Park Hopping in Stuttgart Die elf schönsten Grünflächen im Kessel

Stuttgart hat jede Menge Parks. Höchste Zeit, die unterschiedlichen Grünflächen zu erkunden! Foto: www.imago-images.de/IMAGO/Arnulf Hettrich

Im Frühling kann man schon mal den Barhocker gegen die Picknick-Decke tauschen. Von ruhigen Seen über grüne Wiesen bis hin zu lebhaften Waldparks – hier gibt es Stuttgarts grüne Fleckchen im Überblick.

Im Frühling wird Stuttgart grün und die Parkanlagen der Stadt laden zum Verweilen ein. Hier sind die Plätze, um den Alltag hinter sich zu lassen. Vom entspannten Feuersee über den sportlichen Pfad in der Waldau bis zum Sonnenbaden im Schlossgarten. Unser Park-Überblick zeigt: In Stuttgart gibt es viele verschiedene Spots für Erholung, Abenteuer und ganz viel Frischluft.

 

Schlossgarten: Das grüne Herz der Stadt

Eckensee im Schlossgarten. Foto: imago images/Arnulf Hettrich/Arnulf Hettrich via www.imago-images.de

Der Schlossgarten ist in drei Bereiche aufgeteilt: den oberen, mittleren und unteren Schlossgarten. Im oberen Bereich befinden sich Brunnenanlagen, die sich ideal für Fotos eignen. Der mittlere Schlossgarten punktet mit weitläufigen Wiesen und ist ein beliebter Treffpunkt für Picknicks oder sportliche Aktivitäten wie Frisbee. Leider sind aktuell S21-bedingt noch ganz schön viele Bauzäune aufgestellt, man kann aber trotzdem die meisten Grünflächen und Sitzgelegenheiten uneingeschränkt nutzen (ist halt hier und da ein Bauzaun im Bild). Die Bauarbeiten im Schlossgarten nähern sich aber dem Ende.

Der untere Schlossgarten grenzt an den Rosensteinpark und bietet einen ruhigeren Rückzugsort mit schattigen Plätzen unter alten Bäumen. Ein Highlight ist der Blick auf den Eckensee mit der Oper im Hintergrund. Besonders abends mit Beleuchtung auf jeden Fall einen Anblick wert.

Schlossgarten, Stuttgart-Mitte

Killesbergpark: Blumen, Bahnen und beste Aussichten

Killesbergturm. Foto: Max Kovalenko/Lichtgut/Max Kovalenko

Im Killesbergpark ist alles ein bisschen größer: die Wiesen, die Blumenbeete und vor allem der Ausblick. Vom Killesbergturm aus gibt es eine Rundumsicht über Stuttgart. Wer sich lieber am Boden aufhält, kann das Höhencafé besuchen und bei Kaffee und Kuchen die Aussicht genießen. Mit der Parkeisenbahn lässt sich der Park in einer 2,1 Kilometer Fahrt umrunden. Nach der Fahrt kann auf den großzügigen Liegewiesen entspannt werden. Ob mit Picknickdecke oder einfach auf dem Rasen, hier lässt sich die Sonne genießen, mit Blumen im Blick und Vogelgezwitscher im Ohr.

Killesbergpark, Stuttgart-Nord

Tierisches Vergnügen und Historie

Das Rosensteinpalais im Rosensteinpark. Foto: Susanne Müller-Baji/Susanne Müller-Baji

Der Rosensteinpark bietet eine Mischung aus Natur, Kultur und tierischen Begegnungen. Malerische Teiche und das prunkvolle Rosensteinpalais versetzen einen in eine Ära aus vergangenen Zeiten. Das Rosensteinpalais beherbergt einen Teil des Naturkundemuseums Stuttgart. Wer möchte, kann vom Park einen kurzen Abstecher in die Welt der Naturgeschichte unternehmen. Die weitläufige Grünfläche eignet sich hervorragend für lange Spaziergänge oder als Jogging-Strecke. Der Park befindet sich außerdem direkt an der Wilhelma. Über die angrenzenden Tiergehege kann man ganz ohne Eintrittstickets Ziegen und Kamele bewundern.

Auch in der freien Wildbahn lassen sich Tiere bestaunen, wie Enten, Gänsen und andere Vogelarten. Fun Fact: Der Rosensteinpark ist mit 173 Hasen pro Quadratkilometer der Park mit der höchsten Hasendichte Deutschlands. Also Augen offen halten!

