Tennis-Bundesliga Im Derby der Altrivalen: TEC Waldau baut Traumstart aus
Nach ihrem 6:3-Sieg in Heidelberg ergibt sich für die Degerlocherinnen ein völlig neues Gefühl. Liegt nun auch im überraschenden Gipfelduell etwas drin?
Nach ihrem 6:3-Sieg in Heidelberg ergibt sich für die Degerlocherinnen ein völlig neues Gefühl. Liegt nun auch im überraschenden Gipfelduell etwas drin?
War’s das bereits? Nach dem dritten Spieltag praktisch am Ziel? Es sieht ganz danach aus, so verrückt es den Tennis-Bundesliga-Damen des TEC Waldau auch vorkommen mag. Mit einem 6:3-Derbysieg beim Heidelberger TC haben die Degerlocherinnen ihren Traumstart in die Saison ausgebaut und führen weiterhin die Tabelle an. „Jetzt müsste schon sehr viel passieren, wenn das nicht zum Klassenverbleib reichen sollte“, sagt der Teammanager Thomas Bürkle. Zur Abstiegszone hat sich eine Kluft von sechs Zählern aufgetan.
Insofern ergibt sich für die Mannschaft ein völlig neues Gefühl. In den vergangenen sechs Spielzeiten hatten die Dauerabstiegskämpferinnen ein jedes Mal erst am letzten Spieltag die Rettung gefeiert. Nun dürfen sie sich gar auf ein Gipfelduell freuen. Am Donnerstag geht es zum ebenfalls noch verlustpunktfreien Titelverteidiger Blau-Weiß Aachen, und zwar „mit sehr viel positiver Energie“, wie Bürkle betont.
In der aktuellen Begegnung lagen die Seinen schon nach den Einzeln mit 4:2 vorn. Vor allem ein Ergebnis sorgte dabei für geballte Fäuste bei den Gästen. Im Duell der Toptalente behauptete sich Victoria Pohle (18) gegen die Ex-Waldau-Akteurin Mariella Thamm (16) im Matchtiebreak mit 10:8. Weiteres Highlight zwischen den beiden baden-württembergischen Altrivalen, die nach dem Heidelberger Aufstieg zum überhaupt ersten Mal in der Bundesliga aufeinandertrafen: Die Tschechin Linda Fruhvirtova gewann das Position-eins-Match gegen die Slowakin Katarina Kuzmova. Weitere Fruhvirtova-Einsätze wird es nun aber erst einmal nicht mehr geben. Sie verabschiedet sich in die Vorbereitung auf die French Open.
Heidelberger TC – TEC Waldau 3:6.
Kuzmova – Linda Fruhvirtova 6:7/1:6, Hodzic – Bennemann 1:6/6:1/10:8, Stusek – Jakupovic 1:6/3:6, Pastikova – Simion 6:0/4:6/6:10, Thamm – Pohle 4:6/6:4/8:10, Skliar – Gabric 6:4/1:6/10:5, Hodzic/Thamm – Bennemann/Simion 6:3/2:6/10:7, Kuzmova/Skliar – Linda Fruhvirtova/Flipkens 6:7/6:4/2:10, Stusek/Pastikova – Jakupovic/Radisic 3:6/2:6.