein, dass der eine oder andere mit dem Kopf eine Woche weiter war.“
Fabian Eisele (SG-Stürmer und Regionalliga-Torschützenkönig): „Bester Torschütze und Aufsteiger – das ist schon wirklich etwas ganz Besonderes. Ich muss mich bei meinem Team bedanken, dass ich so oft glänzen konnte. Wir müssen jetzt in der nächsten Woche im Training an unserer Zweikampfführung arbeiten, denn der letzte Punch hat gefehlt. Im Finale gilt es ein, zwei Gänze hochschalten. Nach der feststehenden Meisterschaft ist schon ein leichter Spannungsabfall erkennbar. Wir müssen zusehen, dass wir wieder auf unser Niveau kommen.“