Tat in Stuttgart Entsetzen nach Vergewaltigung auf der Königstraße

In der Stuttgarter Innenstadt und auf der Königstraße sind normalerweise auch bei Nacht zahlreiche Menschen unterwegs – dennoch kam es zu einer Vergewaltigung. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Update: Inzwischen hat sich herausgestellt, dass die Vergewaltigung erfunden war. Die Frau hat gegenüber der Polizei eine Falschaussage eingeräumt.

Kriminalität, Sicherheit und Justiz: Jürgen Bock (jbo)

Sexuelle Belästigungen, Nötigungen, gar Vergewaltigungen – solche Meldungen gibt es nicht selten in Stuttgart, gerade nachts in der Innenstadt. Doch ein Vorfall am vergangenen Samstag schockiert viele Menschen jetzt besonders. Da ist eine junge Frau auf der Königstraße vergewaltigt worden. Zwar um 4 Uhr morgens, aber auf der Prachtmeile der Stadt, die am Wochenende auch um diese Uhrzeit meistens noch von Nachtschwärmern belebt ist. Es drängt sich die Frage auf: Wie konnte das dort unbemerkt geschehen?

 

Nach Polizeiangaben befand sich die 27-Jährige auf dem Weg in Richtung Hauptbahnhof. Auf Höhe der Straße Neue Brücke sprachen drei Männer sie an und fragten nach Feuer, was sie ihnen wohl auch gab. Als sie weitergehen wollte, hielten zwei der Männer sie fest und der dritte vergewaltigte sie. Im Anschluss flüchteten die Täter in unbekannte Richtung.

„Das Ganze hat sich in einer Art Hauseingang unter einem Dach abgespielt, in einer dunklen Ecke“, sagt eine Polizeisprecherin. Die verständigte Polizei habe den Tatort danach gemeinsam mit der jungen Frau in Augenschein genommen. Ob Passanten etwa vom Vorfall möglicherweise bemerkt haben, ohne einzugreifen, sei bisher nicht bekannt. Genauso wenig gibt es Angaben darüber, ob die Frau um Hilfe rufen konnte.

Bisher gibt es noch keine konkreten Hinweise auf die Täter. Dafür haben offenbar auch die Polizei Reaktionen von Bürgern erreicht, die ihr Entsetzen über diese Tat äußern. Der Tenor: Nicht einmal auf der Königstraße mitten in der Stadt sei man noch sicher. Man stehe noch am Anfang der Ermittlungen, sagt die Sprecherin.

Die Polizei hofft weiter auf Hinweise, die zu den mutmaßlichen Tätern führen könnten. Zumindest zu einem von ihnen gibt es von der 27-Jährigen die Beschreibung eines besonderen Merkmals. Er trug einen dunklen Kapuzenpullover und hatte einen auffällig großen Leberfleck unter dem linken Auge. Wie einer der beiden anderen Täter soll er 20 bis 25 Jahre alt und zwischen 1,80 und 1,95 Meter groß sein. Sie hatten beide kurze dunkle Haare und einen Dreitagebart. Zum dritten Täter liegt keine Beschreibung vor. Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 07 11 / 89 90 - 57 78 mit der Kriminalpolizei in Verbindung zu setzen.

Anmerkung der Redaktion: Inzwischen hat sich herausgestellt, dass die Vergewaltigung erfunden war. Die Frau hat gegenüber der Polizei eine Falschaussage eingeräumt.

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