Rosensteinpark, Stuttgart-Ost

Kurpark Bad Cannstatt: Oldschool-Chic trifft Daimler-Geschichte

Einblick in den Bad Cannstatter Kurpark. Foto: Petra Xayaphoum

Der Kurpark Bad Cannstatt besteht aus zwei Bereichen: dem oberen und dem unteren Park. Verbunden werden sie vom Kursaal, der zwischen 1825 und 1835 erbaut wurde und zu dem der beliebte Paulaner Biergarten gehört (im Sommer immer einen Abstecher wert). Nur dank der finanziellen Unterstützung von König Wilhelm I. konnte der Bau fertiggestellt werden. Deshalb wacht seine Statue heute vor dem Gebäude.

Der untere Park, folgt einem strengen neoklassischen Design mit geometrischen Wegen, Statuen und Springbrunnen. Der obere Park ist nach dem englischen Gartenstil angelegt. Geschwungene Wege führen durch einen großzügigen Rasen und zu einem malerischen Pavillon. Für Technik-Fans gibt es hier einen besonderen Schatz: die ehemalige Gartenlaube von Gottlieb Daimler, in der er und Wilhelm Maybach den ersten Verbrennungsmotor entwickelt haben. Heute befindet sich in der Gottlieb-Daimler-Gedächtnisstätte ein kleines Museum, das Einblicken in diese Pionierarbeit der beiden liefert und der Eintritt ist sogar kostenlos.

Kurpark, Stuttgart-Bad Cannstatt

Max-Eyth-See: Grillplatz, Wassersport und Vogelparadies

Blick über den May-Eyth-See. Foto: 7aktuell.de/Kerstin Schmidt/www.7aktuell.de/Kerstin Schmidt

Am Max-Eyth-See direkt am Neckar findet sich ein citynahes Erholungsgebiet mit großem Freizeitangebot. Die großzügigen Rasenflächen laden zum Chillen oder Grillen ein, während Uferwege perfekt für Spaziergänge geeignet sind. Radfahren und Inlineskaten sind unter der Woche erlaubt und wer aufs Wasser möchte, kann sich ein Tret- oder Ruderboot beim Bootsverleih mieten.

Für Naturliebhaber:innen bietet der See eine spannende Tierwelt. Auf der Vogelschutzinsel und am Ufer leben Haubentaucher, Graugänse, Schwäne, Teich- und Blesshühner und vieles mehr. Der See ist nach dem Ingenieur und Schriftsteller Max Eyth benannt. Seit 1961 steht das Gelände unter Landschaftsschutz. Schwimmen ist hier deshalb nicht erlaubt.

Max-Eyth-See, Stuttgart-Mühlhausen

Das Dreigespann der Hohenheimer Gärten

Platz zum Entspannen in den Hohenheimer Gärten. Foto: Michael Werner/Michael Werner

Die Hohenheimer Gärten befinden sich auf einem 30 Hektar großen Areal. Sie bestehen aus einem Dreigespann aus dem Botanischen Garten, den Exotischen Garten und den Landschaftsgarten. Der Botanische Garten, der das Schloss Hohenheim wie ein Sichelmond umgibt, beeindruckt mit prächtigen Gewächsen wie einer gelb blühenden Magnolie, Mammutbäumen, einem Ginkgo und einem Riesen-Lebensbaum.

Im Exotischen Garten, dem einstigen Garten von Herzog Carl Eugen und Franziska von Hohenheim, beeindrucken historische Bauwerke wie das Spielhaus und das Römische Wirtshaus.

Der jüngste Garten im Ensemble ist der Landschaftsgarten, der durch überraschende Wegführungen und eine vielfältige, moderne Bepflanzung besticht.

Schloss Hohenheim, Stuttgart-Plieningen

Von Stuttgart nach China: Der Chinesische Garten

Architektur im chinesischen Garten. Foto: LICHTGUT/Max Kovalenko

Bald beginnt die Urlaubszeit. Doch bis es in den Urlaub geht gibt es auch in Stuttgart Orte zu entdecken, die sich wie eine Reise in ein fernes Land anfühlen. Der Chinesische Garten, auch Qingyin-Garten oder Garten der schönen Melodie genannt, bietet eine tolle Aussicht über den Stuttgarter Talkessel. Der Eintritt ist kostenlos. Die Architektur des Gartens folgt dem traditionellen südchinesischen Stil.

