Stuttgart-21-Baustelle Erneuter Asbestfund am Tunnelbau unter dem Gebhard-Müller-Platz

Ein großes Schild warnt an der Stuttgart-21-Baustelle vor einem Asbestfund. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Auf der S-21-Baustelle am Gebhard-Müller-Platz wurde erneut Asbest entdeckt. Die Bahn spricht von Kleinstmengen. So geht es nun weiter.

Stadtentwicklung/Infrastruktur : Christian Milankovic (mil)

Auf einer Stuttgart-21-Baustelle in der Innenstadt warnt ein großes Schild vor Asbestfunden. Die Bahn-Projektgesellschaft (PSU) spricht von „Kleinstmengen“, die bei den Arbeiten gefunden worden seien. Es ist nicht das erste Mal, dass die Bahn in diesem Baustellenbereich auf das problematische Material stößt.

 

Betroffen ist die Baustelle, auf der die PSU an der Verlängerung des Autotunnels unter dem Gebhard-Müller-Platz arbeitet. Nachdem die erste erweiterere Röhre bereits im Juni dem Verkehr übergeben worden ist, steht nun der Bau des parallel dazu verlaufenden Tunnels an, durch den später einmal der stadtauswärtige Verkehr fließen soll.

Dem stehen aber noch Reste der alten Stadtbahnhaltestelle Staatsgalerie im Wege. Im Zuge des Abrisses habe man „gemäß der geltenden Vorschriften das Abbruchmaterial stichprobenartig im Labor“ untersuchen lassen. „Dabei wurden Kleinstmengen an Asbest nachgewiesen“, sagt ein Projektsprecher.

Asbestfund: Bahn in Kontakt mit zuständigen Behörden

Die werden nun „in eigens dafür vorgesehenen Containern gelagert und abgedeckt“. Bei der Entsorgung halte man sich an die geltenden Vorschriften und befinde sich zudem und „in enger Abstimmung mit den zuständigen Ämtern der Landeshauptstadt Stuttgart, etwa dem Amt für Umweltschutz und Gewerbeaufsichtsamt“. Bei der Entsorgung selbst sei entsprechend geschultes Personal eines Fachunternehmens“ im Einsatz.

Auf die Zwischenlagerung des kontaminierten Materials auf der Baustelle folge eine abermalige Untersuchung und dann die Entsorgung. Für die Bahn ist der Fund ein Déjà-vu. Denn auch beim Bau der bereits fertiggestellten Röhre mussten Teile der ehemaligen Stadtbahnhaltestelle abgerissen werden. Und auch dabei „fiel Abbruchmaterial mit einer ähnlich geringen Konzentration an. Auch dort haben wir gemäß den geltenden Vorschriften gehandelt“, versichert der Projektsprecher.

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