Unsere Top 10 zeigt, wo es aktuell in Deutschland die meisten Zinsen aufs Tagesgeld gibt.

Digital Desk: Lukas Böhl (lbö)

Die Digitalbank Chase bietet Neukunden in Deutschland derzeit 4 Prozent Zinsen auf Tagesgeld. Der Zinssatz gilt nach Angaben des Anbieters fest für die ersten vier Monate nach Kontoeröffnung. Danach fällt das Guthaben auf den variablen Standardzins, der aktuell bei 2 Prozent liegt. Betrieben wird Chase in Deutschland von der J.P. Morgan SE, die von BaFin, Europäischer Zentralbank und Bundesbank beaufsichtigt wird.

 

Bis zu 4 % aufs Tagesgeld

Das Angebot liegt damit über anderen Tagesgeldkonditionen am Markt. Nach der aktuellen Übersicht der Stiftung Warentest vom 19. Mai 2026 erreichen andere befristete Neukundenangebote Renditen von rund 3,56 Prozent bei Raisin Bank, 3,44 Prozent bei Consorsbank, 3,36 Prozent bei Ikano Bank, 3,25 Prozent bei Bank of Scotland sowie 3,20 Prozent bei ING.

Rang Anbieter / Produkt Rendite p.a. Aktionszeitraum
1 Raisin Bank – Raisin StartZins 3,557 % 3 Monate
2 Consorsbank – Tagesgeld 3,444 % 3 Monate
3 Ikano Bank – Fleks Horten Tagesgeld 3,360 % 3 Monate
4 Bank of Scotland – Willkommens-Zins 3,250 % 3 Monate
5 Hamburg Direct Bank – Tagesgeld 3,249 % 4 Monate
6 ING – Extra-Konto 3,200 % 4 Monate
7 Advanzia Bank – Advanziakonto 3,144 % 3 Monate
8 Avarda Bank – Tagesgeld 3,042 % 4 Monate
9 Umweltbank – UmweltFlexkonto 3,034 % 3 Monate
10 DHB Bank – Netsparkonto 3,000 % 4 Monate

Quelle: Stiftung Warentest, Tagesgelder-Übersicht, Stand 19. Mai 2026. Sortiert nach Rendite für 5000 Euro. Bei einzelnen Angeboten gelten Anlagegrenzen oder weitere Bedingungen.

Wichtig ist: Die 4 Prozent bei Chase sind kein dauerhafter Zinssatz, sondern ein zeitlich begrenztes Einstiegsangebot. Solche Aktionszinsen sind bei Tagesgeldkonten üblich. Auch bei anderen Banken gelten höhere Zinsen oft nur für drei, vier oder sechs Monate. Danach greift meist ein niedrigerer variabler Zinssatz. Bei Tagesgeld können Banken diesen variablen Satz grundsätzlich anpassen.

Bei Chase können laut Anbieter bis zu 1 Million Euro auf das Tagesgeldkonto eingezahlt werden. Für die gesetzliche Einlagensicherung gilt jedoch die übliche Grenze von 100.000 Euro je Einleger und Bank. Wer bereits weitere Einlagen bei der J.P. Morgan SE hält, muss diese Grenze insgesamt betrachten.

Für Sparer bleibt deshalb weniger der Spitzenzins allein entscheidend als die Kombination aus Laufzeit des Aktionszinses, anschließendem Standardzins, Einlagensicherung, Anlagegrenzen und Kontozugang. Chase verlangt für die Kontoeröffnung unter anderem Volljährigkeit, Wohnsitz und Steueransässigkeit in Deutschland sowie ein Smartphone und eine deutsche Handynummer. Das Konto wird per App geführt.