Test beim Leonberger Pferdemarkt So weit kommt eine Familie auf dem Rummel mit 50 Euro

Kinderkarussell, Langos und Zuckerwatte oder Spiegelkabinett: Der Rummel beim Pferdemarkt hat trotz begrenzter Größe ein abwechslungsreiches Angebot. Foto: Otto

Pferdemarkt in Leonberg heißt auch Rummel-Zeit. Wer aufs Geld schauen muss, stößt hier aber schnell an seine Grenzen.

Für viele Kinder in und um Leonberg ist der Leonberger Pferdemarkt das Highlight im ganzen Jahr. Vor allem wegen des Vergnügungsparks in der Steinstraße, dem Rummel. Doch wie überall haben auch hier die Preise in den vergangenen Jahren angezogen. Schließlich müssen die Schausteller mehr für Strom, Sprit und Lebensmittel ausgeben. Wir haben den Test gemacht: Wie weit kommt eine vierköpfige Familie auf dem Rummel mit 50 Euro?

 

Test auf dem Rummel des Pferdemarkts in Leonberg: Zwei Erwachsene, zwei Kinder, 50 Euro

Die Ausgangssituation ist simpel: Zwei Erwachsene, zwei Kinder im Alter von zwei und acht Jahren, 50 Euro zum Ausgeben und ein rund zweistündiger Ausflug auf den Rummel. Essen, Getränke, Fahrgeschäfte, Jahrmarktsbuden – was passt ins Budget, was nicht?

Bunte Lichter, laute Musik, Glockenbimmeln und Hupen – die Fahrgeschäfte locken natürlich als erstes. Babyflug, Kinderkarussell oder Autoschleife: Das ist die Auswahl fürs kleine Kind. Hört sich nach nicht viel an, ist aber in Anbetracht der Größe des Vergnügungspark eine gute Auswahl, die die Schausteller-Familie Roschmann Jahr für Jahr nach Leonberg holt. Doch ein Blick auf die Preisliste reicht und das große Rechnen fängt an.

Eine Fahrt im Babyflug oder der Autoschleife schlägt mit jeweils drei Euro zu Buche, für vier Fahrten zahlt man zehn Euro. Da das kleine Kind noch nicht allein in den Babyflug darf, für eine Fahrt dort also zwei Chips nötig sind, geht es eben zwei Mal auf die Autoschleife. Einmal ist schließlich nie genug. Die restlichen zwei Chips werden mit einer anderen Familie geteilt.

Das große Kind freut sich schon seit Tagen auf den Autoscooter. Hier werden 3,50 Euro je Fahrt fällig oder 12 Euro für vier Fahrten. Gezahlt wird hier aber pro Auto, nicht Person. Zum Testzeitpunkt ist der Andrang nicht so groß, da können beide problemlos zwei Mal hintereinander fahren. Mit einmal Spiegelkabinett und einer Runde Enten angeln landen wir bei 19,50 Euro für Fahrgeschäfte und Jahrmarktsbuden.

Beim Autoscooter wird pro Auto bezahl, egal ob eine oder zwei Personen drin sitzen. Foto: Simon Granville

Dann schleicht sich der Hunger ein. Bratwurst, Pommes, Langos oder Crêpes, dazu gebrannte Mandeln, Lebkuchen oder Maiskolben – in Sachen Speisen gibt es reichlich Auswahl. Die Preise für Crêpes und Langos sind in etwa gleich. Da die Schlange beim ungarischen Fast Food kürzer ist, fällt die Wahl darauf.

Acht Euro für eine herzhafte Variante. Die Kinder entscheiden sich für Maiskolben und für eine Portion Pommes, jeweils vier Euro. Macht zusammen 16 Euro. Dazu einen Glühwein für die Erwachsenen (vier Euro) und einen Punsch für die Kinder (3,50 Euro). Macht zusammen 23,50 Euro.

43 Euro sind nun ausgegeben. Das große Kind wünscht sich noch etwas Süßes und entscheidet sich für Zuckerwatte. Die kleine Portion gibt es für 2,50 Euro. Für das restliche Geld darf das kleine Kind noch zwei Runden Karussell fahren, dafür legen wir am Ende 50 Cent drauf.

Das Fazit: Mit viel Rechnen und Vorausschau machbar

Das Budget ist knapp bemessen, aber mit ein wenig Vorausschau machbar. Etwa wenn man die Paketpreise für Fahrgeschäfte aufteilen kann, etwa mit einer anderen Familie oder auf zwei Besuche. Wasser zum Trinken haben wir mitgebracht. Bei vier kompletten Mahlzeiten wäre das Budget schon knapp. Mit Getränken für vier Personen wären vielleicht noch zehn Euro für Fahrgeschäfte übrig.

Eltern von Teenagern oder Erwachsene, die selbst gern ein wenig Adrenalin tanken wollen, haben es noch schwerer. Eine Runde mit der Action-Schaukel „Street Fighter“, die erstmals in Leonberg ist, kostet fünf Euro, vier Fahrten 18 Euro. Dann fängt das große Rechnen von vorn an.

Weitere Themen