Drei Schulfamilien können aufatmen: Im Rahmen der Haushaltsverabschiedung beschloss der Gemeinderat, dass folgende Schulen nun doch bald an die Reihe kommen: Der Schulstandort Stammheim (Grundschule, Park-Realschule), das Wilhelms-Gymnasium in Degerloch und das Modulschulzentrum Filder haben es von der ursprünglich von der Verwaltung vorgelegten Streichliste des Sparhaushaltes zurück in den Kreis derer geschafft, für die Gelder da sind.
Gut 20 weitere Schulsanierungen haben allerdings das Nachsehen – und wurden auf eine Zeit nach 2031 verschoben. Unter ihnen ist zum Beispiel die Altenburgschule in Bad Cannstatt, wo der dritte, 9 Millionen Euro teure Bauabschnitt im Zuge der Umstrukturierung zur Ganztagsschule nun warten muss . Und das, obwohl das Schulverwaltungsamt den laufenden Betrieb gefährdet sieht, weil Elektrik und Brandschutz mangelhaft sind.
Um dies zu verdeutlichen, rief die Fraktion SPD/Volt diesen Punkt noch einmal auf. Die Fraktion hatte beantragt, knapp 8,9 Millionen für die Altenburgschule vorzusehen. Der Antrag wurde aber von einer Mehrheit abgelehnt
Viele andere Schulen haben das Nachsehen
Auch die Generalsanierung der Hattenbühlschule, eine Grundschule in Feuerbach, für 45 Millionen Euro ist verschoben, obwohl auch hier die Haustechnik laut Schulamt in einem desolaten Zustand ist und jederzeit ausfallen kann, was den Betrieb des Gebäudes immer aufwendiger macht.
Weitere Schulen, die es trotz teils Anträgen verschiedener Fraktionen nicht in den Doppelhaushalt geschafft haben, sind: Riedseeschule Möhringen, Österfeldschule Vaihingen, Robert-Koch-Realschule Vaihingen, Linden-Realschule/Wirtemberg-Gymnasium Untertürkheim, Gustav-Werner-Schule, Zuffenhausen, Rosensteinschule Stuttgart-Nord.
Fabian Reger von den Grünen machte deutlich, dass die Entscheidungen in diesem Bereich auch den Mitgliedern der grün-schwarzen Haushaltskoalition nicht leicht gefallen waren. Er betonte, dass immer noch 200 Millionen Euro im Doppelhaushalt für Schulen vorgesehen seien.
Die Entscheidung über die Schulsanierungen wird allerdings erst gültig, wenn der Haushalt am 19. Dezember komplett verabschiedet, und später vom Regierungspräsidium genehmigt wird.