Die U17 des VfB Stuttgart kämpft am Samstag um den Einzug ins Finale um die deutsche Meisterschaft. Mit einem Sieg würde das Team erstmals seit 2022 um den Titel spielen.

Für die U-17-Junioren des VfB Stuttgart steht an diesem Samstag (11 Uhr) das Halbfinale der Bundesliga auf dem Programm. Auf heimischem Platz empfängt die Mannschaft von Trainer Daniel Jungwirth den FC Augsburg. Mit einem Sieg könnte sich der VfB-Nachwuchs für das Finale qualifizieren, in dem am 17. Mai der Sieger der Partie zwischen dem 1. FC Magdeburg und der TSG Hoffenheim der Gegner wäre.

 

Für den VfB wäre ein Erfolg gegen FC Augsburg gleichbedeutend mit dem ersten Finaleinzug seit 2022. Damals mussten sich die Schwaben nach einem dramatischen Spielverlauf erst im Elfmeterschießen dem FC Schalke 04 mit 2:3 geschlagen geben. In diesem Elfmeterschießen traf unter anderem Torhüter Dennis Seimen, der inzwischen als designierter Stammkeeper der Profimannschaft gilt.

Letzter Titel 2013

Welche Bedeutung ein Erfolg auf U-17-Ebene haben kann, zeigt ein Blick in die Vergangenheit: Beim bislang letzten Meistertitel im Juni 2013 standen unter anderem spätere Erstliga-Spieler wie Timo Baumgartl, Marius Funk oder Arianit Ferati im Kader. Trainiert wurde das Team von Thomas Schneider, der noch im selben Jahr zum Cheftrainer der Profis aufstieg und später als Co-Trainer unter Joachim Löw bei der EM 2016 sowie der WM 2018 tätig war.

Mit Blick auf die aktuelle Saison spricht einiges für den VfB. Das Duell mit dem FC Augsburg gab es bereits zweimal in der Hauptrunde – beide Partien entschieden die Cannstatter knapp für sich: Sowohl beim 3:2-Heimsieg als auch beim 2:1-Auswärtserfolg behielt der VfB die Oberhand.

Dennoch ist Vorsicht geboten. Die von Jakob Strehlow trainierten Augsburger beendeten ihre Vorrundengruppe als bestes Team, und die beiden Niederlagen gegen den VfB blieben ihre einzigen in der Hauptrunde. Im Achtelfinale setzte sich der FCA mit 4:1 gegen den Hamburger SV durch, ehe im Viertelfinale ein dramatisches 7:6 nach Elfmeterschießen gegen den 1. FC Köln den Einzug ins Halbfinale perfekt machte.

Verlassen kann sich Augsburg dabei vor allem auf Torjäger Fabio Ebner. Der Angreifer erzielte in der laufenden Saison 2025/26 bereits 24 Treffer und unterstreicht damit eindrucksvoll sein Potenzial als eines der vielversprechendsten Offensivtalente Österreichs.