Stuttgarter Kickers gegen FC-Astoria Walldorf Hauen und Stechen um die Kaderplätze

Kickers-Offensivkraft Flamur Berisha ist wieder fit – und kommt für einen Kaderplatz gegen den FC-Astoria Walldorf infrage. Foto: Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch

Flamur Berisha ist wieder fit, dazu kommen ein Neuzugang für den Sturm und zwei wieder spielberechtigte Innenverteidiger – bei den Stuttgarter Kickers wird vor dem Heimspiel gegen den FC-Astoria Walldorf der Kampf um die Kaderplätze immer heftiger.

Sport: Jürgen Frey (jüf)

Am Dienstag hatte der FC-Astoria Walldorf Schwerstarbeit zu verrichten. Im Achtelfinale um den badischen Pokal gewann der Fußball-Regionalligist bei Oberligist 1. CfR Pforzheim nach zwei Toren zwischen der 114. und 115. Minute mit 3:2 nach Verlängerung. Marco Wildersinn konnte den Gast vom kommenden Samstag (14 Uhr/Gazi-Stadion) an diesem Abend nicht selbst beobachten. Das Training bei den Stuttgarter Kickers zog sich in die Länge – zudem hat der Coach der Blauen die Walldorfer bei ihrem 2:0 gegen den Bahlinger SC live beobachtet und kennt ohnehin einige Spieler bestens, die zu seiner Zeit in Hoffenheim im Nachwuchs der TSG aktiv waren.

 

„Astoria hat eine eingespielte, fußballerisch gute Mannschaft, die einen gepflegten Ball spielt“, lobt Wildersinn den aktuellen Tabellenzweiten, bei dem Ex-VfB-II-Offensivmann Jannis Boziaris schon drei Saisontreffer erzielt hat. In der vergangenen Saison ging das Spiel in Stuttgart 2:2 aus, in Walldorf verloren die Kickers mit 2:3.

Verfolger Nummer eins zu Gast

Dass das aktuelle Duell auf der Waldau Spitzenreiter gegen Verfolger Nummer eins heißt – dem misst der Mann auf der Kickers-Kommandobrücke keinerlei Bedeutung zu: „Das hat für mich zu diesem Zeitpunkt der Saison absolut nichts zu sagen. Was nichts daran ändert, dass ich froh bin, dass wir ganz oben stehen, andererseits bin ich nicht froh, dass wir vier Punkte abgegeben haben.“

Klar ist, dass der Kampf um die 20 Plätze im Spieltagskader immer heftiger wird. „Das wird ein Hauen und Stechen im Training – im positiven Sinne“, umschreibt Wildersinn sein Luxusproblem. Er hat alle Mann an Bord. Offensivkraft Flamur Berisha ist wieder zu 100 Prozent fit, Neuzugang Meris Skenderovic steht zur Verfügung, die beiden zuletzt gesperrten Innenverteidiger Paul Polauke und Nyamekye Awortwie-Grant sind wieder spielberechtigt.

Wer spielt neben Behrendt?

Ob einer der beiden in die Anfangsformation rückt oder ob neben Brian Behrendt – wie zuletzt beim 2:2 in Gießen – Milan Petrovic im Abwehrzentrum verteidigt, scheint offen zu sein. Oft entscheidet das Bauchgefühl, nicht selten auf den letzten Drücker, wie etwa vor dem ersten Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt II (2:1), als Awortwie-Grant überraschend der Vorzug vor Polauke bekam.

Bei der Zusammensetzung des Spieltagskaders spielt auch immer die vom Verband vorgegebene U-23-Regelung eine Rolle. Vier U-23-Spieler müssen auf dem Spielberichtsbogen stehen. Sechs haben die Blauen im Kader: Neben den Torhütern Leon Neaime und David Mitrovic noch Konrad Riehle, Mario Borac, Milan Petrovic und Nevio Schembri, der genauso wie Mitrovic noch für die U 19 spielberechtigt ist.

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