Stimmen zu Stuttgarter Kickers „Die Kickers lassen Nico Blank spielen, damit wollen sie etwas bewirken“

Die Kickers-Fans sorgten für tolle Stimmung im Pokal-Halbfinale in Holzhausen. Foto: IMAGO/Ulmer II

Nach dem 5:1 der Stuttgarter Kickers im WFV-Pokal-Halbfinale beim FC Holzhausen haben sich die Beteiligten zur Partie geäußert. Wir fassen die Stimmen zum Spiel zusammen.

Sport: Jürgen Frey (jüf)

Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers hat am Mittwoch vor 2800 Zuschauern im Panoramastadion beim Verbandsligisten FC Holzhausen mit 5:1 gewonnen und ist damit ins WFV-Pokal-Endspiel eingezogen. Wie ordnen die Spieler und Verantwortlichen das Geschehen ein? Die Stimmen zum Spiel im Überblick.

 

Kerem Arslan (Kickers-Interims-Cheftrainer): „Ich bin ein Kickers-Junge. Wenn der Verein mich fragt, ob ich das Amt übernehme, dann mache ich das natürlich. Zumal ich generell einer bin, der gerne Verantwortung übernimmt. Wir wollten in Holzhausen intensiven Fußball spielen, das ist uns gelungen. Wir haben uns in der Halbzeit eingeschworen und wollten weiter aufs Gas drücken. Das ist uns sehr gut gelungen. Dass wir nach dem 3:1 so nachgelegt haben, darauf bin ich stolz. Das war eine Energieleistung. Dass wir im Finale stehen, ist etwas Großes. Das wird ein Fest. Jetzt genießen wir erst einmal den Abend, dann bereiten wir uns auf den FC Homburg vor. Wir wollen noch drei gute Regionalligaspiele machen, gerne noch ein paar Plätze gutmachen vor dem Pokalfinale. Wir haben schon noch etwas vor in dieser Saison.“

Daniel Seemann (Holzhausens Trainer): „An so einem Tag muss alles passen, das war uns von vornherein klar. Wir kommen mit dem Tor zum 1:1 zurück, da hat man das Gefühl, dass heute so ein Tag sein kann. Kurz vor der Pause bekommen wir dann das 1:2, ein blöder Zeitpunkt für uns. Mit dem 1:3 war der Sack zu. Am Ende des Tages hat sich Qualität durchgesetzt, wir haben uns individuelle Fehler geleistet. Trotzdem können meine Jungs stolz sein. Wir haben die TSG Balingen und den FV Ravensburg rausgeworfen, nicht jeder erreicht das WFV-Pokal-Halbfinale. In der Liga wollen wir jetzt Platz zwei festigen und über die Aufstiegsspiele in die Oberliga.“

David Tomic jubelt nach seinem Tor im Halbfinale in Holzhausen. Foto: IMAGO/Ulmer II

Felix Dornebusch (Kickers-Torwart): „Es war vor der Pause die erwartet schwere Aufgabe. Vor allem nach dem 1:1-Ausgleich von Holzhausen haben wir aber eine sehr gute Reaktion gezeigt und uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Es war nichts ganz besonders Außergewöhnliches, was wir gezeigt haben, aber wir waren immer griffig und gierig. Ziel ist es jetzt natürlich, das Finale zu gewinnen – und die Saison damit versöhnlich zu Ende zu bringen.“

Jacob Danquah (Kickers-Spieler): „Ich freue mich riesig auf das Endspiel. Mit der U19 der Kickers bin ich schon einmal in einem WFV-Pokal-Finale gestanden. Damals haben wir gegen den 1. FC Heidenheim gewonnen, das nehme ich mal als ein gutes Omen.“

Marlon Faß (Kickers-Stürmer): „Trotz des 1:1-Ausgleichs von Holzhausen haben wir den Faden nicht verloren. Wichtig waren vor allem meine beiden Tore unmittelbar vor und nach der Halbzeit zum 2:1 und 3:1. Dass es dann sogar vier Tore werden, ist natürlich top. Das ist mir im Herrenbereich noch nie gelungen. In der Jugend bei der TSG Hoffenheim ist mir mal ein Fünferpack geglückt. Wir waren allen etwas schuldig, die es mit den Kickers halten. Der Impuls durch das neue Trainerteam ist voll aufgegangen, wir haben alles reingehauen. Wobei ich es auch traurig für Marco Wildersinn finde, dass er gehen musste, denn für die Leistung auf dem Platz waren wir Spieler zuständig. Wir wollen jetzt in der Liga noch ein paar Plätze gutmachen, um mit einem guten Gefühl ins Finale zu gehen. Den Pokal zu holen, ist immer etwas Besonderes, den gewinnt man nicht jedes Jahr. Ich mag den Verein, ich mag die Stadt, was nach der Saison kommt, kann ich nicht sagen, weil ich es noch nicht weiß.“

Sven Hayer (ehemaliger Kickers-A-Jugend-Trainer): „Ich habe Kickers-Coach Kerem Arslan und Großaspachs Trainer Pascal Reinhardt in der U19 bei den Blauen trainiert. Ich freue mich, dass die beiden sich jetzt als Cheftrainer in einem WFV-Pokal-Finale gegenüberstehen. Ehrlich gesagt, das hätte ich damals nicht gedacht (lacht).“

Pascal Reinhardt (Trainer SG Sonnenhof Großaspach): „Die erste Halbzeit war relativ eng. Das 2:1 vor der Pause tat den Kickers extrem gut. Insgesamt war es sehr überzeugender Auftritt der Blauen, weil sie wenig bis gar nichts zugelassen haben. Das ist nicht selbstverständlich in Holzhausen. Wir werden im Finale alles tun, um unseren Titel zu verteidigen, vor einer sicher coolen Kulisse. Wir wissen natürlich dass es ein Auswärtsspiel wird und sehr schwer. Man merkt: die Kickers lassen Nico Blank spielen, damit wollen sie etwas bewirken – bei den Fans, sie wollen alle wieder mit reinholen. Sie wollen bis zum Finale positive Gefühle sammeln.“

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