Stuttgarter Kickers Aufwärtstrend mit Kerem Arslan

, aktualisiert am 04.05.2026 - 15:14 Uhr
Daumen hoch: Der Einstieg von Kerem Arslan als Interims-Chefcoach der Stuttgarter Kickers ist gelungen Foto: Baumann

Die Stuttgarter Kickers feiern den zweiten Sieg in Serie unter dem Interimstrainer, der vor der Vertragsverlängerung steht.

Sport: Jürgen Frey (jüf)

Es besteht kein Grund, etwas überzubewerten. Der 5:1-Erfolg im WFV-Pokal-Halbfinale beim Verbandsligisten FC Holzhausen gehört für einen zwei Klassen höheren Club letztendlich in die Kategorie Pflichtsieg. Das 2:0 in der Fußball-Regionalliga gegen den FC 08 Homburg wäre mit Sicherheit anders ausgegangen, wenn das Gäste-Team von Trainer Roland Seitz seine vier glasklaren Torchancen genutzt hätte. Doch unterm Strich haben die Stuttgarter Kickers genau das erreicht, was sie mit der Trennung von Trainer Marco Wildersinn bewirken wollten: Sie sind mit Blick auf das so wichtige WFV-Pokal-Finale am 23. Mai (Anpfiff 15.30 Uhr) im Gazi-Stadion gegen die SG Sonnenhof Großaspach wieder zurück in der Erfolgsspur.

 

Nach den blutleeren Auftritten gegen den FSV Frankfurt, in Bahlingen und in Mainz zeigt die Mannschaft wieder ein anderes Gesicht. Mit deutlich mehr Power, Einsatz und Laufstärke geht es zur Sache. Was auch für FCH-Coach Seitz der Schlüssel für das Endergebnis war: „Was Einsatz und Intensität betrifft, hatten uns die Kickers etwas voraus. Sie haben uns wenig Möglichkeiten der Ruhe gegeben.“

David Stojak (re.) feierte gegen den FC 08 Homburg sein Comeback. Foto: Dieter Baumann

Kerem Arslan wollte dem erfahrenen Kollegen nicht widersprechen, teilte die Einschätzung und ergänzte: „Intensität ist auch Kopfsache. Jeder bei uns wollte heute, deswegen hatten wir hinten raus auch ein paar Körner mehr“, sagte der Interims-Chefcoach. Er fülle diese Rolle gemeinsam mit seinen Assistenten Julian Leist und Jakob Braun mit „Liebe und Leben“ aus und er sei dankbar, diese Erfahrung machen zu dürfen. Dass er in der neuen Saison unter dem neuen Cheftrainer Holger Bachthaler wieder ins zweite Glied rücken wird, sei für ihn kein Problem: „Ich bin ein Kickers-Junge. Der Verein weiß, was er an mir hat. Ich weiß, was ich am Verein habe. Alles ist kommuniziert, alles ist gut.“

Noch nicht kommuniziert ist allerdings seine Vertragsverlängerung. Doch der am Saisonende auslaufende Kontrakt von Arslan steht nach Informationen unserer Redaktion unmittelbar vor der Verlängerung. Der 31-jährige A-Lizenz-Inhaber wird den Blauen zumindest zwei weitere Jahre erhalten bleiben. Ob Mittelfeldspieler Maximilian Zaiser – trotz Vertrag bis 2027 – über den Sommer hinaus bleibt, ist dagegen offen. Der 27-Jährige stand gegen Homburg nicht im Kader.

Die komplett andere Gefühlslage verkörperte David Stojak. Der Stürmer kam erstmals seit seinem Kreuzbandriss Anfang Juli 2025 zu einem Einsatz. „Ein unfassbares Gefühl“, sagte der 21-Jährige und hofft wie Arslan das Ganze noch toppen zu können: mit dem Triumph im WFV-Pokal-Finale.

Weitere Themen