Der Garten symbolisiert die Welt im Kleinen, mit gestapelten Steinen für Berge, Pflanzen für die Vegetation und Wasser für die Meere. Im Zentrum steht der Pavillon, der die vier Himmelsrichtungen symbolisiert, umgeben von einem Teich mit einem kleinen Wasserfall. Der Garten lädt dazu ein, zu entspannen, ein Buch zu lesen oder von der nächsten Reise zu träumen.

Chinesischer Garten, Stuttgart-Nord

Die Waldau: Natur erleben und aktiv sein

Waldpark Waldau. Foto: Gottfried Stoppel/Gottfried Stoppel

Die Waldau ist ein weitläufiges Sport- und Naherholungsgebiet, das sich ideal für Naturerlebnisse und sportliche Aktivitäten eignet. Es erstreckt sich über den Bopserwald und umfasst nicht nur Wanderwege und Radstrecken, sondern auch Sporteinrichtungen wie das Gazi-Stadion und Tennisplätze. Neben den Freizeitmöglichkeiten gibt es hier auch eine Vielzahl von Lehrpfaden, die interessante Informationen über die Flora und Fauna bieten.

Für Sportbegeisterte gibt es den Trim-dich-Pfad sowie zahlreiche Spielplätze und Grillflächen für die ganze Familie. Auch das Haus des Waldes fügt sich harmonisch in die Umgebung ein. Die Waldau ist ein beliebter Ort für ein entspannendes Wochenende inmitten der Natur.

Waldau, Stuttgart-Degerloch

Zwischen Seen und Schlössern: Der Rotwildpark

Bärenschlössle im Rotwildpark. Foto: imago stock&people/imago stock&people

Der Rotwildpark in Stuttgart ist ein beeindruckendes Naturschutzgebiet mit einer Geschichte, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Einst ein königliches Jagdgebiet, entstand der Park 1815 unter König Friedrich I. von Württemberg. Heute durchziehen weitläufige Wanderwege den Park, vorbei an historischen Stauseen wie dem Bärensee, Neuen See und Pfaffensee, die ursprünglich zur Wasserversorgung angelegt wurden.

Am Bärensee thront das Bärenschlössle, ein charmantes Bauwerk mit turbulenter Vergangenheit, das mittlerweile als Restaurant genutzt wird. Die alten Bäume und die geschützte Natur sind Heimat für Hirsche, Rehe und andere Waldtiere. Kulturinteressierte können am Schloss Solitude in die Geschichte eintauchen, während Familien an Grillplätzen und Spielplätzen entspannen können.

Rotwildpark, Stuttgart-West

Königliche Bäume mit Kesselblick: Der Wernhaldenpark

Aufstieg zum Wernhaldenpark. Foto: Torsten Schöll/Torsten Schöll

Fast verborgen am Steilhang unterhalb der Neuen Weinsteige liegt der Wernhaldenpark im Stuttgarter Süden. Steile Wege schlängeln sich durch den bergigen Park, vorbei an versteckten Holzbrücken. Im oberen Teil warten über 40 kalifornische Mammutbäume, die auf eine botanische Idee von König Wilhelm I. zurückgehen.

Wer den Aufstieg auf sich nimmt, wird mit einer spektakulären Aussicht auf den Kessel belohnt. Sitzgelegenheiten laden zum Verschnaufen ein, während die riesigen Baumriesen Schatten spenden. Neben der Ruhe bietet der Park Anbindung an den Roten-Socken-Wanderweg oder den nahegelegenen Santiago-de-Chile-Platz.

Wernhaldenpark, Stuttgart-Süd

Der Weißenburgpark: Picknicken mit Aussicht und Stil

Aussicht vom Weißenburgpark. Foto: imago images/imagebroker/imageBROKER/Werner Dieterich via www.imago-images.de

Der Weißenburgpark erhebt sich auf einem Hügel im Stuttgarter Süden und verbindet historische Eleganz mit natürlicher Schönheit. Geschwungene Wege führen durch die großzügige Anlage, die einst zur prachtvollen Villa des Industriellen Ernst von Sieglin gehörte. Heute erinnert nur noch der Marmorsaal an die glanzvolle Vergangenheit. Der Park eignet sich zum Picknicken und Teehaus-Biergarten besuchen (alle Infos zum Streit und zur Einigung). Aber auch Ruhe kann hier gefunden werden. Mit einem Ausblick über die City lässt es sich hier wunderbar verweilen.

Weißenburgpark, Stuttgart-Süd

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