Auf einer Baustelle nahe des Stuttgarter Hauptbahnhofs werden am Samstag zwei Störche gesichtet. Sie sammeln fleißig Material für ein mögliches Nest.

Da soll noch einer sagen, Stuttgart sei nicht gut genug für ein Eigenheim! Zwei Störche sehen das offenbar anders. Während die Bauarbeiten rund um den Hauptbahnhof weiterlaufen, starten sie inmitten des Trubels ihre eigene kleine „Baustelle”. Die Vögel wurden am Samstag dabei beobachtet, wie sie fleißig alles zusammentrugen, was sich als Nistmaterial eignete.

 

Die beiden Tiere waren auf dem Gelände der Abrissbaustelle des ehemaligen Schlossgarten-Hotels unterwegs. Ein aufmerksamer Fotograf hielt die Szene fest. Die Aufnahmen zeigen, wie die Störche scheinbar unbeeindruckt von Baggern und Kränen Äste und weiteres „Baumaterial“ sammeln.

Störche kehren häufig an denselben Brutplatz zurück

Die Baustelle liegt im Umfeld des Großprojekts Stuttgart 21 – ein Ort, der sonst eher für schwere Maschinen als für Nestbau bekannt ist. Ob sich die Tiere dort tatsächlich niederlassen, ist unklar. Ihr Verhalten zeigt jedoch, wie anpassungsfähig sie sind und dass sie auch ungewöhnliche Orte nutzen.

Laut der Webseite des Naturparks Fichtelgebirge bevorzugen Weißstörche für ihre Nester normalerweise erhöhte, gut einsehbare Stellen in der Nähe von Feuchtgebieten. Neben Bäumen nutzen sie auch Dächer, Schornsteine, Strommasten oder spezielle Nisthilfen. Häufig kehren sie über viele Jahre an denselben Brutplatz zurück, sofern sie dort geeignete Bedingungen vorfinden.

Eines ist zumindest sicher: Die Störche werden ihr Nest fertig haben, lange bevor die S21-Baustelle fertiggestellt ist.